12.11.2018 - 16:41 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Klangerlebnis in der Basilika

Über Wochen haben sich die Chöre aus Waldsassen und aus Blansko in Tschechien unabhängig voneinander vorbereitet. Nur zwei Proben stehen auf dem Plan, ehe die Aufführung folgt. Die wird ein großartiger Erfolg.

Im Jugendheim tauschen die Vertreter der beiden Chöre Geschenke aus. Für die Gäste aus Blansko gibt es eine CD-Aufnahme der "Elias"-Aufführung von 2017 in der Basilika. Von links Maria und Andreas Sagstetter zusammen mit Dalibor Sevcik und Stadtpfarrer Thomas Vogl.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Zum zehnten Mal standen am Wochenende der Chor der Basilika Waldsassen und der Chor Rastislav aus Blansko in der Nähe von Brünn/Südmähren gemeinsam vorm Hochaltar in der Basilika. Unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter und von Jaroslav Martinásek gestaltete der imposante Chor mit rund 90 Leuten ein beeindruckendes Konzert. Traditionell klang der Abend für die Mitwirkenden im Jugendheim-Festsaal aus. Vor dem gemeinsamen Essen sagte Stadtpfarrer Thomas Vogl ein "Dankeschön für dieses hervorragende Konzert". Es sei ein großartiger Erfolg gewesen für alle, die daran beteiligt waren. "Die Stimmung in der Basilika hat es auch deutlich gemacht, dass die Leute begeistert waren davon."

An Dalibor Sevcik gewandt - der Rastislav-Chorsänger fungierte am Wochenende als Übersetzer - fragte Vogl, ob es im Tschechischen ein Wort dafür gebe: "Im Deutschen würde man sagen: das war ein Klangerlebnis." Die Verantwortung trügen die beiden Chorleiter, Jaroslav Martinásek und Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter. Stadtpfarrer Thomas Vogl schilderte seine Gedanken während des Konzerts - "Messa di Gloria" von Puccini auf der einen Seite, Dvorák auf der anderen mit seinem eigenen Klang. "Wie arm wäre unsere Welt, wenn Völker mit ihrer Kultur für sich bleiben würden und sich nicht gegenseitig bereichern, wie wir das mit der Musik heute wieder erleben durften." Pfarrer Vogl dankte für die Zusammenarbeit seit zehn Jahren und mehr noch für die Freundschaft zwischen den Chören und somit zwischen beiden Ländern. "Das wirkt über so ein Konzert hinaus und kann das schaffen, was wir in diesen Tagen bedenken müssen - den Frieden, die Einheit, den Zusammenhalt der Menschen."

Vor ihrer Rückreise nach Südmähren formieren sich die Rastislav-Choristen zum Abschieds-Ständchen.

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