Rund dreieinhalb Jahre wirkte Pater Marianus Kerketta als Pfarrvikar in Waldsassen. Nun gilt es Abschied zu nehmen für den allseits beliebten Geistlichen. Ab 1. September wird er in der Seelsorge in der niederbayerischen Pfarreiengemeinschaft Gangkofen eingesetzt. An diesem Samstag, 28. Juli, findet um 18 Uhr ein Abschiedsgottesdienst in der Basilika statt. Im Anschluss daran lädt die Pfarrei zu einem Abschiedstreffen im Pfarrgarten ein, wo Pater Marianus auch für persönliche Gespräche zur Verfügung steht.
Pater Marianus, der dem Orden der Missionare des heiligen Franz von Sales angehört und im August 41 Jahre alt wird, war vom 1. September 2013 bis April 2015 zunächst in der Pfarrei Neukirchen zu Sankt Christoph tätig, ehe er nach Waldsassen versetzt wurde. Pater Marianus hat es in der Klosterstadt sehr gut gefallen. "Hier in Waldsassen ist ein sehr gutes Team", sagt der Pater. "Der Stadtpfarrer ist ein toller, ein feiner Mensch, und sehr brüderlich. Er ist für mich wie ein Bruder." Auch von den Menschen hier könne er nur Gutes berichten: "Die Leute hier sind sehr nett und hilfsbereit." Kerketta ist dankbar dafür, dass er sich hier so schnell eingewöhnen und viele Bräuche kennenlernen durfte. Angesprochen darauf, was der größte Unterschied zwischen Deutschland und Indien ist, sagte er lachend: "In Deutschland ist alles organisiert und geregelt, es läuft alles geplant ab." In Indien sei dies völlig anders. Wenn man dort einen Menschen besuchen will, gehe man einfach hin. "Ist er da, ist es gut, wenn nicht dann gehe man halt wieder." Zur aktuellen Hitzewelle sagt er, dass die aktuell 30 bis 35 Grad für indische Verhältnisse wenig seien. In Indien habe es im Sommer zwischen 40 und 45 Grad. Voll des Lobes ist er über die hiesige Küche, Schnitzel und Schweinebraten sind seine Lieblingsessen. "Das Essen hier ist sehr gut."
Pater Marianus geht auf Menschen zu, nicht nur in der Pfarrei. So ging er beim Tischtennisclub Konnersreuth, wenn es die Zeit erlaubte, auch seinem Hobby, dem Tischtennisspielen nach. Bei den Schachfreunden Mitterteich bestritt er sogar zwei Punktspiele: "Ich habe beide gewonnen", erzählt er voller Stolz. Unbedingt wollte er ein bayerisches Kartenspiel, das Schafkopfen, erlernen. Doch dies gab er nach einiger Zeit wieder auf. "Denn es ist ein sehr schweres Spiel."
Probleme bereitete ihm anfangs der Dialekt in der Region. In Indien habe er einige Deutsch-Kurse besucht. Er sei der Meinung gewesen, dass er einigermaßen gut deutsch spreche und auch verstehe. In der Oberpfalz angekommen, habe er jedoch kein einziges Wort verstanden. Nun nach insgesamt fünf Jahren sei dies anders: Er verstehe auch den Dialekt, wenngleich er ihn nicht sprechen könne.
Waldsassen
27.07.2018 - 08:51 Uhr
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von Konrad Rosner
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