03.06.2019 - 10:43 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Vom "guten Heimkommen"

Traumhaftes Sommer und eine großartige Resonanz belohnte die Mitglieder des Motorradclubs Waldsassen für die Vorbereitungen: Weiß-blau zeigte sich der Himmel zum Motorradgottesdienst in der Basilika.

von Redaktion ONETZProfil

Rings um die Stiftsbasilika am Basilikaplatz und dem Johannisplatz standen jede Menge Motorräder - ein seltenes Bild: Blitzblank poliert waren die Maschinen, ganz neue und ältere, mit zwei oder ab und an auch drei Rädern.

Knapp 500 Maschinen

Schätzungen der Veranstalter gehen von knapp 500 Maschinen aus, die beim Treffen dabei waren. Zur Eröffnung des Motorradfahrer-Gottesdiensts in der Basilika sang der "KiWi"-Chor, der an diesem Sonntag mit männlicher Verstärkung aufwartete, ein Lied von Coldplay und stimmte mit einem flotten Rhythmus die Gäste auf die heilige Messe ein. In der prall gefüllten Kirche - im Chorraum waren noch zusätzlich Stühle aufgestellt worden - begrüßte Pfarrer Thomas Vogl die Mitglieder des Motorradclubs Waldsassen, die Erstkommunionkinder sowie die Biker, die aus der näheren und weiteren Umgebung nach Waldsassen gefahren waren.

In seiner Predigt sprach der Stadtpfarrer und Dekan von der wieder stärker werdenden Beziehung zwischen der Kirche und den Bikern. Er erzählte von den "Jesus Bikern", die auf ihre ganz eigene Art den Glauben mit dem Motorradfahren vereinen. "Wer sein Bike signieren lassen möchte - ich stehe zur Verfügung", scherzte Vogl. Das sorgte für viel Gelächter bei den Gottesdienstbesuchern.

Außerdem ging der Geistliche darauf ein, was es bedeute, in der heutigen Zeit Christ zu sein. Von einer "Erwartungshaltung" und vom "Heimkommen" war die Rede. "Können wir Jesus noch erwarten?", hieß es in der Predigt.

Gesunde Spannung

Vogl zitierte die Bibel, in der es heiße, dass es mit einer "gesunden Spannung" gelinge, "Spur zu halten", um "ans Ziel zu kommen". In Bezug auf die Motorradfahrer sprach der Pfarrer vom "guten Ankommen" an allen Zielen. Es solle eine "gesunde Spannung" im Leben gehalten werden, um "nicht träge zu werden". Das "Zusammenkommen als Gesellschaft" sei wichtig in der heutigen Zeit. "Der Schmoll-Weg ist nicht der Weg der Christen", so Vogl. Er sprach sich für ein "aktiv werden" in der Gemeinschaft aus und wünschte sich, dass stets eine "gute Spannung" herrsche, um ein Ziel vor Augen zu haben und dort auch ankommen zu können.

Pfarrer Vogl wünschte in diesem Zusammenhang am Ende seiner Predigt allen Bikern ein "gutes Heimkommen". Die Fürbitten, die von Sophie Schoefl und Bastian Pritzl vorgetragen wurden, handelten von Sicherheit im Straßenverkehr. Am Ende der Messe bedankte sich Pfarrer Thomas Vogl beim Chor für die "flotten Gesänge".

Motorradkorso

Die Gäste belohnten den Auftritt der "KiWi's" mit reichlich Applaus. Im Anschluss an den Gottesdienst segneten Pfarrer Thomas Vogl und Pfarrvikar Markus Hochheimer die Motorräder, die auf dem Basilikaplatz abgestellt waren. In einem Korso verließen die Motorradfreunde den Basilikaplatz für eine Rundfahrt in Richtung Neualbenreuth. Am Parkplatz des Edeka-Markts Legat an der Mitterteicher Straße, wo sich die Teilnehmer am Vormittag vorm Gottesdienst trafen, klang das Treffen aus.

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