14.05.2019 - 18:54 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Rotarier aus dem Stiftland durch Kakao gezogen

Wer sich die "Altneihauser Feierwehrkapell'n" ins Haus holt, muss mit "Boshaftigkeiten" rechnen. Davon blieb auch der Rotary-Club Stiftland nicht verschont.

Kapellmeister Norbert Neugirg (Mitte) legte schonungslos dar, was vom Rotary-Club Stiftland in Wahrheit zu halten ist. Freilich dienten seine Reime der Unterhaltung der Gäste und dürfen nicht ernst genommen werden.
von Ulla Britta BaumerProfil

Der Rotary-Club Stiftland hatte die lustige Truppe aus Neuhaus für den Festabend in der Glashütte Lamberts verpflichtet. "Rotary Stiftland lud sie alle ein in Lamberts alte Holzwurmhalle, und die Bude ließ mich sofort fühlen, es ist besser, hier mit Helm zu spielen ...", witzelte Neugirg.

Der Kommandant der "Altneihauser" nahm vor gut 400 Gästen auch die Gastgeber gehörig auf die Schippe. "Rotary Stiftland, wie man weiß, ist ein illust'rer Freundeskreis, bei dessen Anblick man schon mal vergisst, dass der Club erst 25 ist ..." Das Präsidentenamt zog er mit folgenden Reimen durch den Kakao: "Ohne Rücksicht aufs Talent, wird bei Rotary jeder Präsident, und der, dem das Amt gegeben, versucht das Jahr zu überleben, mit abstrusesten Ideen, dem Club Aktionen anzudrehen ..."

Die Festgäste hatten sichtlich Spaß, als Norbert Neugirg den "Stiftländer Club der Schönen und Reichen" mit weiteren lustigen Versen bedachte, wie "Ein Rotary-Club ist ja im Grunde eine bunt gemischte Suppenrunde, mit gut gemeinter Unterweisung, auf Basis einer Armenspeisung, de facto eine Herrentafel, für Wohltäter- und Heilergschwafl ...".

Die Club-Frauenquote sei unter Rotariern weltweit noch immer eine Sensation, ebenso wie die illustre "Alte-Herren-Runde". Neugirg beschrieb den von Frauen umschwärmten, nahezu einzigen Handwerker im Club, Toni Schatzberger, besprach die "Brauchbarkeit eines stillgelegten Finanzexperten", wie Gerhard Höhn, und ließ die Gäste wissen, dass jetzt die Burg Falkenberg Clublokal geworden sei, weil sie näher bei Jeff Beer und Mitglied Wolfgang Gropengießer liegt.

Zu Klaus Kupke fiel ihm ein: "Als betagter Robin Hood hat Klaus Kupke Wagemut und deshalb wird er verehrt, wenn er durch Äthiopien fährt, geschickt und zäh wie eine Katze, er ist die Mutter Teresa mit Glatze."

Auch der Präsident bekam sein Fett weg: "Jeff Beer, die trommelnde Hyäne, ein grauer Star mit grauer Mähne, der als Stiftland-Einstein engagiert, derzeit Rotary Stiftland führt und - wie Rapunzel aufgezwirbelt - als Präsident gehörig Staub aufwirbelt, hat nebst alter Lederjacke, ein Jubiläum an der Backe ..."

Kapellmeister Norbert Neugirg (li.) ließ keine Gelegenheit aus, den Rotary Club Stiftland einmal gehörig auf die Schippe zu nehmen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.