03.09.2018 - 12:58 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Zügig zum Einsatzort

Im Zuge der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit steigt jährlich ein Biwak mit der Reservistenkameradschaft Waldsassen, dem THW sowie der Feuerwehr und dem BRK Waldsassen. Im Mittelpunkt steht heuer das zügige Vorrücken zu einem Einsatzort.

Auf dem Programm des Ausbildungstages stand unter anderem das Befreien eines steckengebliebenen Fahrzeugs.
von Externer BeitragProfil

Der Ausbildungstag des Wochenend-Biwaks begann nach der Einweisung mit einem "motorisierten Marsch" ("Mot-Marsch") über die Autobahn zum Standortübungsplatz Weiden. Die Großschadensereignisse der vergangenen Jahre machten es notwendig, dass Kolonnen von bis zu 20 Fahrzeugen auf normalen Verkehrswegen unterwegs waren. Diese Kolonnen werden nach der Straßenverkehrsordnung als geschlossene Verbände bezeichnet, die mit einer Kennzeichnung durch blaue Beflaggung als ein Fahrzeug zu sehen sind. Aus diesem Grund ist es für zivile Fahrzeuge verboten, sich zwischen den Fahrzeugen der Kolonne einzureihen. Ziel ist es, dass die Kolonne möglichst schnell und in einem Stück den Einsatzort erreicht. Hohe Anforderungen kommen somit auf die Kraftfahrer zu. Sie müssen auf die vorgeschriebenen Abstände achten und die Geschwindigkeit nach Vorder- und Hintermann ausrichten.

Schwieriges Gelände

Ein weiteres Ausbildungsziel war das Fahren im schwierigen Gelände. Unter anderem galt es, Hindernisse zu überwinden und Gewässer (simuliertes Hochwasser) zu durchfahren. Erschwert war vor allem das Anfahren vor steileren Hindernissen. Auch galt es, die richtige Geschwindigkeit auf unbefestigten Straße zu wählen. Für den Nachmittag hatten sich die Ausbildungsleiter, Hauptfeldwebel der Reserve Michael Filchner und Stefan Prüm vom Technischen Hilfswerk Marktredwitz, einen besonderen Ausbildungsplan ausgedacht: Es wurde angenommen, dass sich zwei Fahrzeuge so festgefahren haben, dass ein Weiterkommen nicht mehr möglich ist. Geübt wurden deshalb das Anlegen verschiedener Zugseile und diverse Abschleppmöglichkeiten. Schließlich konnten die beiden Fahrzeuge nach schweißtreibender Arbeit der Einsatzkräfte ihre Fahrt fortsetzen.

Auch das Reinigen der Fahrzeuge von Staub und Schmutz gehörte noch zum Programm des Ausbildungstages. Dazu wurde die Waschanlage auf dem Standortübungsplatz genutzt. Der Dienstaufsichtsführer, Kreisorganisationsleiter Günter Bogner, zeigte sich erfreut über den hohen Ausbildungsstand der THW-Besatzungen und das Interesse der Reservisten. Der Stabsfeldwebel der Reserve dankte in der Abschlussbesprechung den Ausbildern und den Teilnehmern für ihr diszipliniertes Verhalten.

Feldmesse und Zoigl

Zurück zum Biwak-Platz bei der Allerheiligenkirche bei Wernersreuth führte der "Mot-Marsch" dann über Landstraßen. Dort hieß es zunächst, Uniform und Stiefel zu reinigen. Die traditionelle Feldmesse um 18 Uhr in der Allerheiligenkirche mit den Pfarrangehörigen von Wernersreuth und Umgebung zelebrierte der Waldsassener Pfarrvikar Markus Hochheimer. Den Ministrantendienst versahen wieder Major der Reserve Josef Reindl und Reservistenkameradschafts-Vorsitzender Bruno Salomon. Anschließend folgte auf der "Heiling-Wiese" ein gemütliches Beisammensein mit Grillspezialitäten und Bier. Die Ausbildungsteilnehmer durften sich auf eine Schaschlikpfanne und Zoigl vom Fass freuen. Auch Partnerinnen der Kameraden hatten sich zahlreich eingefunden. Auf das übliche romantische Lagerfeuer musste heuer witterungsbedingt aber verzichtet werden.

Am Sonntag wurde das große Militärzelt wieder abgebaut und nach Waldsassen zurückverlegt. Ausbildungsleiter Michael Filchner und Bruno Salomon dankten den Teilnehmern abschließend für die disziplinierte Mitarbeit.

Den Feldgottesdienst in der Allerheiligenkirche zelebrierte Pfarrvikar Markus Hochheimer. Die Reservisten Josef Reindl (links) und Bruno Salomon brachten sich wieder als Messdiener ein.

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