Waldsassen
20.01.2026 - 14:04 Uhr
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Mutmaßlicher Mord in Waldsassen: Das ist Stand der Ermittlungen

Eine schreckliche Gewalttat Anfang Dezember hielt Waldsassen tagelang in Atem. Ein 67-Jähriger hatte einen 64-Jährigen erschossen. Wie weit sind die Untersuchungen? Oberpfalz-Medien hat bei der Staatsanwaltschaft Weiden nachgefragt.

In einem Wohnhaus in der Waldsassener Innenstadt hatte ein 67-Jähriger Anfang Dezember einen 64-Jährigen erschossen. Archivbild: jr
In einem Wohnhaus in der Waldsassener Innenstadt hatte ein 67-Jähriger Anfang Dezember einen 64-Jährigen erschossen.

In der Waldsassener Innenstadt hatte ein 67-Jähriger am Donnerstag, 4. Dezember, gegen 8 Uhr einen 64 Jahre alten Mann in dessen Wohnung erschossen. Beide Männer wohnten im selben Haus in einer Einbahnstraße neben einer viel befahrenen Straße: der mutmaßliche Täter im Erdgeschoss und das Opfer im zweiten Obergeschoss unter dem Dach. Nach der Tat stellte sich der 67-Jährige selbst der Polizei, die ihn verhaftete. Der Fall sorgte in der Klosterstadt tagelang für Gesprächsstoff, das Entsetzen war groß.

In der Wohnung des Beschuldigten fanden die Ermittler mehrere Schusswaffen. Experten des Bayerischen Landeskriminalamts und des Rechtsmedizinischen Instituts der Universität Erlangen unterstützten die kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Einsatzort, um den Tathergang zu rekonstruieren. Tatwaffe war wohl eine Pistole mit dem Kaliber 9mm, die der 67-Jährige als Jäger und Inhaber eines Jagdscheins besitzen durfte.

Die weiteren Untersuchungen hatten ergeben, dass es sich bei der Gewalttat mutmaßlich um Mord handelte. "Der Beschuldigte soll den Getöteten heimtückisch, das heißt, ohne dass sich dieser aufgrund seiner Arglosigkeit eines Angriffs versehen hat, getötet haben. Die Obduktion hat ergeben, dass die Todesursache ein Schuss in den Kopf des Opfers war", informierte Staatsanwalt Matthias Bauer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Weiden, im Dezember auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft war der 67-Jährige einen Tag nach der Tat dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser hatte Haftbefehl erlassen. Der Tatverdächtige kam anschließend in eine Justizvollzugsanstalt, wo er seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

Die Ermittlungen seien knapp eineinhalb Monate nach der Tat noch nicht abgeschlossen, antwortete Bauer nun auf die Frage von Oberpfalz-Medien nach neuen Erkenntnissen. Verschiedene Dinge müssten noch geprüft werden, was noch dauern werde. Mehr konnte der Pressesprecher zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

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Waldsassen04.12.2025
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