17.12.2019 - 11:20 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Kindergarten Auenland in attraktiver Lage

Einen Arbeitstitel gibt es bereits für das Projekt. Schon der Name deutet darauf hin: Einen Schwerpunkt in der Betreuungseinrichtung wird die Natur bilden.

In der Grünanlage zwischen der Bebauung am Pencoed-Ring und der Zieglerbrauerei soll der dritte Kindergarten in Waldsassen entstehen. Der Stadtrat hat dafür am Montag den Bebauungsplan Zieglerrang geändert.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Ein drittes Kinderhaus steht an", erklärte Bürgermeister Bernd Sommer in der letzten Sitzung des Stadtrats in diesem Jahr am Montag. Dort wurden wichtige Weichen für die Verwirklichung des Vorhabens in attraktiver Stadtrandlage gestellt. Als Grundstück wurde die "Hügellandschaft", so Sommer gegenüber Oberpfalz-Medien, zwischen der Bebauung am Pencoed-Ring und dem Stationsweg ausgesucht.

Die Änderung des Bebauungsplanes "Am Zieglerrang" hat das Gremium einstimmig gebilligt. Als nächster Schritt soll dann die Vergabe an einen Architekten folgen. Errichtet wird der Bau von der Stadt Waldsassen, als Träger fungieren die Johanniter.

Interimslösung

"Im Herbst werden wir starten", gab Sommer den Zeitplan vor. Zuerst gibt es eine Interimslösung. Voraussichtlich in der früheren Hausmeisterwohnung der Markgraf-Diepold-Grundschule soll der Kindergartenbetrieb mit zunächst einer Gruppe beginnen. Dann sei der aktuelle Engpass erst einmal beseitigt.

Im neuen Domizil ist der Auftakt dann im September 2021 vorgesehen, wobei dies als eine Art "Wunschtermin" zu sehen sei. "Sehr sportlich" sei dies, bekannte Sommer in Anbetracht der Situation der Baubranche mit gefüllten Auftragsbüchern.

Schöne Hügellandschaft

"Wir schauen mal, wie wir das machen", erklärte Sommer im Vorfeld zur Gestaltung. Der Kindergarten Auenland ließe sich gut in die schöne Hügellandschaft mit einbinden. Für die Einrichtung werden mindestens 4500 Quadratmeter Fläche benötigt. Die Nähe zum Kapplwald sowie der Schlittenhang böten ideale Möglichkeiten für das Kinderhaus. Sommer legt aber Wert darauf, dass es sich nicht um einen "Waldkindergarten" handelt: "Da wäre dann nur ein Bauwagen in den Wald hineingeschoben."

In den Unterlagen zur Dezember-Stadtratssitzung wird im Zusammenhang mit dem Kindergarten-Neubau die Möglichkeit der Bebauungsplanänderung im sogenannten vereinfachten Verfahren erwähnt. Die Umsetzung in Eigenregie durch das Bauamt im Rathaus müsse die übergeordnete Behörde am Landratsamt genehmigen. "Ich habe noch keine Antwort erhalten", erklärte dazu Bauamtsleiter Martin Rosner auf eine Anfrage aus den Reihen des Stadtrats.

In der Grünanlage zwischen der Bebauung am Pencoed-Ring und der Zieglerbrauerei soll der dritte Kindergarten in Waldsassen entstehen. Der Stadtrat hat dafür am Montag den Bebauungsplan Zieglerrang geändert.
Oberhalb des Spielplatzes im Wohngebiet "Schützenstraße rechts" in Richtung Kapplwald soll der dritte Kindergarten in Waldsassen entstehen.
Im Blickpunkt:

Noch weitere Flächen zur Auswahl

Im Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses, den Vorsitzende Monika Gerl in der Sitzung am Montag vorstellte, war der Kindergarten-Neubau ebenfalls ein Thema: In der schriftlichen Vorlage sind die Alternativ-Standorte im Stadtgebiet Waldsassen genannt, jeweils sowohl mit den positiven und den negativen Merkmalen der Vorschläge.

Der Ausschuss hatte die Flächen alle besichtigt. Neben dem nun ausgewählten Grundstück am Zieglerrang standen noch folgende Grundstücke zur Diskussion: Eichendorfstraße/Schulstraße bei der Realschule, der Spielplatz unterhalb der Grundschule an der Lämmerstraße, die Grünanlage am Freizeitgelände Werk B, zwei Grundstücke an der Jakob-Steinfels-Straße, eine Fläche unterhalb des Schützenheims.

Dem Bericht des Ausschusses zufolge spricht für das Grundstück am Zieglerrang neben der idyllischen Lage die leichte Erreichbarkeit über den Fußweg vom Wohngebiet Schützenstraße rechts aus. Die Verkehrsanbindung wäre über den Stationsweg möglich, Parkplätze könnten gegenüber der Zieglerbrauerei angelegt werden. Zu bewerten wären den Angaben zufolge die, wie es heißt, "Befindlichkeiten von Anliegern" im Hinblick einer "subjektiv empfundenen Lärmbelästigung in Wohnbaugebieten durch einen Kindergarten".

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