(pz) Bei dem Treffen wird aber deutlich: Der Förderkreis hat sich viel vorgenommen: "Taten zählen", heißt es auf dem Transparent, das normalerweise in der Basilika die Besucher auf den am 15. November 2017 gegründeten Förderverein hinweist. Zur Versammlung am Freitag ist es ins Jugendheim gebracht worden. Dort überbrachte Willi Prechtl die Grüße von Professor Ludwig Güttler: Der Vorsitzende, der diese Woche 75. Geburtstag feiert, freue sich schon auf das Konzert zum Jahresende.
Schatzmeister Alois Michl gab einen Überblick über die finanzielle Seite des Förderkreises, Kassenprüfer Helmut Manske bescheinigte auch im Namen von Oskar Sommer korrekte Arbeit. Prechtl blickte zuvor im Schnelldurchlauf auf die bisherige Arbeit zurück. Als Schwerpunkt-Aufgaben nannte der stellvertretende Vorsitzende des aktuell 178 Mitglieder zählenden Förderkreises den Eintrag ins Vereinsregister sowie die Erstellung von Werbematerialien, die auch ein Formular zum Beitritt oder die Kontonummern für Spenden enthalten. "Sie wird rege nachgefragt", berichtete Prechtl über die Info-Broschüre; allerdings käme die Anzahl der ausgegebenen Flyer nicht 1 zu 1 wieder in Form von Zuwendungen oder neuen Mitgliedern zurück.
"Schwieriges Feld"
Die Mitgliederzahl stagniere zurzeit; die Spendenbereitschaft sei dagegen "ganz ordentlich", wie sich Prechtl ausdrückte. In den Reihen der Basilik-Freunde fänden sich Leute aus Waldsassen und Umgebung oder auch Förderer, die sich Waldsassen in irgendeiner Weise verbunden fühlten; schwieriger sei es Ortsfremde als Mitglieder zu gewinnen, berichtete Prechtl: So hatten Mitglieder des Vorstands bei den Basilika-Konzerten vor Weihnachten gezielt Leute deswegen angesprochen; tendenziell sei dieser Kreis aber eher bereit einen Betrag zu spenden. Als "schwieriges Feld" bezeichnete Prechtl auch das Bemühen, Unternehmen und Stiftungen als Förderer zu gewinnen.
Mehrsprachig
Die Mitgliederwerbung steht nach den Worten von Prechtl auch weiterhin an erster Stelle: Die Info-Materialien wie Flyer oder der Internet-Auftritt sollen demnächst auch mehrsprachig gestaltet werden. Beim Bürgerfest werden die Basilika-Freunde ebenfalls präsent sein - mit einer Basilikaführung und einer Orgelführung um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr; dabei wird dann auch der Männergesangverein mit präsent sein, wie Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter erklärte.
Auch der TV-Gottesdienst am 15. August in der Basilika werde wohl für den Verein eine Gelegenheit zur Präsentation sein, so der Vorsitzende. "Ich lass' mir das Logo aufs Messgewand machen", scherzte Thomas Vogl, als Prechtl zuvor dem Stadtpfarrer die Rolle zusprach, öffentlichkeitswirksam während der Fernsehübertragung auf den Verein hinzuweisen.
Orgel muss noch einmal gereinigt werden
Bei der Versammlung kam auch ein erstes Projekt zur Sprache, das der Förderkreis unterstützen könnte – die Reinigung der Orgel: Sie war eigentlich nach dem Ende der Sanierung komplett gereinigt; doch bei den abschließenden Arbeiten wäre die Orgel zum Teil wieder verschmutzt worden. Die Aktion inklusive Intonation des Instruments werde, so Sagstetter, einen „mittleren fünfstelligen Betrag“ erfordern; Stadtpfarrer Vogl sprach später von Kosten in Höhe von 60 000 Euro. Dies den beteiligen Firmen nach dem Verursacherprinzip in Rechnung zu stellen sei schwierig, ließ Vogl durchblicken. Keiner wolle es gewesen sein: „Ein natürlicher Reflex.“ Die Kosten auf gütlichem oder rechtlichen Wege durch die vermeintlichen Verursacher übernehmen zu lassen sei ebenfalls schwierig. Zurzeit sei noch die Rechtsstelle der Diözese Regensburg mit der Angelegenheit beschäftigt. Auch mit Fördergeldern sei es schwierig. „Für Instandhaltungs-Maßnahmen kriegst du keinen Cent“, so Vogl. (pz)













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