Waldsassen
03.05.2026 - 15:45 Uhr

Das Wirken des Zisterzienserordens im Stiftland

Europaweit hat der Zisterzienserorden Spuren hinterlassen, die bis in die Gegenwart nachwirken. Was Mönche und Ordensfrauen in der Klosterlandschaft Waldsassen erreicht haben, war am „Heimat-Erlebnistag in Bayern“ zu erfahren.

Teilnehmende der Führung "Ora et Labora" zum Erlebnistag "Heimat.Bayern erleben" am Sonntag mit Klosterlandschaftsführerin Michaela Müller (rechts) bei der Info-Stele am Basilikaplatz in Waldsassen. Bild: Paul Zrenner
Teilnehmende der Führung "Ora et Labora" zum Erlebnistag "Heimat.Bayern erleben" am Sonntag mit Klosterlandschaftsführerin Michaela Müller (rechts) bei der Info-Stele am Basilikaplatz in Waldsassen.

„Ora et labora“: Das Motto des Zisterzienserordens – Beten und Arbeiten – stand am Sonntag in Waldsassen beim „Heimat-Erlebnistag in Bayern“ im Blickpunkt. Bei zwei Angeboten vormittags und nachmittags informierten Michaela Müller und Gabriele Achmann über die Aufgaben der Ordensleute.

Beim Rundgang am Vormittag waren Einheimische wie Gäste dabei – etwa aus Sachsen sowie aus Amberg, Passau und Regensburg. „Zisterzienser waren die ersten Europäer“, erklärte Michaela Müller zu Beginn im Pavillon neben dem ehemaligen Abtschloss. Am Klosterlandschaftsmodell erläuterte die Klosterlandschaftsführerin die Ausbreitung als Reformorden der Benediktiner von Frankreich über den Kontinent und den Zusammenschluss der Klosterlandschaften, die das Prädikat „Europäisches Kulturerbe-Siegel“ tragen.

„Wir stehen hier nachweislich an einem der ältesten Orte in Waldsassen“, so die Klosterlandschaftsführerin am Eingang zum heutigen Finanzamt. Beim Blick auf die historischen Bauwerke rundherum war zu erfahren: Der Vorgängerbau des ehemaligen Abtschlosses war von Wasser umgeben. Michaela Müller unterstrich das erfolgreiche Zusammenspiel zwischen Pfarrei, Kloster und Stadt in Waldsassen.

Anhand von alten Plänen zeigte die Führerin die früheren Dimensionen des Klosterareals, das durch zwei Tore zugänglich gewesen sei – am Johannisplatz und in der Karolinenstraße an der Einmündung zur Museumsstraße. Thematisiert wurde die wasserbauliche Leistung der Zisterzienser im 14. Jahrhundert, als von der Wondreb her ein Mühlgraben errichtet worden sei. Weitere Stationen waren die Tuchmachersiedlung, das Mühlenviertel des Klosters mit den Wirtschaftsgebäuden und ein Blick zur Muttonebrücke.

Über den Pfortenhof ging’s zum Abschluss kurz in die Basilika: Dort verwies die Klosterlandschaftsführerin besonders auf Details in der Ausgestaltung im Kontext zu den Zisterziensern – etwa die Darstellungen Mariens, der Schutzheiligen des Ordens.

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