Waldthurn
05.09.2019 - 09:18 Uhr

Ärztliche Versorgung in Waldthurn gesichert

Derzeit wird viel über den Landärztemangel diskutiert. Auch in Waldthurn.

Dr. Nikolaus Globisch und Dr. Julia Bayer, geb. Reinl Bild: fvo
Dr. Nikolaus Globisch und Dr. Julia Bayer, geb. Reinl

Im Bericht über die Marktratssitzung war der Eindruck entstanden, dass die Übernahme der Gemeinschaftspraxis von Dr. Nikolaus Globisch und Nina Eckl durch zwei junge Ärzte unmittelbar bevorstehe Auf Nachfrage meinte Globisch, dass eine Klarstellung unbedingt nötig sei. Er hat am 1. Juli 1980 die hausärztliche Praxis eröffnet, so kann er im kommenden Jahr 40-jähriges Jubiläum feiern. Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Fachärztin für Allgemeinmedizin Nina Eckl aus Vohenstrauß zunächst als Mitarbeiterin, dann als Teilhaberin mit Globisch in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung tätig. Die in der Praxis tätigen Medizinischen Fachangestellten arbeiten seit vielen Jahren, zum Teil von Anfang an in der Praxis mit. Vielen Mitbürgern dürfte aus der Presse bekannt sein, dass es immer schwieriger wird, Arztstellen auf dem Land nachzubesetzen. „Auch wir beschäftigen uns seit einigen Jahren mit dieser Problematik, weil wir verhindern wollten, dass unsere schöne Marktgemeinde in näherer Zukunft ohne ärztliche Versorgung auskommen müsste“, sagte Globisch.

„Gottseidank haben sich in der Zwischenzeit zwei junge Ärzte gefunden, die in absehbarer Zeit unsere Praxis übernehmen wollen“, erklärte der Mediziner weiter. Dr. Julia Bayer, geborene Reinl, aus Grafenreuth befindet sich derzeit in der Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin im Krankenhaus Tirschenreuth und muss noch einige Jahre bis zur Facharztprüfung absolvieren. Dr. Sebastian Hoppe aus Weiden arbeitet im letzten Jahr seiner fachärztlichen Weiterbildung und wird nach erfolgter Facharztprüfung im Laufe des nächsten Jahres zu der Waldthurner Praxis stoßen, um Globisch spätestens zu Beginn 2021 abzulösen. Eckl bleibt noch einige Jahre in der Landarztpraxis tätig, bis dann Bayer übernimmt. „Wenn es die standesrechtlichen Erfordernisse und die bürokratischen Bedingungen erlauben, möchte ich noch einige Zeit als einfacher ärztlicher Mitarbeiter stunden- und aushilfsweise weiter mitarbeiten“, betonte Globisch.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.