21.05.2018 - 12:50 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neues Logo für Ferienregion Zeichen für das Stiftland setzen

Die Ferienregion Stiftland und die IKOM haben für den Außenauftritt ein neues Logo konzipieren lassen. Auch nach innen gibt es etliche Veränderungen. Im Zentrum steht das "heilsame Landschaftserleben".

Wolfgang Kaiser, Belinda Hoyer, Brigitte Hegen, Bernd Sommer und Roland Grillmeier (von links) sind stolz auf das neue Logo. Bild: plym
von Redaktion OnetzProfil

Bislang hatte die Ferienregion Stiftland nur einen gelben Schriftzug, jedoch kein Logo. Als Symbol nach innen und außen entwickelte die Marketingagentur C3 einen Slogan mit einem passenden Bild. Es soll den Start für die intensive Zusammenarbeit der Ferienregion Stiftland mit der IKOM (siehe Infokasten) markieren. Neben den vielen verschiedenen Handlungsfeldern der interkommunalen Zusammenarbeit soll auch der Bereich Tourismus stärker bedacht werden.

Die Ferienregion Stiftland hat ihren Sitz in Waldsassen und umfasst die gleichen zehn Gemeinden wie die IKOM. Bei einem Workshop haben die zehn Vertreter aus den jeweiligen Kommunen ein gemeinsames Konzept erarbeitet. Für Belinda Hoyer, Projektmanagerin der Ferienregion Stiftland, die auch daran teilnahm, ist die Kernaussage schnell geklärt: "Wir einigten uns auf den Titel ,Heilsames Landschaftserleben'. Egal ob Orte, Begegnungen oder das Zoiglbier: In gewisser Weise wirkt alles heilsam auf Körper und Seele." Diesen Arbeitstitel haben die Vertreter dann an die Medienagentur C3 übermittelt. "Nach gründlicher Auswertung der Informationen und Eigenrecherche mussten wir einen Slogan für das Logo erarbeiten. Das Ergebnis war ,Stiftland - Ein Geschenk für die Seele'. Geschenk im Bezug auf das Stiftland, weil das ,gestiftete' Land einst ein Geschenk war und Seele wegen der positiven Aspekte des Stiftlands. Egal ob Kirchen, Wald oder Bier, für jeden ergeben sich andere Wohlfühlaspekte, die in dem Slogan hervorgerufen werden sollen", sagt Brigitte Hegen, Mediengestalterin bei C3. Für das Logo hatte C3 drei Farben ausgesucht: "Gelb repräsentiert die Getreide- und Rapsfelder und wurde aus dem alten Schriftzug übernommen. Mit Grün wird auf die vielen Wälder und Wiesen verwiesen und Blau steht für Himmel und die Teiche in der Region. Der Slogan darunter ist in klarer Schrift geschrieben mit Groß- und Kleinbuchstaben, die den Lesefluss erleichtern. Die Farben in dem Fünfeck werden getrennt durch bleiverglaste Fenster, die an Kirchen erinnern sollen, die Farben besser zur Geltung kommen lassen und so ein schönes Bild ergeben."

Zwar kreierte C3 zwei Logos, doch die Ferienregion Stiftland entschied sich sofort für das dreifarbige. Hoyer erinnert sich: "Wir wussten sofort, das ist es. Es ist eindeutig, auffällig und leicht zu erklären für den Gast." Das Logo befindet sich auch auf dem Imagekatalog "Steinwald und Stiftland", der bis vor vier Jahren noch als extra Steinwald- und Stiftland-Ausgabe getrennt war, doch 2014 fusionierte. Alle zweieinhalb Jahre erscheint nun im Schnitt eine Ausgabe.

Willkommen-Schilder

Symbolisch und bewusst fand die Bekanntgabe im Haus St. Joseph in Waldsassen statt, weil das Kloster Waldsassen für die Region stehe. Auch erste Zukunftsvisionen sind schon im Gespräch: "Wir hätten gern ein ,Willkommen im Stiftland-Schild' vor jedem Ort. Am besten bringt man dies zusätzlich zum Ortsschild an", rät Hoyer. Auch Roland Grillmeier, Bürgermeister von Mitterteich und IKOM-Vorsitzender, bestätigt: "Diese Idee ist schon im integrierten ländliches Entwicklungskonzept enthalten und für Mitterteich wird dies bald auf der Stadtratssitzung vorgetragen."

Außerdem ist momentan im Gespräch, das Logo auch dreidimensional zu gestalten, wobei aber eine genauere Umsetzung noch nicht feststeht. Laut Hoyer war der Bedarf nach diesem Logo groß: "Die Identifikation mit dem Stiftland wächst: Immer öfter hört man den Ausspruch ,Wir Stiftländer'. Die Bürger möchten das Stiftland nach außen tragen. Es ist aktueller als je zuvor, daher: Je mehr Außenmarketing, desto mehr Identifikation." Auch der finanzielle Aspekt der Eingliederung der Ferienregion Stiftland in die IKOM sei nicht außer Acht zu lassen, meint Hoyer: "Bisher hat sich die Ferienregion Stiftland intern selbst finanziert. Ab jetzt erhalten auch wir endlich Fördergelder."

Die IKOM

Die interkommunale Zusammenarbeit (IKOM) von zehn Gemeinden im Landkreis Tirschenreuth wurde 2015 gegründet. Die Kommunen Bärnau, Mähring, Konnersreuth, Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen, Neualbenreuth, Pechbrunn, Leonberg und Plößberg sind seitdem durch die IKOM verbunden. Geschäftsführer Wolfgang Kaiser und Vorsitzender Roland Grillmeier wollen gemeinsam Aktivitäten in vielen Handlungsfeldern intensivieren. Enger Partner ist dabei das Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth, das die IKOM konzeptionell und finanziell unterstützt. Die Wahrnehmung der Gemeinden sei gebündelt höher. Auch in der Landes- und Bundespolitik erreiche man eine höhere Gewichtung, so die feste Überzeugung. Seit 2015 arbeitet ein Planungsbüro an der Erstellung eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) für die Region Stiftland . Die IKOM wird das Ergebnis voraussichtlich Anfang Juli vorstellen. Neben dem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept gab es auch ein Museumsprojekt, ein Klärschlammprojekt und mehrere Sitzungen und Workshops. Besonders hervorzuheben ist auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien.

Egal ob Orte, Begegnungen oder das Zoiglbier: In gewisser Weise wirkt alles heilsam auf Körper und Seele.Belinda Hoyer

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