Passend zur Vernissage im Kunsthaus hat sich Jürgen Klein für das Wetter einen bewölkten Himmel "bestellt". Prompt wurde sein Wunsch erfüllt. Gerade in dem Moment, als er seinen Gästen seine Werke vorstellte und die Hintergründe dazu erklärte, zogen die weißgrauen Wolken besonders dekorativ über die Zwiebeltürme der Basilika hinweg. Unweigerlich zog es den Blick der Besucher nach oben - nicht nur, weil die Zwiebeltürme vom obersten Kunsthaus-Fenster aus sichtbar sind.
Jürgen Klein hat die Blickwinkel bewusst diesmal auch in zweiter Ebene platziert: Um seine "Himmels"-Werke eindrucksvoll passend zu demonstrieren, hat der Fotograf Hartmut Bombosch bei den Vorbereitungen extra die besonders hohe Leiter erklommen.
Alle Wolkenformationen
Jürgen Klein freut das sehr. "Ich hätte mich da nicht hinauf getraut", gibt er schmunzelnd bei der Vernissage zu und ist seinem Freund sehr dankbar für dessen Hilfe bei den stilistisch dazu passenden Vorbereitungen zur Ausstellung. Kleins "Höhenflug" ist in jeder Hinsicht ein Augenschmaus für den Betrachter. Gut 60 Wolkenbilder werden gezeigt. "Hier ist der Himmel viel schöner als in Oberbayern", scherzte der Fotograf, der seit 2014 Waldsassen als seine Wahlheimat auserkoren hat.
Oberbayern hätte immer nur den "Himmel des Aloisius" mit diesen langweiligen Schäfchenwölkchen. Im Stiftland aber seien alle Wolkenformationen daheim, von rau über romantisch oder stürmisch. Und sowieso natürlich immer barock. Jürgen Klein schlug ob dieser großartigen Erlebnisse beim Blick in die Wolken vor, man könnte dem Boom "Waldbaden" absagen und nun endlich zum "Wolkenbaden" übergehen als Trendsportart.
Kunsthandwerk
Wer seine Blicke nach dem Betrachten der himmlisch-schönen Wolkenfotografien wieder nach unten richtete, fand in der Ausstellung nicht nur luftige Erkenntnisse. Mit Susanne Mudra und Karlheinz Bauernfeind hat sich Jürgen Klein zwei Partner ins Haus geholt, die sehr realistisch mit dem Kunsthandwerk "Keramik" ans Werk gehen. Susanne Mudra hat witzige und authentisch nachgebaute Tierplastiken mitgebracht, Kurt Bauernfeind unterstützt sie bei ihrer Arbeit mit technischen Details wie dem Mischen der Farben für die Skulpturen. Geht Bauernfeind selbst ans Werk, fertigt er Schmuckstücke aus Keramik. Die beiden Konnersreuther beschäftigen sich erst seit gut zwei Jahren mit dem Kunsthandwerk "Keramik" und stellen erstmals ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor.
Den Erlös der verkauften Wolkenbilder spendet Jürgen Klein der Hospitz Amberg. Die schöne Ausstellung mit Titel "Himmel der Oberpfälzer" (Jürgen Klein) und "Keramik unter Wolken" (Susanne Mudra und Kurt Bauernfeind) kann bis 30. Juni im Kunsthaus jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.



















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