03.02.2019 - 12:35 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Geldquellen sprudeln weiter

Über ein weiterhin steigendes Steueraufkommen freuen sich Bettina Drechsel und Yvonne Reitzenstein: Die Leiterinnen des Finanzamts Waldsassen nennen Zahlen.

Am Finanzamt Waldsassen (Bild) ist das Steueraufkommen in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen seit 2015 auf nunmehr rund 217 Millionen Euro.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Der Trend ist ungebrochen positiv, aktuell noch", so Amts-Chefin Bettina Drechsel über die nach wie vor stark sprudelnden Geldquellen. Die Regierungsdirektorin stellt zusammen mit ihrer Vertreterin Yvonne Reitzenstein die Entwicklung vor. Allerdings gibt die Behörde - mit dem Verweis auf den Datenschutz - im Vergleich zu früher nur mehr die wichtigsten Eckdaten heraus. Doch auch diese lassen vermuten, dass die Wirtschaft im Finanzamts-Bezirk Waldsassen brummt. Dieser entspricht dem gesamten Landkreis Tirschenreuth.

"Es sieht echt gut aus", erklärt Bettina Drechsel angesichts der rund 217 Millionen Euro, die 2018 ans Finanzamt Waldsassen geflossen sind. Das entspricht gegenüber 2017 einem Plus von 12,2 Prozent. Auch in den Vorjahren gab es ausschließlich Steigerungen, so die Leiterin über die Statistik - von 2016 auf 2017 um knapp 10 Prozent, von 2015 auf 2016 annähernd 13 Prozent. "Unser Steueraufkommen wächst und das ist durchaus sehr erfreulich", sagt die Regierungsdirektorin und stellt die Kontinuität heraus: "Seit 2015 eine Steigerung um knapp 40 Prozent." Dies sei nicht überall so. Der Wirtschaft gehe es gut - so die Bewertung der Expertinnen, zumal auch im Bereich der Lohneinkünfte ein ordentliches Plus um 12,1 Prozent zu verzeichnen ist.

"Die Beschäftigungslage ist gut oder die Leute können sich über Lohn-Zuwächse freuen", leitet Bettina Drechsel daraus ab und nennt in diesem Zusammenhang die niedrige Arbeitslosenquote in der Region. Bei den gewerblichen Einkünften und denen in selbstständigen Berufen weist die Statistik einen Zuwachs von rund 9 Prozent aus. Dazu lenkt Yvonne Reitzenstein den Blick auf den aktuell guten Zeitpunkt für Investitionen.

Dass der Konsum ebenfalls brummt, lässt sich aus der Entwicklung des Umsatzsteueraufkommens ablesen - 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Grunderwerbsteuer weist ein Wachstum aus - wenn auch mit 11,5 Prozent Zuwachs nicht mehr ganz so stark wie 2017 (18,7 Prozent). Der Markt sei inzwischen leer gefegt, auch in der Region, sieht Yvonne Reitzenstein einen möglichen Grund für die leichte Verringerung. Ganz allgemein aber sei es wohl nach wie vor so, dass die Leute sich mit einem Immobilienkauf mehr Rendite erhoffen, als wenn sie ihr Geld auf die Bank legen.

Die beiden Leiterinnen des Finanzamts Waldsassen, Bettina Drechsel und Yvonne Reitzenstein (von rechts) freuen sich über ein weiterhin steigendes Steueraufkommen.
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