20.08.2018 - 16:34 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Auf der Pirsch mit Mutz und Linda

17 Kinder gehen mit den Jägern der Waldsassener Jagdhornbläser auf die Pirsch. Dafür stehen sie sogar in den Ferien so früh auf wie in Schulzeiten.

Sie waren die schnellsten bei der Beantwortung der Stechfragen zum Wissensquiz. Von links nach rechts: Valentin Trißl, Aaron Zintl und Leopold Tippmann.
von Dieter KannenbergProfil

(kdi) Es war wieder eine spannende Expedition durch das Revier von Hubert Rustler rund um Hatzenreuth. Für das Ferienprogramm organisiert hatten das die Waldsassener Jagdhornbläser. In aller Frühe trafen die Teilnehmer am Startplatz in Hatzenreuth ein.

Noch eine Stunde eher war allerdings schon Norbert Fleißner unterwegs. Er stellte auf der Route durchs Revier an vier Stationen insgesamt neun Infotafeln zu den verschiedenen Wildarten auf. So wurden die Kinder pünktlich um 8 Uhr bei der Wagenremise mit dem Hörnersignal "Begrüßung" willkommen geheißen. Revierinhaber Hubert Rustler freute sich über das große Interesse. Seit vielen Jahren schon bieten die Jäger den Kindern die Möglichkeit, an einem Ferientag mit auf die Pirsch zu gehen, um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Ziel war, den Kindern die Bedeutung der Jagd und die Aufgaben des Jägers näher zu bringen.

Jagdhund spürt Wild auf

Während des Rundgangs erfuhren die Kinder viel Wissenswertes. So wurden unter Mithilfe von Jagdhund Mutz, der schon seit Jahren ein treuer Begleiter bei dieser Aktion ist, die Schweißfährte eines am Vortag erlegten und im Gelände platzierten Rehbocks aufgespürt. Auf dem Pirschgang entdeckten die Kinder dann auch noch einen befahrenen (das bedeutet in der Jägersprache bewohnten) Fuchsbau, ein Reh in freier Wildbahn und einen überfahrenen Dachs.

Dazu erklärte Norbert Fleißner den Mädchen und Buben, wie man am Spurenbild und an der Losung (Kot) die Art des Wildes erkennen kann. Revierinhaber Hubert Rustler informierte, welche Tiere bei einem Reviergang anzutreffen sind. Dazu verteilte er Flyer und Plakate mit Wildmotiven und ausführlichen Informationen. Nach rund dreistündiger Pirsch durch Wald und Flur ging es zurück zur Wagenremise. Dort warteten zwei Jungfasane darauf, von den Kindern gestreichelt zu werden, bevor sie wieder zu ihren Artgenossen in die große Voliere zurück durften.

Nachdem die Kinder von Jena Rustler mit einer kleinen Brotzeit versorgt waren, prüfte Norbert Fleißner bei einem Quiz die frisch erworbenen Kenntnisse. Da waren viele Fragen zu beantworten: Wie nennt man junge Wildschweine? Wie sagt man zu den Ohren des Feldhasen und wie heißen junge Rehe? Wer die richtigen Antworten Frischlinge, Löffel und Kitz sowie weitere Fachbegriffe wusste, konnte ein Rehgehörn gewinnen. Acht Kinder hatten alle Fragen richtig beantwortet, so dass die Sieger mit einigen Stechfragen ermittelt werden mussten.

"Reh tot" und "Halali"

Am Ende ließen die Bläser noch einmal ihre Instrumente erklingen. Nach den Signalen "Reh tot" zu Ehren des erlegten Rehbocks, "Jagd vorbei - Halali" und "Auf Wiedersehen" klang ein spannender Reviergang aus.

Viel Wissenswertes rund um die Jagd und das Wild erfuhren die Mädchen und Buben von Revierinhaber Hubert Rustler (hinten rechts) und den Jagdhornbläsern Otto Summer, Achim Grüner, Norbert Fleißner und Joachim Vollmer (hintere Reihe von links). Besonders ins Herz geschlossen hatten sie die Jagdhunde Linda und Mutz.

Ein Jungfasan will gestreichelt werden.

Wer streichelt mich?

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