05.10.2018 - 16:20 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neubeginn mit Doppelspitze

Die neuen Vorsitzenden sind Experten in ihren jeweiligen Fachgebieten: Dr. Christoph Goppel und Dr. Tobias Appl sollen künftig eine Brücke zwischen den einzelnen Säulen der Stiftung sein.

Neu formiert hat sich die Spitze des Kuratoriums der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrm Abtei Waldsassen. Von links Vorsitzender des Stiftungsvorstands und Bürgermeister Bernd Sommer, Sitftungsratsvorsitzende Äbitssin Laetitia Fech, Karl Haberkorn, Toni Hinterdobler, Christoph Goppel, Johanna Härtl, Tobias Appl und Ludwig Spreitzer.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Das Kuratorium der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum (KuBZ) Abtei Waldsassen richtet sich neu aus ‒ sowohl personell mit einer "Doppelspitze" als auch inhaltlich. Dr. Christoph Goppel ist Vorsitzender für den Bereich Umweltbildung und Natur und Dr. Tobias Appl für Religion und Kultur. Beide treten die Nachfolge von Hans Reiner Meindl an, der auf eigenen Wunsch das Amt des Vorsitzenden niederlegte. Künftig im Gremium engagiert mitarbeiten wird auch Toni Hinterdobler, der frühere Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz.

Bezirksheimatpfleger Appl gehört dem Kuratorium schon seit einiger Zeit an. Er sagte vor der Wahl anlässlich der Herbstversammlung im Gästehaus St. Joseph, die Schwerpunkte der Stiftung ‒ Religion, Musik, Kultur und Bildung ‒ seien in der Gegenwart wichtiger denn je. Neu im Gremium vertreten ist Christoph Goppel. "Mein Vater hätte heute Geburtstag", sagte der Sohn des früheren Ministerpräsidenten Alfons Goppel und erinnerte sich an seinen ersten Besuch in Waldsassen ‒ zur Erhebung der Basilika im Jahre 1969.

Der frühere Direktor der der Bayerischen Akademie für Landschaftspflege würdigte die Arbeit in der "guten und vorzeigefähigen Umweltstation". Es sei nun an der Zeit, dass sich die Gesellschaft mehr in Richtung Nachhaltigkeit orientiere; man befinde sich in einer Epoche, wo Werte immer mehr in den Hintergrund geraten. Es sei an der Zeit Stiftung und Stiftungswillen neu zu beleben. Die Voraussetzungen seien nun gut gegeben. Die offene Wahl per Handzeichen leitete Bürgermeister Bernd Sommer. Dessen "Mitbegleiten des Prozesses im Hintergrund" in den vergangenen Monaten unterstrich Äbtissin Laetitia Fech, Vorsitzende des Stiftungsrats.

Unabdingbar sei für die inhaltliche Neugestaltung und die zukünftigen Veranstaltungen und Angebote von KuBZ und Umweltstation sei der Aufbau eines besonderen Profils. Dabei sollen die Kompetenzen als Kuratoriums-Mitglieder noch lebendiger und effektiver als bisher eingebracht werden. Der Arbeitsausschuss Kultur wird geleitet von Ludwig Spreitzer und begleitet von Tobias Appl. Um den Bereich Natur und Umwelt kümmert sich der Ausschuss unter Leitung von Karl Haberkorn; Christoph Goppel wird den Ausschuss mit begleiten.

Keinen Vorsitzenden hat der Arbeitsausschuss Wirtschaft; er solle künftig vermittelnd wirken. Wie dies konkret aussehen könnte, skizzierte Toni Hinterdobler: Es gelte die Abtei Waldsassen bei Unternehmen künftig mehr ins Bewusstsein zu rücken, auch als Tagungsort. Sprichwörtlich besser ins Licht rücken ließen auch die in den Gebäuden der Abtei verwendeten neuen energetischen Technologien. Dabei war für Hinterdobler etwa auch eine spezielle Baumesse denkbar.

Die Mitglieder der Ausschüsse planten zuletzt noch die weiteren Vorhaben: Dabei sammelten die Mitglieder spontan Ideen und notierten sie ‒ nach dem Vorbild der Gesprächskreise zur Vorbereitung des Bewerbungskonzepts für die Gartenschau, erklärte Johanna Härtl als Leiterin des KuBZ und der Umweltstation.

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"Ich werde ihn als Vorsitzenden vermissen", erklärte Äbtissin Laetitia Fech zu Beginn der Sitzung des Kuratoriums: Unter Punkt 2 der Tagesordnung stand die Verabschiedung von Hans Reiner Meindl. Doch der bisherige Gesellschafter-Geschäftsführer der Glashütte Lamberts, der das Unternehmen Ende September verkauft hat, war gar nicht da. Er sei in den USA unterwegs, um für die Glashütte noch wichtige Aufträge an Land zu ziehen, wie die Äbtissin sagte. "Er viele Jahre an meiner Seite", blickte die Chefin der Abtei zurück auf die Zeit seit Ende Januar 2012. Damals hatte Meindl den Vorsitz im Kuratorium der Stiftung übernommen. "Es war ein vertrauensvolles gutes Miteinander, für das ich ihm aufrichtig danke." Es sei Meindls Wunsch gewesen den Vorsitz abzugeben; er wolle kürzer treten hinsichtlich verantwortungsvoller Aufgaben. Die Äbtissin habe ihn zunächst noch überreden wollen, doch dies habe sie dann bald aufgegeben. Auf den ausdrücklichen Wunsch der Äbtissin wird Meindl auch künftig dem Kuratorium angehören. "Er kann uns weiter mit seinem Wissen, seinem Netzwerk zur Seite stehen udn will uns auch weiterhin unterstützen."

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