Ein besonderes Geburtstagsgeschenk bereiteten sich und ihrem Publikum die Waldsassener Blechbläser: Das Konzert am Sonntag zum 40. Jubiläum in der Stiftsbasilika unter Leitung von Armin Scharnagl und mit Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter (Orgel) war ein imposantes Erlebnis.
„Herzlichen Glückwunsch!“ – so schallte es aus den Bankreihen dem Ensemble entgegen: Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl hatte das Publikum aufgefordert, gemeinsam im Sprechchor dem „Geburtstagskind“ zu gratulieren. Es brauche solche Stunden im Leben, so der Pfarrer über die dargebotene Musik, in der etwas leuchtet und glänzt – „nicht nur die Instrumente, sondern auch die Musik, die damit gemacht wird, allein um Gott zu loben“.
„Laudate Dominum“: Das klangvolle Lob Gottes erzeugte immer wieder Gänsehautmomente bei den Zuhörenden. Die Interpreten ergänzten sich mit ihren Instrumenten perfekt. Zwischendurch stellten die Bläser vorm Volksaltar und der Organist am Spieltisch im Seitenaltar wiederholt, auch jeder für sich, ihre Perfektion und Virtuosität unter Beweis.
Werke alter Meister sowie zeitgenössischer Komponisten enthielt das Programm. Zu hören waren etwa von Anton Bruckner (1824 bis 1896) „Locus iste“ oder von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus dem Oratorium „Elias“. Von Léon Boëllmann (1862 bis 1897) erklang die „Suite gothique op. 25“ mit „Prière à Notre-Dame“ und „Toccata“, die in Waldsassen auch bei festlichen Anlässen während des Kirchenjahres zu hören sind. Voller Rhythmik und Schwung interpretierten die Blechbläser das Stück „Palladio“ von Karl Jenkins (1944) mit exakten Staccato-Einsätzen.
Einen gewaltigen und markanten Abschluss des Konzerts bildete die bekannte „Toccata“ aus der „Symphonie V pour orgue op. 41,1“ von Charles-Marie Widor (1844 bis 1937): Die vorgestellte Bearbeitung des Orgelwerks wurde durch kraftvolle Bläsereinsätze optimiert. Das Publikum gab stehenden Applaus; als abschließende Zugabe musizierten die Bläser „The Clare Benediction“ von John Rutter.













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