16.09.2019 - 16:12 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Mit pfiffigen Ideen die Heimat rocken

Von A wie Ackerbürgerhaus bis Z wie Zauberkino werden unter dem Dach "Heimatunternehmen" im Landkreis mittlerweile jede Menge pfiffige Ideen umgesetzt. Wer mehr darüber wissen wollte, war am Sonntag auf dem Mitterhof richtig.

von Ulla Britta BaumerProfil

Das Pilotprojekt interessiert und fasziniert immer mehr Menschen. Das zeigte die Veranstaltung deutlich. Es gab zeitweise einen großen Ansturm von Gästen. Hunderte von Besuchern waren unterwegs, um mehr über die Heimatunternehmen zu erfahren.

Alfred Wolf aus Bärnau, Koordinator der Initiative, präsentierte im Hof des Anwesens, das selbst Teil des Pilotprojekts ist, 15 Unternehmen beziehungsweise Unternehmer, die bei der Initiative schon dabei sind, darunter das Ehepaar Lemberger vom Hotel "Altmugler Sonne", das Moderne Theater Tirschenreuth, Bärnaus Zauberer Marco Knott, die Künstlerinnen vom Badehaus Maiersreuth, die Naturgenießer aus Neusorg, Matthias Frank vom Mitterhof, die Stiftland-Griller, die Restaurateure des Ackerbürgerhauses Bärnau und das Team von der Mähringer Mühle. Auch "Steinwald Energie" und "AMB Relax" aus Neusorg waren dabei.

Für die Familien war es ein Highlight, die Vierbeiner vom Mitterhof streicheln zu dürfen. Der Stand von Zauberer Marco Knott wurde rund um die Uhr belagert. Er zauberte sich regelrecht die Finger wund. Mit dem Theaterstück "Extrablatt" machte das Moderne Theater Tirschenreuth (MTT) Werbung in eigener Sache. "Theaterspielen macht stark, schlau, groß und sexy" waren einige Aussagen.

Während die Stiftland-Griller nicht nur Fleisch und Würste, sondern auch Vegetarisches auf den Rost legten, durften die Gäste bei den Lembergers eine Tischkultur-Performance gestalten. Dem Spaß folgte Genuss: Die zarten Straußensteaks mit Kartoffelbrei und Zutaten zergingen auf der Zunge. Die Hoteliers hatten fürs stilvolle Dinner ein Wohnzimmer aufgebaut.

Alfred Wolf freute sich, dass sich auch Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer, Neualbenreuths Bürgermeister Klaus Meyer, Norbert Bäuml vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, die Mitarbeiter des Bayernprojekts Willi Perzl, Thomas Gollinger vom Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth und stellvertretenden Landrat Alfred Scheidler unter die Gäste mischten. Gollinger informierte, was dazu nötig ist, ein Heimatunternehmer zu sein. Der Begriff sei eigentlich keiner Voraussetzung unterworfen, Heimatunternehmer seien Impulsgeber aus den unterschiedlichsten Bereichen, also nicht nur aus der klassischen Wirtschaft. Auch Kultur, Gesellschaft, Ökologie und andere Bereiche gehörten dazu. Bäuml nannte die Tirschenreuther "pfiffige Leute", denn der Landkreis sei bayernweit Vorreiter der Idee und anderen Gebieten hier um Jahre voraus. Inzwischen bekomme er immer mehr Anrufe von Regionen, die auch ins Förderprogramm wollten. Stolz zeigte sich stellvertretender Landrat Scheidler über das Pilotprojekt. "Man sieht hier deutlich: Es hat begonnen."

Das Programm dauerte bis in die Abendstunden. Alle Projekte wurden vorgestellt. Man konnte meditieren, sich von den Grillern das Equipment zeigen lassen, Fotos von Bauprojekten anschauen und mehr. Unzählige Besucher nutzten die Gelegenheit, sich schlau zu machen über Einzelprojekte und löcherten die Akteure mit Fragen.

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