19.06.2019 - 13:09 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Nach Schachtrettung zur Hochzeit

"Ich bin müde, aber Spaß hat's gemacht!", zieht ein Mitglied des Jugendrotkreuzes Waldsassen Bilanz der Aktion "Rettungsdienst live". Am vergangenen Wochenende war der Nachwuchs des BRK bei vielen Einsatzübungen gefordert.

Als kompliziert bei den simulierten Einsätzen erwies sich die Rettung eines Arbeiters, der in einen Schacht gefallen war. Hier zeigte sich die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr und BRK.
von Florian MüllerProfil
Auch eher alltägliche Einsätze wie ein Fahrradsturz waren Bestandteil des Programms bei "Rettungsdienst live".

Ziel der Aktion war die Simulation einer 24-Stunden-Schicht im Rettungsdienst - mit allen schönen Momenten, aber auch mit der Kehrseite. Dabei wurden zur realistischen Darstellung der "Einsätze" Verletzungen und Krankheitsbilder geschminkt, die es anschließend zu versorgen galt. Von 9 Uhr am Samstagvormittag bis 9 Uhr am Sonntag galt es für die acht Jugendlichen, rund 20 Einsätze zu meistern, aufgeteilt auf zwei Rettungswagen und einen Krankentransportwagen. Auch das Fahrzeug der Helfer vor Ort war an der Aktion beteiligt.

"Eine Besonderheit waren die beiden Einsätze mit der Feuerwehr", ist sich der örtliche Jugendrotkreuzleiter Thomas Salomon sicher. Bei diesen galt es, eine Person aus einem Schacht mit Hilfe des Rollgliss zu retten sowie eine Person über die Drehleiter aus ihrer Wohnung zu bringen. Aber auch die anderen Einsätze, etwa ein Fahrradsturz, ein Kettensägenunfall und eine Bauchverletzung nach einem Kuhtritt, boten reichlich Abwechslung. Ein wichtiges Übungsobjekt war dabei auch das ehemalige Seniorenheim St. Maria: Hier wurde unter anderem auch eine aus dem Ruder gelaufene Party von Jugendlichen dargestellt.

Am Nachmittag hatte das ganze Team einen besonderen Auftrag: Bei einer Hochzeit zweier Rotkreuzler musste Spalier gestanden und das Brautpaar musste lautstark mit Sirenen begrüßt werden. Danach ging es weiter mit den simulierten Einsätzen, etwa eine Schlägerei beim Busparkplatz und ein psychiatrischer Notfall. Thomas Salomon zeigt sich stolz auf seine Truppe: "Man merkt die jahrelange Ausbildung, bei der die Jugendlichen immer wieder solche Sachen trainieren. Bis auf Kleinigkeiten hat die Versorgung der Patienten super funktioniert. Das ist auch ein Training für die wirklichen Einsätze, zu denen die meisten bereits jetzt oder in Kürze mit ausrücken dürfen."

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