Waldsassen
27.09.2022 - 10:49 Uhr
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Neues Bauland für Gewerbe und Wohnen in Waldsassen

Beschlüsse zur weiteren Stadtentwicklung sind jetzt im Rathaus Waldsassen gefasst worden. Konkret brachte der Stadtrat die Ausweisung von Bauland auf den Weg. Das gelingt mit einer "Verdichtung" im Innenstadtbereich.

„Jetzt sind wir startklar, um die Flächen dort zu vermarkten“, erklärte Bürgermeister Bernd Sommer über den Bebauungsplan „Erweiterung ehem. Porzellanfabrik“, den der Stadtrat einstimmig verabschiedete. „Die Prozesse sind lang“, sagte der Rathauschef und zeigte sich zufrieden darüber, „dass wir jetzt zu einem Ende kommen“. Dabei handelt es sich um Flächen zur Gewerbeansiedlung im Bereich zwischen der früheren Bahnlinie und der Bebauung an der Mitterteicher Straße.

Über die Notwendigkeit weiterer Gewerbeflächen gab es keine großen Diskussionen mehr. "Die CSU trägt alle Punkte mit, wir stimmen zu", erklärte Sprecher Andreas Riedl. "Wir brauchen Möglichkeiten, dass sich Gewerbe ansiedeln kann", meinte Monika Gerl (SPD). Im Hinblick auf die bei den Einwendungen genannten Lärmbelästigungen erklärte die Sprecherin, dass diese wohl weniger mit dem Gewerbegebiet an sich, sondern eher durch die dorthin zu verlegende Bundesstraße 299 verursacht würden. Johann Wurm nannte die Lage ideal, "auch wegen der B299 neu", so der Freie Wähler. "Der Bedarf ist da. Schauen wir, dass es dort bald weiter geht."

Lob für den Planer

Zur Sitzung war Bernhard Bartsch gekommen, der vor dem Gremium nochmals Einwände während der öffentlichen Auslegung erläuterte. Die Planung müsse aber nicht geändert werden, hieß es am Ende in der Abwägung. Bartsch, dessen Büro den Bebauungsplan erstellte, galt großes Lob: „Da braucht es breites und umfassendes Fachwissen“, so Bürgermeister Sommer.

Eine "harmonische Ortsabrundung" erwartet die Verwaltung der Sitzungsvorlage zufolge von der Aufstellung eines Bebauungsplans "Nähe Pfaffenreuther Straße". Den Aufstellungsbeschluss billigte der Stadtrat ebenso einstimmig. Konkret geht es um eine Fläche am Ortsende zwischen der Bebauung und dem Waldrand – rund 2000 Quadratmeter groß. Zwei Parzellen könnten dort entstehen.

Verkehrsberuhigung

In der Vorlage der Verwaltung wird eine „harmonische Ortsabrundung“ als Ziel der Maßnahme formuliert. Denn am Ortsrand ist im Moment nur eine Seite bebaut, nun wäre mit der neuen Planung eine beidseitig zur Straße geschlossene Bebauung zu erreichen. „Der dadurch entstehende städtebaulich geordnete Siedlungsabschluss würde zudem auch sicherlich etwas zur Verkehrsberuhigung in diesem Bereich beitragen“, beurteilt die Bauverwaltung. Im Stadtrat wurden wiederholt solche Maßnahmen dort gefordert – etwa in Form eines Fahrbahnteilers. Zudem könnten die Gehwege bis zum Waldrand verlängert werden – ebenfalls ein Wunsch aus der Bevölkerung.

In Zusammenarbeit mit einem Investor könnten auf einem freien Grundstück in der Lämmerstraße an der Einmündung zur Badstraße sieben Parzellen entstehen, die eine Bebauung mit Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften vorsehen. Im Moment wird die Fläche, rund 3500 Quadratmeter groß, als Bolzplatz genutzt. Dementsprechend ist sie auch ausgestattet – mit Toren und Fangnetzen. Weil der aktuelle Bebauungsplan „Adalbert-Stifter-Straße“ im Moment aber nur die Bebauung mit einem Gebäude vorsieht, ist eine Änderung erforderlich. Dies wurde vor dem Hintergrund des großen Bedarfs an Bauland von allen Fraktionen begrüßt und gebilligt. Rainer Gerl (CSU) regte an, Ersatz für den Bolzplatz zu schaffen.

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