10.09.2018 - 13:33 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Heiliger Joseph muss noch helfen

Geschätzt mehr als 300 Interessierte informierten sich am „Tag des offenen Denkmals“ über die Mühlenviertel-Sanierung. Dabei ging es auch um die Kosten. Denn noch ist nicht alles in sprichwörtlich "trockenen Tüchern".

Viele Interessierte informierten sich am "Tag des offenen Denkmals" über die Sanierungsarbeiten im Mühlenviertel-Areal des Klosters. Äbtissin Laetitia Fech erläuterte von erhöhter Position aus die Einzelheiten.
von Autor KGGProfil

Schwester Laetitia Fech freute sich zu Beginn der Führungen über das große Interesse. Wie die Äbtissin ausführte, gehört auch dieses Areal mit zu den denkmalgeschützten Gebäuden des Klosters. In das an der Ecke Brauhausstraße stehende ehemalige Sudhaus, in dem im Oktober 1732 das erste Kloster-Bier gebraut wurde, wird am 3. Oktober ein Physiotherapeut mit seiner Praxis einziehen. Das mit einem kostbaren Gewölbe ausgestattete Gebäude bleibe im Ursprung erhalten.

Wie dazu Axel Rüth von den DP-Architekten aus Regensburg erläuterte, werde das Gewölbe künftig mit Strahlern besonders beleuchtet. Der Dachstuhl wurde erneuert und das Dachgeschoss ist mit Zustimmung des Denkmalbehörde zu Wohnräumen ausgebaut. Die angrenzende ursprüngliche Klostermühle ist 1933 abgebrannt und wurde ein Jahr später wieder durch einen Neubau errichtet. Dieser viereckige Mühlenkasten war 2016 abgerissen worden; nach den alten Plänen der ursprünglichen Klostermühle wurde nun neues Wohngebäude errichtet. In den anderen Ökonomiegebäuden, in denen sich auch die alte Schmiede befindet, entstehen insgesamt 24 Wohnungen für behinderte Menschen und deren Angehörige.

Durch die Nutzung der katholischen Jugendfürsorge sei das Inklusions-Thema in die Maßnahme mit einbezogen. Im Sommer nächsten Jahres soll es so weit sein. "Wir sind froh darüber, dass wir nach jahrelanger Planung und vielen Sorgen jetzt soweit gekommen sind", sagte die Kloster-Chefin. "Wir haben eine Nutzung aber auch Kosten", informierte Äbtissin Laetitia Fech über die finanzielle Seite. Ein Dank galt den Zuschuss-Gebern und insbesondere der Stadt Waldsassen mit Bürgermeister Bernd Sommer, den sie als "Glücksfall" hierfür bezeichnete.

Das Bauvolumen sei mit 11,4 Millionen veranschlagt und die Eigenleistung betrage 1,8 Millionen. "Davon habe ich derzeit 800 000 Euro zusammengebettelt", sagte die Äbtissin. Sie vertraue auf den Heiligen Joseph: Er blicke von ihrem Fenster aus auf das Mühlenviertel herab und werde bei der noch fehlenden größeren Summe helfen. Im Anschluss führten Axel Rüth und Michael Krapf vom Architekturbüro durch das Mühlenviertel-Areal und gaben den interessierten Teilnehmern Auskünfte über die bisher durchgeführten Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Aus Sicherheitsgründen durften die Gebäude zum großen Teil nur von außen betrachtet werden. Wie Rüth erklärte, wird in dieser Woche noch mit den Malerarbeiten an der Außenfassade begonnen. Die farbliche Gestaltung wird sich an der des Klosters orientieren, wie es hieß.

Viele Interessierte informierten sich am "Tag des offenen Denkmals" über die Sanierungsarbeiten im Mühlenviertel-Areal des Klosters.

Viele Interessierte informierten sich am "Tag des offenen Denkmals" über die Sanierungsarbeiten im Mühlenviertel-Areal des Klosters.

Viele Interessierte informierten sich am "Tag des offenen Denkmals" über die Sanierungsarbeiten im Mühlenviertel-Areal des Klosters.

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