04.10.2020 - 17:40 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Goldene Bürgermedaille für Äbtissin Laetitia Fech

Die Stadt Waldsassen weiß um das herausragende Wirken der Äbtissin. Ihre besonderen Verdienste wurden mit der Goldenen Bürgermedaille gewürdigt.

Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl überbrachte die Glückwünsche der Pfarrei und Kirchenstiftung an Äbtissin Laetitia Fech.
von Josef RosnerProfil

Bürgermeister Bernd Sommer verlieh am Samstag die Goldene Bürgermedaille der Stadt mit Urkunde an Äbtissin Laetitia Fech. Im Anschluss an den Festgottesdienst fand im Rahmen eines kurzen Festaktes diese ganz besondere Ehrung statt, die nur an vier lebende Persönlichkeiten in Waldsassen gleichzeitig verliehen wird. Die Stadt würdigte damit das herausragende Engagement der Äbtissin um das Kloster. Am 3. Oktober vor genau 25 Jahren hatte sie damals das Amt übernommen.

Äbtissin eine Influencerin

Den Reigen der Grußwortredner eröffnete Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl, der sich entschuldigte, dass er wegen eines Requiems nicht am Festgottesdienst hatte teilnehmen können. Der Stadtpfarrer erinnerte an eine Ausstellung "Die Kaiserflüsterin" in Bingen und wandelte das Wort um in "Ministerpräsidentenflüsterin oder Ministerflüsterin": Denn nur dadurch war es möglich, das Kloster Waldsassen so umzubauen und herzurichten, wie es sich derzeit präsentiert. Der Stadtpfarrer ging sogar soweit und bezeichnete die Äbtissin als eine moderne Influencerin. "Sie hat die Gabe, mit den richtigen Leuten zur richtigen Zeit zu kommunizieren. Mit Charme und Hartnäckigkeit, dies zeichnet sie aus".

Der Stadtpfarrer sagte weiter: "Äbtissin Laetitia Fech hat sich große Verdienste um Waldsassen und das Stiftland erworben" und dankte ihr dafür. "Ich sage Ihnen ein Vergelt's Gott auch im Namen unserer Pfarrei und der Kirchenstiftung. "Wir sind mit einer tollen Gemeinschaft verbunden." Bürgermeister Bernd Sommer überbrachte die Glückwünsche aller politischen Vertreter und meinte: "Wir haben alle ein großes Herz für unser Kloster."

Nicht vergessen wollte er die Glückwünsche aller Bürgerinnen und Bürger. "Als Sie zu uns gekommen sind, haben Sie die Ärmel zurückgekrempelt und sich an Menschen gewandt, die Ihnen helfen konnten. Heute stehen wir vor einer wunderbaren Klosterkulisse. Der Spirit des Klosters ist auf uns alle übergesprungen. Geht es dem Kloster gut, geht es der Stadt gut", sagte der Bürgermeister. Sommer dankte für die Leistungen der vergangenen 25 Jahre und sicherte die weitere Zusammenarbeit der Stadt zu.

Gleich die Ärmel zurückgekrempelt

Für die Katholische Jugendfürsorge (KJF) gratulierte Direktor Michael Eibl, der die Äbtissin seit nunmehr zehn Jahren kennt. "Sie gehen auf die Menschen zu, Sie sind ein Lichtmensch und Lichtblick in unserer Zeit." Gemeinsam, so Eibl, hätten Kloster und KJF in Waldsassen etwas geschaffen, so der Sprecher im Hinblick auf die Sanierung des Mühlenviertels. "Vergelt's Gott für Ihre Leistungen, bleiben Sie weiter ein Lichtblick", schloss Eibl, ehe er ein herrliches Blumenpräsent überreichte.

Äbtissin Laetitia Fech sagte ein "großes Dankeschön" an alle Redner und Gäste. Ein Dankeschön für die Freundschaft galt Abtpräses Wolfgang Wiedermann. "Ich brauche auch in Zukunft einen Ozean voller Geduld und viel Gottvertrauen, dies wünsche ich mir an diesem heutigen Tag", schloss die Äbtissin ihre kurze Rede, ehe sie zum festlichen Mittagessen einlud.

Ein "Lichtmensch"

Strahlend und dankbar nahm Äbtissin Laetitia Fech die Goldene Bürgermedaille der Stadt Waldsassen von Bürgermeister Bernd Sommer in Empfang. Die Stadt würdigte damit das 25-jährige Wirken als Äbtissin des Klosters Waldsassen.

Zum Jubiläum der Äbtissin hat der Verein der Freunde des Klosters eine Festschrift herausgebracht

Waldsassen
KJF-Direktor Michael Eibl gratulierte der Äbtissin für die Katholische Jugendfürsorge.
Mit kurzen Worten dankte Äbtissin Laetitia Fech für die Ehrungen und Dankesworte. Seit 25 Jahren steht sie dem Kloster Waldsassen als Äbtissin vor.
Mit dem Segen Gottes und dem Te Deum endete die fast zweistündige Feier des Gottesdienstes und Festakt im Pausenhof der Mädchenrealschule. Den Segen spendete Abtpräses Wolfgang Wiedermann (links), mit im Bild Manfred Strigl und Pfarrer Simon Mayer (von rechts).
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