„Ich war immer ein Hans-Guck-in-die-Luft“, sagt Jürgen Klein. Schon als Kind habe er den Wolken fasziniert zugesehen und nicht verstanden, wie sie sich so schnell auflösten oder neu formierten. Aus dem Himmelsgucker von damals ist längst ein erwachsener Mann geworden, der viele Jahre sein Geld mit Fotografie verdient hat. Heute ist Jürgen Klein im Ruhestand, wohnt mit seiner Frau Andrea im eigenen Haus in Waldsassen und fotografiert nur noch für sich privat, für den Verein Kunsthaus Waldsassen und aktuell im Auftrag einer Filmproduktionsgesellschaft. Nichts ist für ihn mehr verpflichtend. Deshalb kann er jetzt wieder wie als Kind viel Zeit den geliebten Himmelsphänomenen widmen.
Wolken zu fotografieren ist seine Leidenschaft geworden und bis heute geblieben. Jürgen Klein hat derart viele Motive, dass ihm die Auswahl für eine erste Fotoausstellung im Kunsthaus sehr schwer gefallen ist. Nun zeigt Klein seine Arbeiten in der Geschäftsstelle der Volksbank-Raiffeisenbank in Waldsassen. "Wolkenbaden“ in Bildern können Interessierte dort, bei einer Ausstellung im 1. Stock. Ein großes Dankeschön sagt Jürgen Klein Vorstand Thomas Wirth und Regionalmarktleiter Tilo Scharnagl für die Möglichkeit, vom 5. Mai bis einschließlich 30. Juni seine Werke präsentieren zu können.
Abwechslungsreiche Stimmunen
Nachdem er schon einmal 2019 wie erwähnt im Kunsthaus seine Wolkenbilder ausstellen konnte, zeigt er – mit zahlreichen neuen Motiven – noch einmal seine Himmelsbilder aus über sieben Jahren in seiner Wahlheimat Waldsassen und der Oberpfalz. 50 Motive hat er für die Präsentation auf Leinwand oder Spezialpapier gedruckt. „Die Oberbayern mögen vielleicht die schöneren Farben des Himmels besitzen, aber die Oberpfälzer haben die abwechslungsreicheren Wolkenstimmungen“, behauptet Klein als „Wolkensachverständiger“ lachend. Zum Beweis hat er eine große Fotoleinwand – eine Abendstimmung am Starnberger See unter die Wolkenformationen aus der Oberpfalz geschmuggelt.
Die gezeigten Himmelsbilder stammen unter anderem aus Regensburg, Schwandorf, Amberg bis Waldsassen. Klein möchte mit seinen Fotografien die „Handy-Generation“ ermuntern, nicht nur immer nach unten zu schauen, sondern den Blick nach oben zu richten. „Denn die Flüchtigkeit des Augenblicks, die jede neue Wolkenformation bedeutet, ist unwiederbringlich und einmalig.“
Ablenkung von Alltagsproblemen
Klein ist davon überzeugt, dass der Blick in den Himmel vielleicht auch von den Alltagsproblemen und den Krisen und Kriegen ablenkt. "Wer zu Gott betet, sollte dies ruhig auch einmal draußen tun, mit dem bewussten Blick in den Himmel", schlägt er vor. Außerdem tue Wolkenbaden der Seele gut.
Die Ausstellung beginnt am 5. Mai und endet am 30. Juni. Sie kann kostenlos besucht werden zu den üblichen Öffnungszeiten der Bank. Jürgen Klein verkauft die Leinwände oder Papierabzüge auch diesmal wieder zugunsten der Kinderhospizbegleitung des Hospizverein Amberg e. V. und freut sich auch über jede Spende für diese unterstützenswerte Einrichtung.













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