07.05.2019 - 12:01 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Ein neuer Weg voller Überraschungen

„Eine gesunde Beziehung zur Natur, zu den Naturgesetzen und Pflanzen hilft uns dabei mit uns selber ins Lot zu kommen", erklärte Äbtissin Laetitia Fech beim Start der neuen Kräuterführer-Ausbildung in der Umweltstation Waldsassen.

Zum Teil von weit her reisen die 22 Frauen und die 3 Männer zum neu gestarteten Kräuterführer-Lehrgang an. Im Bild die Teilnehmer zusammen mit (von rechts) Teamassistentin Brigitte Sommer, Äbtissin Laetitia Fech, KuBZ-Stiftungs-Vorstand Bürgermeister Bernd Sommer, Geschäftsstellenleiterin Johanna Härtl und Else Köstler (AELF).
von Autor KGGProfil

Geschäftsstellenleiterin Johanna Härtl freute sich nach einem Gläschen Begrüßungssekt die insgesamt 25 Teilnehmer - 22 Frauen und 3 Männer – sowie Gäste begrüßen zu dürfen. Härtl ging kurz auf den Beginn die Kräuterführer-Ausbildung im Jahr 2008 durch Marco Werner und der Umweltstation Burg Hohenberg in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF) Tirschenreuth ein. Bisher konnten rund 250 Frauen und Männer ausgebildet werden. Ziel der Ausbildung sei es, altes Wissen über Heilpflanzen und ihre Verwendung weiter im Bewusst sein zu halten und dies weiterzugeben an andere.

Im Laufe des Kurses werde von kompetenter Seite her das Wissen über Heilkräuter und deren Verwendung vermittelt. Die Pflanzenbestimmung nehme einen besonders großen Teil der Ausbildung ein, sagte Johanna Härtl. Viele der zertifizierten Kräuterführer hätten dies schon zu ihrem Beruf gemacht und selber Produkte entwickelt, die im Gartenladen mit angeboten werden.

„Ihr beginnt einen Weg, der viele Überraschungen bereithält", sagte Äbtissin Laetitia an die Kursteilnehmer gewandt.Viele fragten sich: "Warum mache ich das und warum das in einem Kloster?" In der Abtei und im Naturerlebnisgarten würden In der Abtei und im Naturerlebnisgarten werde immer mehr mit der Tradition des Kräutergartens der Klöster ein unvergessener Schatz neu ausgegraben. Es gebe kaum ein Benediktiner- oder Zisterzienserkloster ohne einen Kräutergarten. Eine gesunde Beziehung zur Natur, zu den Naturgesetzen und Pflanzen helfe dabei selber wieder ins richtige Lot zu kommen. Der Umgang mit Heilpflanzen sei nicht nur wegen ihrer Hilfs- und Wirkstoffe hilfreich und lehrreich, sondern die Pflanzen selbst sind die „Lehrmeister für das Leben“, sagte die Klosterchefin. Es mache viel Freude vergessenes und altes Wissen wieder neu zu entdecken und für die Gegenwart ins Heute zu übersetzen, so dass es den Bedürfnissen der heutigen Zeit entspreche. Äbtissin Laetitia Fech wünschte den Kursteilnehmern zum Beginn dieses interessanten und spannenden Weges Gottes Segen.

Else Köstler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Tirschenreuth freute sich, dass dieser zusammen mit Marco Werner ins Leben gerufene Kurs „Zertifizierter Kräuterführer“ weiter auf großes Interesse stößt. Im Laufe der Jahre habe man die Sache von Grund auf weiter intensiviert. Else Köstler versicherte den Frauen und Männern, dass sie teils völlig Neues und Wissenswertes vermittelt bekommen.

Bürgermeister Bernd Sommer begrüßte die neuen Kursteilnehmer als Stiftungsvorstand des Kultur- und Begegnungszentrums und freute sich über die wieder großartige Resonanz. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ habe gezeigt, dass das Bewusstsein für die Nachhaltigkeit in der Bevölkerung steige. Auch die Beteiligung an der Kräuterführer-Ausbildung gehe in diese Richtung. "Jeder möchte gesund bleiben und dazu bietet die Natur die besten Gelegenheiten, auf die alten Heilkräuter zurückzugreifen." Referentin Petra Stark rundete die Eröffnungsfeier mit einer Führung durch den Garten ab. Dabei verwies die Referentin auf so manche Heilpflanze, die die Teilnehmer des Kurses in den nächsten Wochen und Monaten noch näher kennenlernen werden.

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