(exb) Eisel zählt zu den interessantesten Klezmermusikern Europas und wird als die "sprechende Klarinette" bezeichnet. Wer ihn einmal gehört hat, weiß warum. Klezmer wird als jüdische Musik bezeichnet, meint aber eigentlich viel mehr den Musiker, der Musik zulässt. "Alles ist im Fluss. Musik wird zum Medium ähnlich wie unsere Sprache", heißt es dazu in der Pressemitteilung. Das war den Jugendlichen fremd und so begann der Workshop mit Rhythmusübungen. Sie wurden immer weiter ausgebaut, bis ein typischer Freilach entstand - Ein Stil, der in der jüdischen Musik für Lebensfreude steht und oft auf Hochzeiten gespielt wird. Diesen Freilach hat der Musiker extra für die Arbeit mit den Schülern der 8. Klasse komponiert ebenso wie das zweite Stück, den Listen&Move-Blues. Unterstützt wurde er dabei von Assistentin Franka Plößner, die die Jugendlichen an den Boomwhackers und an deren Instrumenten Einsätze zeigte und selbst an ihrer Klarinette mitspielte. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Improvisation - spontanes Musizieren ohne Noten - basierend auf der eigenen Kreativität. Das Ergebnis der Aktion ist dank der Mithilfe des Jugendmedienzentrums T1 unter der Anleitung von Philipp Reich auf der Homepage der Realschule im Stiftland zu sehen. Es entstand ein Kurzfilm, der die Arbeit von "Listen&Move" - jüdische Musik mit Helmut Eisel und Franka Plößner - und dem Besuch von Dorothea Woizechowski-Fried (eine Jüdin zu Besuch (wir berichteten) zeigt.
Helmut Eisel folgte einer Einladung der Lehrerinnen Katrin Weiß (Musik) und Birgit Plößner (Ernährung und Gesundheit). Unterstützt wurde dieser Aktionstag vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über das Bundesprogramm "Demokratie leben", das Mittel bereitgestellt hat.
Waldsassen
05.07.2018 - 12:24 Uhr
Wenn Musik zur Sprache wird
von Externer Beitrag
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