Waldsassen
23.03.2019 - 18:51 Uhr

Die Geschichte der ersten europäischen Christin

Ein imposantes Bühnenbild, authentische Kostüme und eine spannende Story: Das Musical "Lydia, die Purpurhändlerin" verspricht ein beeindruckendes Erlebnis für die Mitwirkenden und für das Publikum. Bald ist Premiere.

Eine Szene während der Proben zum biblischen Musical "Lydia, die Purpurhändlerin". Links stehend Leopold Tippmann als "Paulus" sowie links hockend in der Mitte Sophia Gmeiner in der Rolle der "Lydia". Bild: kgg
Eine Szene während der Proben zum biblischen Musical "Lydia, die Purpurhändlerin". Links stehend Leopold Tippmann als "Paulus" sowie links hockend in der Mitte Sophia Gmeiner in der Rolle der "Lydia".

Gut 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind eingebunden, die Vorbereitungen laufen auf der Zielgeraden: "Am Freitag haben wir Generalprobe", erzählt Andreas Sagstetter über den aktuellen Stand. Der Kirchenmusikdirektor an der Basilika und Gemeindereferentin Gertrud Hankl haben das Stück gemeinsam verfasst. Bei den Vorstellungen in den vergangenen Jahren erwarb die Pfarrgemeinde jeweils fertige Stücke. Die jetzt anstehende ist dagegen eine echte Waldsassener Eigenproduktion: Hankl formulierte die Texte und Liedtexte, Sagstetter schrieb die Musik dazu. "Ich habe immer wieder daran gearbeitet", verrät Sagstetter, der mit dem Projekt nunmehr seit gut einem Jahr beschäftigt ist - immer wieder zwischendurch während der vielen anderen Aufgaben. "Zuerst brauchst du den Text", beschreibt der Kirchenmusiker seine Vorgehensweise. Danach kämen beim Durchlesen des Textes die musikalischen Ideen.

Die Geschichte basiert auf einem biblischen Frauen-Roman, den Gertrud Hankl gelesen hat. "Der Schriftsteller hat viel recherchiert über sie", so die Gemeindereferentin über die Figur, die im Neuen Testament kurz erwähnt wird. "Sie ist die erste europäische Christin, ließ sich und ihr ganzes Haus von Paulus in Philippi taufen und war Gemeindeleiterin." Das Musical über Lydia soll dazu beitragen, dass sich die Kirche zurückerinnert, welche Aufgaben Frauen damals inne hatten. "Für mich ist sie eine faszinierende Persönlichkeit."

Eine ganze Reihe von Leuten sind an der Musical-Produktion beteiligt. Die Kulissen für das Bühnenbild sind nach und nach im Ministrantenheim entstanden. Für die musikalische Begleitung hat Sagstetter ein kleines Ensemble mit Gitarre, Flöte, einem Chor und natürlich Solisten zusammengestellt. Für die Tonübertragung verwenden die Akteure Mikrofon-Headsets. Die Anlage stellt die Kreismusikschule für die beiden Aufführungen zur Verfügung.

Farbenfrohe Kostüme tragen die Akteure auf der Bühne. Bild: kgg
Farbenfrohe Kostüme tragen die Akteure auf der Bühne.
Infobox:

Das Musical „Lydia, die Purpurhändlerin“ spielt im Jahr 50 nach Christus. Paulus (Leopold Tippmann) und seine Begleiter treffen in Europa ein und verkünden dort die Neue Botschaft. Die angesehene Purpurhändlerin Lydia (Sophia Gmeiner) ist so begeistert, dass sie sich taufen lässt und auch alle in ihrem Haus. Durch ein aufwendiges Bühnenbild, orientalische Kostüme, die Bauchtanzgruppe des Turnvereins Waldsassen (TVW) und orientalische Köstlichkeiten zur Verkostung werden alle Sinne angesprochen. Die Premiere beginnt am Samstag, 30. März um 19.30 Uhr, eine weitere Aufführung gibt es am Sonntag, 31. März um 15 Uhr, jeweils im Jugendheim-Festsaal. Eintritt frei, Spenden willkommen, so die Initiatoren. Der Erlös wird für die Reinigung der Basilika-Orgel verwendet.

 
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