Waldsassen
23.07.2018 - 13:06 Uhr

Jahresringe weisen den Weg

Die Realschule im Stiftland verabschiedet 47 Absolventen. Dabei ragt Michael Schicker mit einem Notenschnitt von 1,08 heraus.

Die besten Absolventen an der Realschule im Stiftland bekommen Auszeichnungen. Unser Bild zeigt (erste Reihe, von links) Schulleiter Stephan Drexler, Viktor Milbauer, Lukas Eckert, Annalena Häring, Julian Brandner, Tim Bächer und Reiner Summer sowie (hintere Reihe, von links) Landratsvertreter Günter Kopp, Jakob Lippert, Manuel Frank, Fabian Zeidler, Michael Schicker und Bürgermeister Bernd Sommer. jr
Die besten Absolventen an der Realschule im Stiftland bekommen Auszeichnungen. Unser Bild zeigt (erste Reihe, von links) Schulleiter Stephan Drexler, Viktor Milbauer, Lukas Eckert, Annalena Häring, Julian Brandner, Tim Bächer und Reiner Summer sowie (hintere Reihe, von links) Landratsvertreter Günter Kopp, Jakob Lippert, Manuel Frank, Fabian Zeidler, Michael Schicker und Bürgermeister Bernd Sommer.

(jr) „Ihr steht jetzt an einem Wendepunkt des Lebens. Berufsausbildung oder weiterführende Schule stehen vor euch. Auf jeden Fall heißt es jetzt: 'Nimm dein Leben, mit dem was du gelernt hast, selbst in die Hand'“, sagte Schulleiter Stephan Drexler an die 47 Absolventen gewandt, die am Freitagnachmittag ihre Abschlusszeugnisse erhielten. Mit einer beeindruckenden Feier verabschiedete die Realschule im Stiftland ihre Abschlussschüler, darunter auch drei junge Damen. Musikalisch bereichert wurde die Feier von der Schulband unter Leitung von Katrin Weiß.

Humorvoll hieß Studienrat Reiner Summer die Gäste willkommen. „Hier und heute ist für euch ein besonderer Tag zum Feiern, wir feiern unseren erfolgreichen Abschlussjahrgang.“ Summer verhehlte nicht, dass auch die Lehrer ihren Teil zum erfolgreichen Abschluss mit beigetragen haben. Er sprach von einem hervorragenden Abschlussjahrgang mit tollen Noten, „das ist auch mit unser Verdienst“.

Drexler erinnerte daran, dass sechs Realschuljahre hinter den Absolventen liegen. „Bei eurer Mittleren-Reife-Prüfung habt ihr bewiesen, was ihr alles gelernt habt.“ Als Motto der Abschlussfeier hatte der Schulleiter einen Vers von Rainer Maria Rilke gewählt: „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehen.“ Nicht zuletzt deshalb erhielt jeder Abschlussschüler eine kleine Baumscheibe mit den Jahresringen. Drexler erklärte, dass "nicht jedes Jahr der gleiche enge Ring wächst. Nicht jedes Jahr verläuft optimal, keiner der Ringe ist kreisrund, so wie halt im richtigen Leben auch". Die Schüler könnten auf 16, 17 oder gar 18 Jahresringe des Lebens zurückblicken, ein Drittel davon verbrachten sie in der Realschule. „Mancher Jahresring ist etwas mager, nicht alle Jahresringe sind kreisrund, sie haben sich der Situation angepasst.“

Der Schulleiter zeigte sich überzeugt, dass die Jahresringe, die sich in der Schulzeit gebildet haben, kräftig genug seien, um für den Beruf oder die weiterführende Schule fit zu sein. „Knüpft an diese Ringe an.“ Die Absolventen bat er, „seid neugierig, seid fleißig und produziert jetzt große Ringe“. Mit Blick auf die Abschlussprüfungen sprach Drexler von einem hervorragenden Jahrgang. „Der Gesamtnotendurchschnitt war sogar besser als im Bayern-Schnitt, teilweise sogar extrem besser."

Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte Landratsvertreter Günter Kopp, der von einem besonderen Tag für die Schüler sprach. „Die Mittlere Reife ist ein guter Abschluss, der euch alle Möglichkeiten für die Zukunft bietet. Realschüler sind in unserer Gesellschaft in vielfältigen Bereichen gefragt. Ihr habt alle Chancen“. Gleichzeitig machte er deutlich, dass das Leben ein ständiger Lernprozess ist, der euch immer begleiten wird.

"Ihr dürft stolz sein. Ihr habt euch viel Wissen und soziale Kompetenzen angeeignet. Ihr dürft euch jetzt auf die Zukunft freuen, ihr habt alle Voraussetzungen dafür. Die Welt steht euch offen, wobei dies auch das Stiftland sein kann“, erklärte Bürgermeister Bernd Sommer. Nicht fehlen durfte sein Schlusssatz, wonach das alljährliche Klassentreffen aller Schüler immer der erste Sonntag im Juli beim Bürgerfest. Elternbeiratsvorsitzende Claudia Hart erinnerte an Höhen und Tiefen, die die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern weggesteckt haben. „Wir haben versucht, euch Wurzeln zu geben. Jetzt geht ihr eure eigenen Wege."

Schülersprecher Julian Brandner erinnerte an die sechsjährige Schulzeit und betonte: „Wir haben lange auf diesen Augenblick hingearbeitet.“ Kurz erinnerte er an die vor einem halben Jahr ausgeschiedene Rektorin Kerstin Janke, die beruflich nach Selb gewechselt ist. „Obwohl sie vor sechs Jahren mit uns an dieser Schule angefangen hat, hat sie nicht bis zum Ende durchgehalten“, sagte Brandner mit einem Augenzwinkern. Viel Lob gab es für die Realschule im Stiftland. „Sie ist für uns eine große Familie gewesen. Wir kommen gerne wieder.“

Verabschiedet wurden auch zwei langjährige Elternbeiräte. Diana Lenz gehörte dem Gremium sechs Jahre an, davon drei Jahre als Vorsitzende. Brigitte Sommer war fünf Jahre dabei. Drexler dankte den beiden Damen für ihr großes Engagement. „Der Elternbeirat ist das Bindeglied zwischen Schule und Schülern. Wir waren immer eine schöne Runde“, betonte er.






Infobox:

Die Besten

Den besten Notenschnitt schaffte Michael Schicker mit 1,08, vor Fabian Zeidler (1,25), Manuel Frank (1,33), Jakob Lippert (1,45), Tim Bächer (1,55), Julian Brandner (1,69), Annalena Häring (1,73), Lukas Eckert (1,82) und Viktor Milbauer 1,91.

Sechs Jahre gehörten Diana Lenz (Zweite von links) und fünf Jahre Brigitte Sommer (Zweite von rechts) dem Elternbeirat an. Ein Dankeschön dafür gibt es von Elternbeiratsvorsitzender Claudia Hart und Schulleiter Stephan Drexler. jr
Sechs Jahre gehörten Diana Lenz (Zweite von links) und fünf Jahre Brigitte Sommer (Zweite von rechts) dem Elternbeirat an. Ein Dankeschön dafür gibt es von Elternbeiratsvorsitzender Claudia Hart und Schulleiter Stephan Drexler.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.