15.08.2018 - 15:06 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Gottesdienst, keine Show

Pfarrer Thomas Vogl ist es gewohnt, in einer vollen Basilika zu predigen. An Mariä Himmelfahrt mahnt und ermutigt er mit seiner Predigt vor vielen Tausend Gläubigen.

Festlich gekleidet verfolgen Mitglieder des Katholischen Frauenbundes Waldsassen den Fernsehgottesdienst, der live übertragen wird.
von Konrad RosnerProfil

(kro) Das Bayerische Fernsehen übertrug den 10-Uhr-Gottesdienst an Mariä Himmelfahrt live aus der schmucken und architektonisch beeindruckenden Basilika in Waldsassen. Vier Kamerateams waren in der Basilika postiert. Seit Montag liefen die Vorbereitungen für den Gottesdienst. Ein 30-köpfiges Team des Bayerischen Fernsehens sorgte dafür, dass alles fernsehgerecht und reibungslos ablief.

Monsignore Erwin Albrecht gab einige Minuten vor Beginn des Gottesdienstes und der Liveübertragung einige Infos an die Gläubigen in der vollen Basilika weiter. Albrecht freute sich: "Wir sind nun schon zum fünften Mal hier in Waldsassen, weil es hier so schön ist." Mit erläuternden Worten stimmte er auf den Gottesdienst ein: "Wir machen hier keine Show, wir feiern Gottesdienst." Mit einem Augenzwinkern meinte er: "Und vergesst nicht, nach dem Gottesdienst die Handys wieder einzuschalten." Auch wurde noch kurz das Gloria und das Hosanna gemeinsam mit dem Basilikachor und den Gläubigen geübt. Auf eine Sammlung während des Gottesdienstes wurde bewusst verzichtet, "denn es klackert immer so, oder habt ihr alle Papiergeld dabei". Dafür standen am Ende des Gottesdienstes Ministranten an der Ausgangstür der Basilika mit ihren Opferkörbchen.

Mit einem feierlichen Einzug der knapp 30 Ministranten, von Stadtpfarrer Thomas Vogl sowie den Pfarrvikaren Pater Marianus und Markus Hochheimer begann der Festgottesdienst in der hell erleuchteten Basilika. Nach den Worten "Jesus Christus ist das Ziel, wir grüßen ihn mit dem Kyrie" folgte das imposante Gloria von Basilikachor und Orchester. Judith Müller und Waltraud Illmann lasen die Lesungen, Gemeindereferentin Gertrud Hankl sorgte mit glasklarer Stimme für den Zwischengesang. Nach dem Evangelium, das Pfarrvikar Markus Hochheimer vortrug, ging Stadtpfarrer Thomas Vogl in seiner Predigt zunächst auf den Welterschöpfungstag ein, der in diesem Jahr schon am 1. August war. Der derzeitige Lebensstil der Menschen lasse eine Regenerationsfähigkeit der Erde immer weniger zu. Er würde es sich wünschen, wenn die Menschen diesen Tag zum Umdenken und zur Bewusstseinsstärkung nutzen würden, so Vogl. Maria habe eine besondere Beziehung zum Himmel, dies hätten schon die ersten Christen erkannt. Denn Maria preise Gottes schöpferisches Tun. "Wir müssen zwar sterben, werden aber in Christus wieder alle lebendig." Mariä Himmelfahrt lade dazu ein, aufmerksam für alles zu sein, was einem gut tue, und darüber nachzudenken, welche Freunde man habe oder wem man eine Stütze sein könne. Maria sei Schwester im Glauben. Der Welterschöpfungstag mahne zu einem anderen Lebensstil. Der Stadtpfarrer abschließend: "Gott ist ein Gott der ewigen Schöpfung. Er lässt uns sterben und auferstehen." Die Fürbitten trugen Äbtissin Laetitia und Elfriede Rosner vor. Stadtpfarrer Thomas Vogl segnete die mitgebrachten Kräuterbuschen des Katholischen Frauenbunds. Mit einem feierlichen Auszug aus der Basilika endete die Live-Übertragung des Festgottesdienstes in der Basilika.

Den Festgottesdienst in der Basilika zelebriert Stadtpfarrer Thomas Vogl (Mitte) mit den Pfarrvikaren Pater Marianus (links) und Markus Hochheimer (rechts).

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Fernsehgottesdienst in der Basilika

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp