07.06.2021 - 13:03 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Motorradgottesdienst in Waldsassen: Zeichen für den Zusammenhalt

Die Mitglieder des Clubs feierten ihren Gottesdienst zum zweiten Mal anders als in den Jahren zuvor. Auf die Fortsetzung einer besonderen Tradition aber wollten sie nicht verzichten.

von Josef RosnerProfil

Nur in abgespeckter Form ist am Sonntag der Motorradfahrergottesdienst in der Basilika gefeiert worden. Anstatt der sonst üblichen 400 bis 500 Teilnehmer waren es dieses Mal nur bis zu 40 – überwiegend aus den Reihen des Motorradclubs Waldsassen 1988.

Vorsitzender Franz Härtl sagte auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien: "Wir haben wegen Corona auf eine Werbung verzichtet und wollten diesen Gottesdienst nur in kleinem Rahmen begehen. Mal schauen, ob es im kommenden Jahr wieder möglich ist.“

In der Basilika freute sich Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl darüber, dass die Motorradfahrer trotz allem an der Tradition eines Gottesdienstes festhalten „Ich hoffe doch sehr, dass es im kommenden Jahre wieder möglich sein wird, den Motorradgottesdienst wie früher zu feiern“, sagte der Stadtpfarrer.

Ausdrücklich dankte er den Mitgliedern des Motorradclubs Waldsassen, dass sie ihre abgelegten Helme wieder zu einem Kreuz vor dem Altar geformt haben – so wie in den vielen Jahren zuvor auch. „Dies bedeutet, wir legen Gott unsere Herzen zu Füßen.“ Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Trio Florian, Paul und Norman herausragend mit englisch- und deutschsprachigen Liedern begleitet.

Verantwortung füreinander

Gleich zu Beginn seiner Predigt stellte der Stadtpfarrer den Zusammenhalt der Motorradfahrer heraus. Gezeigt wird dies nicht zuletzt mit der Kluft, die sie tragen. „Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, dieses verschworen sein ist immer wieder aufs Neue beeindruckend. Es ist dieser Spirit, der verbindet." Er zeige, wir alle hätten Verantwortung füreinander – hier im Club, aber auch in der Familie.

Pfarrer Vogl spannte den Bogen zu Jesus. Auch hier gebe es ein Zusammengehören. „Gemeinsam lässt sich der Wille Gottes am ehesten erfüllen, alleine sind wir oft zu schwach.“ Allerdings habe der Mensch schon immer ein Problem den Willen Gottes zu erfüllen. Dabei habe Gott habe keine Verbote, sondern nur Gebote geschaffen.

Wille Gottes im täglichen Leben

„Gott sucht nach den Menschen. Er will, dass er den Willen Gottes erfüllt.“ Pfarrer Vogl räumte ein, dass dies für Menschen nicht immer machbar sei und er an seine Grenzen stoße. Dennoch sei der Wille Gottes greifbar und erlebbar im täglichen Leben.

Die Motorradfahrer bat der Pfarrer um weiteren Zusammenhalt. „Gemeinsam seid ihr eine große Gemeinschaft, Gott wird euch finden.“ Nach dem Gottesdienst gab es nur eine kleine interne Rundfahrt des Waldsassener Motorradclubs, ehe sich die Gemeinschaft wieder auflöste.

Bereits vergangenes Jahr gab es einen Motorradgottesdienst in abgespeckter Form

Waldsassen

„Dies bedeutet, wir legen Gott unsere Herzen zu Füßen.“

Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl über die vorm Altar abgelegten Motorradhelme

Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl über die vorm Altar abgelegten Motorradhelme

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