26.02.2019 - 15:33 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Soziale Erstberatung vor Ort

Neben Berichten der Vereinsführung standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Treue Mitglieder zeichnete der Ortsverband Waldsassen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) bei der Jahreshauptversammlung aus.

Bei der Jahreshauptversammlung der KAB wurden Mitglieder für langjährige Treue geehrt. Im Bild von links Diözesanvorsitzender Willi Dürr, Franz Buchhauer, stellvertretende Vorsitzende Angela Hetz, Gertrud Buchhauer, Vorsitzende Gudrun Sirtl und Präses Stadtpfarrer Thomas Vogl.
von Autor KGGProfil

Bei dem Treffen im Jugendheim konnten Gertrud und Franz Buchauer für 40-jährige Verbandszugehörigkeit mit Urkunden und Ehrennadel durch KAB-Diözesanvorsitzenden Willi Dürr sowie Geschenken des Ortsverbandes ausgezeichnet werden. Beide Vorsitzenden Gudrun Sirtl und Angela Hetz nahmen die Ehrung vor. Auf 50-jährige Zugehörigkeit zurückblicken kann auch Helmut Wimmelbacher, auf 40 Jahre Irmgard Ballon und auf 25 Jahre Wilfried Nerlich. Sie hatten sich entschuldigt.

Vorsitzende Gudrun Sirtl sagte, die KAB sei nicht nur ein christlicher Verband, sondern auch ein starker Sozialverband. "Wir vertreten christliche Werte und Anliegen in sozialen, kirchlichen und politischen Bereichen." Frau Sirtl verwies dabei auf die Sozialberatungstermine vor Ort. Für die Erstberatung stehe sie, Gudrun Sirtl, zur Verfügung stehe.

Neuerdings auch Brillen

Der KAB-Ortsverband wird sich nach den Worten der Vorsitzenden in der "Fairtrade"-Aktion in Waldsassen engagieren. Mit der Sammlung von alten Mobiltelefonen, Druckerpatronen und neuerdings auch Brillen wolle der KAB-Ortsverband einen Beitrag sozialen Engagements mit leisten. Gudrun Sirtl wies auf den derzeitigen Mitgliederstand von 203 Personen - 128 Frauen und 75 Männer. Sieben Personen sind im Berichtszeitraum ausgetreten und fünf Mitglieder sind verstorben - Babette Braunschläger, Lorenz Kunz, Anna Gruber, Reinhold Tragl und Emma Frank.

Neben den vielen religiösen und kirchlichen Anlässen wie Anbetungsstunden und Andachten, Wallfahrten und dem Arbeitnehmergottesdienst gehörten das traditionelle Fastenessen, das Gartenfest in Verbindung mit der Pfarrei im Pfarrgarten, mehrere Vortragsabende und Adventfeier zu dem reich bestückten Jahresprogramm. Zudem wurden soziale Sprechtage abgehalten, monatlich Seniorennachmittage unter Leitung von Rosemarie Selch und Tanzstunden mit Gertrud Buchhauer abgehalten.

Für alle Senioren

Laut Rosemarie Selch, der Leiterin der Gruppe "Senioren aktiv", werden die Zusammenkünfte von 25 und 35 Personen besucht. Die Angebote das Jahr über seien nicht nur für KAB-Mitglieder gedacht. Es könnten alle Senioren aus der Pfarrei teilnehmen. Der Kassenbericht von Veronika Rosner zeigte finanziell geordnete Verhältnisse auf. Monika Neubauer bescheinigte der Schatzmeisterin auch im Namen von Irmgard Ballon einwandfreie Kassenführung. Stadtpfarrer Thomas Vogl dankte dem Vorstandsteam für die gute Zusammenarbeit; der Präses unterstrich das Engagement von Rosemarie Selch und ihrem Helferteam in der Seniorenarbeit. Die Mitgliederzahl sei zweitrangig, viel wichtiger sei ein reges Vereinsleben. Dies sei der Fall.

Wichtig sei es auch, wie sich die kirchlichen Verbände in der Zukunft gestalten und nach Gemeinsamkeiten suchen. Dazu gelte es aber auch das eigene Profil zu erhalten und weiter zu gestalten, sagte der Präses.

Diözesanvorsitzender Willi Dürr überbrachte die Grüße des Diözesanvorstandes und freute sich über die Aktivität der Waldsassener KAB. Kinder sind die Zukunft - diesen Satz höre man in der Politik jeden Tag. Dies sei nur die halbe Wahrheit, so zum Auftakt des Vortrags "Alter - Gewinn oder Belastung". Zur ganzen Wahrheit gehöre auch, dass die Alten die Zukunft sind. "Menschen, die ein Leben lang geackert haben und jetzt nicht mehr können, weil sie im Winter des Lebens angekommen sind, weil sie krank und dement sind." Sie gelten, weil sie alt sind, als Infragestellung dessen, was für normal gehalten wird - Leistung, Fitness, Produktivität. "Ein System, das nicht in der Lage ist, sich um Alte zu kümmern, ist selber dement", sagte Dürr.

Beim Schritt in eine gemeinsame Zukunft und die damit verbundenen neue Herausforderungen komme es nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein. Dürr zitierte Professor Friedhelm Hengsbach, wonach vor 100 Jahren acht Bauern einen Nichtbauern mit ernähren mussten. "Heutzutage kann ein Bauer keine 88 Nichtbauern ernähren." Man müsse lernen einander zu vertrauen, sich auf gemeinsame Ziele verständigen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Dann sei man in der Lage weit mehr zu erreichen, als wenn diese Formen von Sozial-Kapital nicht gegeben sind.

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