03.02.2020 - 11:06 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Baxi-Haltestellen auch in Waldthurn

Baxi-Rufbuslinien, Serviceverträge, Anträge, Neugestaltungen, Mittagsbetreuung, Partnerschaft: Viele zukunftsorientierte Entscheidungen hatten die Markträte gleich in der ersten Sitzung des neuen Jahres zu treffen.

Die Haltestellen der Rufbuslinie wurden alle mit einem Zusatzschild ausgestattet und so kenntlich gemacht. Im Gemeindebereich findet man an fast allen regulären Haltestellen die neuen "Baxi-Schilder".
von Tanja PflaumProfil

Seit dem 1. Februar sind zehn neue Baxi-Rufbuslinien gestartet – auch in der Waldthurner Gemeinde wurden mehrere Haltestellen vom örtlichen Bauhof eingerichtet. Das Material dafür wurde vom Landratsamt kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Baxi-Rufbus hält bei fast allen regulären Haltestellen im Gemeindebereich und "kombiniert die günstigen Fahrpreise und klaren Strukturen von Bussen mit dem Komfort und der Flexibilität von Taxis" - laut Beschreibung. (Infos dazu unter www.new-baxi.de). Gerade in ländlichen Regionen ist es oft schwierig mit den „regulären“ Buslinien von A nach B zu kommen, wie man auch in Waldthurn feststellen kann. Die bereits vorhandenen Haltestellen wurden mit zusätzlichen Hinweisschildern ausgestattet.

Ohne Gegenstimme wurde der Abschluss von Serviceverträgen für die Systemwartung und das Fernnotrufsystem der Aufzugsanlagen in den Anwesen Marktplatz 2 und 13 mit der Firma Schmitt+Sohn Aufzüge, Bayreuth, genehmigt. Die Systemwartung kostet rund 1200 Euro pro Jahr, der Vertrag läuft fünf Jahre. Das Notrufsystem kostet knapp 75 Euro pro Monat. Auch hier beträgt die Vertragsdauer fünf Jahre. Beimler merkte an, dass eine weitere Aufzugsanlage im Lobkowitzschloss eingebaut wird, für die man ebenfalls einen Servicevertrag benötigen wird. „Vielleicht können wir ja dann wegen der Kosten noch einmal mit der Firma verhandeln“, meinte er.

Ein Punkt der Tagesordnung betraf einen Antrag an das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) auf Aufnahme der Ortschaft Spielberg in ein vereinfachtes Dorferneuerungsverfahren beziehungsweise auf Beiziehung in das Dorferneuerungsverfahren Waldthurn 3. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, beides zu beantragen und bei Genehmigung zu prüfen, welche Variante günstiger wäre. Einen deutlichen Zeitvorsprung würde die Zuziehung zum Dorf- und Flurneuordnungsverfahren Waldthurn 3 bringen, da man keinen Dorferneuerungsplan mehr benötigt, so Beimler. Hubert Stahl regte an, auch Wampenhof mit beizuziehen. Auch Michael Steiner tendiert zur Beiziehung, da für ihn der zeitliche Faktor eine große Rolle spielt.

Die Vorentwürfe zur Neugestaltung der Ortsmitte und zur Niederschlagswasserableitung in Ottenrieth lagen dem Gremium vor. Das Gemeindeoberhaupt schlug zur Neugestaltung der Ortsmitte vor, in diesem Jahr eine ordentliche Planung anzustreben und alles weitere auf 2021 zu verschieben. „Wir haben so viele Aufgaben und Arbeiten, die heuer auf uns zukommen – alles auf einmal geht nicht!“, so Beimler. Dem stimmten auch die Markträte zu. Alois Weig bat darum, zumindest die Bepflanzung um das neue Dorfkreuz durchzuführen, damit es ein ordentliches Bild ergibt. Für die Niederschlagswasserableitung gilt ähnliches. Die Planungen werden auf den Herbst dieses Jahres verlegt und die Maßnahme erst 2021 auf die Liste der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 gesetzt.

Zur gemeindlichen Schüler-Mittagsbetreuung konnte Bürgermeister Beimler auch Positives berichten. So konnte das Defizit von 15 770 Euro (Schuljahr 2014/2015) erfreulicherweise auf knapp 11 700 Euro (2018/2019) gesenkt werden. Für das Schuljahr 2020/2021 ist keine Beitragserhöhung vorgesehen. So bezahlen Eltern für die Betreuung von bis zu drei Stunden täglich für einen Tag pro Woche monatlich 15 Euro. Zwei Tage schlagen mit 30 Euro/Monat zu Buche, drei Tage kosten monatlich 45 Euro. Wer an mehr als drei Tagen Betreuung benötigt bezahlt 55 Euro im Monat. Gleichzeitig merkte Beimler an, dass man früher oder später nicht um eine Ganztagsschule herumkommen werde, vor allem da diese Schulen ab 2025 flächendeckend gefordert werden.

Einstimmig waren die Gemeindevertreter dafür, auch in diesem Jahr den AMVC Tremesme bei der Kolowrat-Ralley zu unterstützen. Diese führt am 13. Juni wieder durch die Marktgemeinde. Die Mittagspause soll dieses Jahr in Vohenstrauß sein.

Auch die Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen mit der Partnergemeinde Hostau fanden nur Zustimmung. So wird bereits Anfang April ein Treffen mit den ehemaligen Stadt- und Gemeinderäten und Gründervätern der Partnerschaft in Waldthurn stattfinden. Ein Ausflug nach Bayreuth ist am 28. Mai geplant. Im Juni geht es zur Fachmesse für Feuerschutz nach Hannover und im Sommer gibt die Trachtenkapelle ein Konzert am Hostauer Marktplatz. „Natürlich finden auch die gegenseitigen Besuche zum Jakobifest in Hostau und zum Waldthurner Bürgerfest statt“, merkte der Rathauschef an.

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