16.07.2019 - 16:08 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Rechnungsprüfer monieren Ausgaben ohne Beleg

Karlheinz Hoyer reagierte leicht genervt. "Es hat alles gepasst und jetzt passt es nicht mehr." Hintergrund waren die Ausgaben für die Helfer beim Maibaum-Aufstellen in Waldsassen. Es geht um 200 Euro.

Diesen Mittwoch umgelegt wird der Maibaum am Johannisplatz. Deshalb sollte dort nicht geparkt werden. Am Montag war das Frühlingssymbol im Stadtrat ein Thema.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Karlheinz Hoyer reagierte leicht genervt. „Es hat alles gepasst und jetzt passt es nicht mehr.“ Hintergrund waren die Ausgaben für die Helfer beim Maibaum-Aufstellen in Waldsassen. Es geht um 200 Euro. „Da komme ich nicht mehr mit“, schimpfte „Tschieberl“, nachdem Monika Gerl ihren Bericht vorgetragen hatte: Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses hatte in ihrem Bericht über die Feststellung der Jahresrechnung moniert, dass es für die 200 Euro, die Hoyer pauschal für seinen Aufwand und den seiner Helfer erhält, keinen Beleg gibt. „In einem Haushalt von 28 Millionen Euro werden 200 Euro beanstandet. Das stinkt mir unheimlich.“ Hoyer wollte die 200 Euro dem Ausschuss geben. „Dann soll er den Maibaum aufstellen.“ Monika Gerl erklärte, zu jeder Buchung gehöre auch ein Beleg. Dies gelte auch, wenn Brotzeiten gezahlt werden. „Sie werden doch nicht glauben, dass ich einen Beleg habe, wenn ich eine Brotzeit hole“, entgegnete Hoyer. Da pfeif’ ich darauf, wenn das Vertrauen nicht mehr da ist. Dann ist das für mich erledigt.“

Bürgermeister Sommer schlug vor, ein Foto als Beleg zu liefern. „Ich möchte Herrn Hoyer bitten, das mindestens noch bis zu seinem 80. Geburtstag zu machen“, so Sommer an den Zweiten Bürgermeister. Monika Gerl verwahrte sich gegen den Eindruck, der Ausschuss habe unterstellt, dass Hoyer zu viel Geld benötige. Es sei anders herum. Wenn er seine tatsächlichen Aufwendungen in Ansatz bringe, dann würde er diese erhalten. Hoyer erklärte, er habe auch privat Geld für die Helfer ausgegeben, „weil ich Stadtrat bin“: „Wegen 10 oder 20 Euro schäme ich mich, da gehe ich doch nicht zum Bürgermeister.“

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