14.10.2018 - 09:02 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Wohlgefühl ganz natürlich heben

Wie lassen sich Wohlfühl-Produkte aus ganz natürlichen Rohstoffen herstellen? Kräuterführerin Petra Stark klärt auf.

Kräuterführerin Petra Stark (links) mit Assistentin Silvia Engel.
von Dieter KannenbergProfil

"Nach einem der heißesten Sommer der letzten Jahrzehnte, bei dem das Grün in den Gärten stark zu leiden hatte, ist es an der Zeit, dass wir an unser Wohlergehen denken." Mit diesem Satz hatte Klaus Schuster, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Waldsassen, zur Herbstversammlung ins Gasthaus Schmid-Papierer eingeladen. Er freute sich über den guten Besuch und hieß als Referentin Kräuterführerin Petra Stark willkommen.

Drei Produkte hatte Petra Stark ausgewählt, die gemeinsam hergestellt wurden. Als Erstes ging es an die Fertigung von "Erkältungs-Badeblümli". Aus Kakaobutter, Haushaltsnatron, Zitronensäure, Speisestärke und ätherischen Ölen wurde eine Masse erstellt und in Förmchen gefüllt. Zum Festwerden musste das Ganze dann etwas abkühlen. Die fertigen "Badeblümli" sind geeignet zur Behandlung von Erkältungskrankheiten aller Art und zur Hautpflege. Dabei sollte ein Bad morgens oder am frühen Abend genommen werden, da dies sehr anregend wirken könne. Für das zweite Wohlfühl-Produkt kamen ein selbst hergestelltes Ringelblumen-Auszugs-Öl, geschmolzenes Bienenwachs und Lavendelöl zur Verwendung. Der Ringelblumenauszug musste mit dem Bienenwachs erhitzt und nach dem Abkühlen mit dem Lavendelöl zum Balsam vermischt werden. Die Masse wurde gut durchgerührt und dann in kleine Tiegel abgefüllt.

Angesichts der nahenden Weihnachtszeit mit dem damit verbundenen üppigen Essen präsentierte die Kräuterführerin ihre selbst kreierte Knabbermischung "Kleines Verdauerli". Jeweils ein Teelöffel Kümmel, Fenchel, Anis, Koriander und Krümelkandis sind dazu erforderlich. Ein Teelöffel der Mischung hilft gegen Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden aller Art. Wem die Mischung zu "grob" ist, kann diese in einem Mörser leicht zermahlen. Ebenso ist ein Aufguss in heißem Wasser möglich - als Alternative zum Verdauungsschnaps.

"Wir Kräuterführer sind keine Ärzte, Heilpraktiker oder Apotheker. Unser Wissen beruht ausschließlich auf der Volksheilkunde und auf guten Erfahrungen", betonte Petra Stark. Auch lägen Einnahme und Verwendung in der eigenen Verantwortung des Verwenders, wobei auf eventuelle Krankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien, Bluthochdruck und sonstige Unverträglichkeiten zu achten sei. Jeder könne sich dazu gut informieren und einen Arzt befragen. Klaus Schuster bedankte sich bei Petra Stark für den informativen Vortrag mit einem kleinen Präsent. Jeder Besucher durfte am Ende ein schon vorbereitetes, fertiges "Wohlfühlpräsent" mit nach Hause nehmen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.