Die in Falkenberg aufgewachsene Musikerin Phela suchte den Kontakt mit ihrem Publikum hautnah und kam von der aufgebauten Plattform mit Geige und Mikrofon spontan herunter. Singer/Songwriter Matze Wolf aus Bärnau verblüffte nicht nur mit einem neuen Kurzhaarschnitt. Und Blues- und Jazzmusiker Wolfgang Bernreuther, geboren in Waldsassen, schenkte dem Publikum während seines Auftritts in den Abendstunden sein ganzes Musikerherz, inklusive sein großartiges Können.
In drei Sätzen kann, was die drei aufgetretenen Bands angeht, das erste Kleinkunst-Festival des Vereins Kunsthaus Waldsassen damit als durchwegs positiv bezeichnet werden. Sogar das Wetter spielte trotz gegenteiliger Prognosen mit und die Vereinsmitglieder taten ihres dazu, mit Speis und Trank und Service dem Publikum eine wunderbare Festivalstimmung zu schenken. Es fühlte sich an wie eine große Geburtstagsparty in einem riesigen Outdoor-Wohnzimmer.
Profimusiker aus dem Stiftland
Und das sollte es auch sein: Ein Geschenk an die Bevölkerung zum fünften Kunsthaus-Geburtstag. Deshalb hat es das Festival im Preisvergleich zu Einzelkonzerten in der Region sozusagen umsonst gegeben. Nur, leider, leider, haben es viele versäumt, dieses großartige Angebot anzunehmen. Leute, wo wart ihr denn am Samstag? Endlich mal ein echtes Festival mit drei großen Profimusikern, die noch dazu ihre Wurzeln in der Heimat Stiftland haben: Wenigstens gut 120 Gäste haben die Gunst der Stunde erkannt und ihre Entscheidung gewiss nicht bereut.
Teils kamen die Zuhörer bis aus Schwandorf, Würzburg und Regensburg angereist, um mit Phela, Matze Wolf und Wolfgang Bernreuther (alle mit Band) drei Ausnahmemusiker der nationalen Musikszene am Stück erleben zu können. Phela, Sängerin und Geigenspielerin mit exquisiten Qualitäten begeisterte mit ihrer Klassik-Rockband und ihrer Leidenschaft zur absoluten Publikumsnähe. Matze Wolf lieferte mit seiner Band "Widersacher aller Liedermacher“ den Beweis, dass sein Talent zur etwas anderen Musikszene beim Debüt auf der Kunsthausbühne vor fünf Jahren vom damaligen Publikum richtig erkannt wurde.
Herzerwärmende Spielfreude
Und Wolfgang Bernreuther? Er wäre nicht Wolfgang Bernreuther gewesen, hätte er nicht sein Musikerherzblut einmal mehr beim Auftritt über seine Fans ausgeschüttet. Allen drei Musikern wird nachgesagt, sie hätten beim KuWa-Festival ihr Bestes gegeben, was durch leidenschaftliche Musikdarbietungen, unglaubliche Kreativität bei Text und Komposition und einer herzerwärmenden Spielfreude nicht nur hörbar war, sondern auch fürs Auge etwas bot.
Im Fazit ein durchweg schöner Erfolg für das Kunsthaus Waldsassen und seine fleißigen Mitglieder aus der Musiker- und Künstlergilde. Vorsitzender Wolfgang Horn sagt allen Helfern ein herzliches Dankeschön. Wer das Outdoor-Wohnzimmerfestival versäumt hat, ist selbst schuld.
Kunsthaus Waldsassen
- Eröffnung im September 2016; der frühere Malzer-Stadel wurde von der Stadt Waldsassen saniert
- Idee für die Sanierung des denkmalsgeschützten Anwesens entwickelten im November 2012 Wolfgang Horn und Markus Braun
- Der Verein Kunsthaus Waldsassen wurde ebenfalls 2012 gegründet; Horn und Braun sind seither Vorsitzende (Quelle: Wikipedia)


















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