Mit einer zweigeteilten Feier in der Turnhalle wurden die Absolventinnen und Absolventen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen am Vormittag des letzten Schultags klassenweise verabschiedet. Wo sich sonst zahlreiche Ehrengäste, Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und Freunden, Lehrkräfte der Schule und Verwaltungspersonal in der Turnhalle in vielen Reihen drängten, gab es auch heuer erneut nur Platz für die Abschlussschülerinnen selbst zusammen mit ihren Eltern und der jeweiligen Klassenleitung. Eine Besonderheit war in diesem Jahr, dass mit Fabian Schwarzenberger zum ersten Mal in der langjährigen Schulgeschichte der Abtei ein junger Mann den Schulabschluss an der MRS machte.
Alle 56 Schülerinnen und Fabian Schwarzenberger als einziger Schüler haben erfolgreich bestanden und die Mittlere Reife erreicht. Mehr als ein Drittel konnte sich über eine Eins vor dem Komma freuen, davon 13 sogar über einen Schnitt von 1,50 oder besser. Schulbeste waren Luisa Völkl (Klasse 10a) und Emma Zrenner (Klasse 10b), die beide einen Traumschnitt von 1,00 erzielten, dicht gefolgt von Lena Gralla (10a) und Julia Wührl (10b) mit jeweils 1,08. Luisa Völkl und Emma Zrenner wurden zudem von der Deutsch-Französischen Gesellschaft Regensburg mit dem Saint-Exupéry-Preis für ihre herausragenden Leistungen im Fach Französisch ausgezeichnet.
Doch auch allen anderen, die heuer den Abschluss geschafft haben, ist Anerkennung und Respekt für ihre Ergebnisse zu zollen, haben sie doch ihren Abschluss unter außergewöhnlichen Bedingungen mit viel Fleiß, Selbstdisziplin und Selbstständigkeit gemeistert.
In ihrer Rede sprach deshalb auch Schulleiterin Kerstin Reiter den Mädchen und Jungen ihr Lob aus, dass sie sich in vorbildlicher Weise diszipliniert an die Regeln gehalten und sich sehr gut auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet haben.
Es gratulierte für den Schulträger Sr. M. Raphaela Kratzer stellvertretend für Äbtissin M. Laetitia Fech und griff in ihrem Grußwort das Bild des schiefen Turms von Pisa auf: Die Coronazeit habe quasi einen schiefen Bauabschnitt in den Lebensturm der Schülerinnen und Schüler eingezogen. Dabei erinnerte sie auch an die christliche Hoffnungsperspektive und den Glauben an einen Gott, der Kraft gibt, auch auf schwierigen Grundlagen und schiefen Ebenen weiterzubauen.
Landrat Roland Grillmeier, der den Absolventinnen und Absolventen die Grüße und Glückwünsche des Landkreises überbrachte und sie ermunterte ihre Stärken und Talente in ihrer beruflichen Zukunft einzubringen und dabei dem Landkreis auch treu zu bleiben, war bei der ersten Zeugnisverleihung live dabei; in der zweiten war er mit einer Videobotschaft präsent. Auch Bürgermeister Sommer gratulierte via Videobotschaft und wünschte im Namen der Stadt Waldsassen den jungen Leuten der Abschlussklassen alles Gute für die Zukunft.
Für den Elternbeirat sprach Elternbeiratsvorsitzender Alexander Wurm; die Schüler- bzw. Klassensprecherinnen Lena Gralla und Sarah Maischl für die Klasse 10a und Julia Wührl und Maxima Fischer für die Klasse 10b bedankten sich für die schöne Zeit an der Mädchenrealschule und erinnerten an die vielen gemeinsamen Erlebnisse.















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