Zu Beginn der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Georg Bocka am vergangenen Donnerstag über den Stand der „Endlagersuche für hochradioaktiven Abfall“. Constanze Schmucker vom Landratsamt Neustadt informiere dazu regelmäßig die Kommunen. Die Suche sei noch nicht abgeschlossen, so Bocka. Infrage kämen Gebiete rund um Flossenbürg, Georgenberg, und ein kleiner Teil betreffe das Waldthurner Gebiet. Auch Flächen bei Waidhaus seien möglich. „Als Gemeinde brauchen wir nicht tätig werden, da uns das Landratsamt vertritt“, fügte Bocka an. Man könne nur hoffen, dass die Gebiete ausgeschlossen würden.
Zum Anbau an den Kindergarten lag ein Nachtragsangebot zum Gewerk „Trockenbau“ der Firma Riedl Holzbau GmbH & Co. KG in Höhe von rund 20 900 Euro vor. Einstimmig erhielt die Firma den Auftrag. Die Anfertigung von vier Innentüren wird nach Abstimmung im Gremium die Schreinerei Alois Bäumler übernehmen. Die Kosten liegen bei rund 7500 Euro brutto.
Statikberechnung nötig
Das Büro „Weidner Architektur“ informierte, dass bezüglich des Mensa-Baus die Erstellung der Statik für den Rückbau der Kellerdecke im Technikraum sowie für die gesamte Gründung nötig sei. Es wird das Büro „Lehner & Baumgärtner“ aus Weiden empfohlen, von dem bereits ein Angebot vorläge. Die Honorarsumme liege bei 8330 Euro. Bocka fügte hinzu, dass man um die Statikberechnung nicht herumkommen werde – die Decke müsse definitiv tiefer gesetzt werden. Dem stimmte das Gremium zu.
Zum Abbruch eines Nebengebäudes beim Pilotprojekt „Schlossgraben 2“ gab es ein Nachtragsangebot der Firma Plannerer aus Pullenreuth in Höhe von 16.800 Euro. Zunächst waren nur Rückbauarbeiten am Hauptgebäude vorgesehen. Zur besseren Nutzung des Gebäudes und des Innenhofs empfiehlt das Büro „Weidner Architektur“ den Abbruch des Nebengebäudes. Da das Amt für Landwirtschaft und Ernährung (ALE) bezüglich der Arbeiten bereits nachgefragt habe und das Projekt zügig abgeschlossen werden solle, stimmten die Markträte dem Angebot ebenfalls zu.
Bezüglich des Beweissicherungsverfahrens zu angrenzenden Gebäuden gab es ein Angebot des Sachverständigenbüros Adam aus Mitterteich. Die Kosten liegen hier bei 1666 Euro. Roman Bauer regte an, nicht nur den Torbogen in das Verfahren aufzunehmen, sondern die gesamte Vorderseite des Anwesens.
Anfragen zu Windelsäcken
Wiederholt gingen in der Gemeindeverwaltung Anfragen hinsichtlich der Ausgabe von kostenlosen Windelsäcken ein. Die Meinungen im Gremium dazu waren sehr unterschiedlich – von „wir hatten auch Kinder“ bis zum Verständnis für Betroffene. Bocka erklärte, dass man sich mit dem Markt Eslarn in Verbindung gesetzt habe, um sich über die dortige Vorgehensweise zu informieren.
Keine Einwände gab es zum Bauantrag der Firma Riedl Holzbau GmbH & Co. KG zur Erweiterung des bestehenden Verwaltungs- und Ausstellungsgebäudes. In seinen Mitteilungen informierte Georg Bocka darüber, dass das Architekturbüro Meißner den Brandschutznachweis für den Anbau eines Speisesaals mit Aufbereitungsküche sowie der Raumänderung der Nachmittagsbetreuung entsprechend geändert und dem Landratsamt wieder vorgelegt habe. Man warte nun auf die Erteilung der Baugenehmigung.
„Am 2. Oktober gibt es um 9 Uhr eine Praxisvorführung von Winterroggen in Direktsaat auf der Demofläche im Wasserschutzgebiet“, so Bocka und lud dazu ein. Marktrat Georg Stahl (CSU) bemängelte noch viele Löcher in der Straße nach Albersrieth. Bocka merkte an, das es noch weitere Stellen gäbe, die zeitnah in Angriff genommen werden. Daniel Bergmann (CSU) sieht Handlungsbedarf auf dem Spielplatz in Lennesrieth – die Geräte seien in die Jahre gekommen und auch Müll mache den Platz unattraktiv.
Roman Bauer (FWG) sprach auch das Geländer im Bereich Schäferei an, dass repariert werden müsse. Der Rathauschef habe bereits mit dem Bauhof gesprochen und „eine lange Liste“ an den Bauhofleiter übergeben. Manuela Grünauer (SPD) stellte fest, dass der Container-Platz beim Bauhof „furchtbar ausschaue“. Bocka erklärte, dass man schon Vieles ausprobiert habe – weder Öffnungszeiten oder Videoüberwachung haben den gewünschten Erfolg gebracht. Der Bauhof räume immer wieder auf. Bocka appellierte an die Bürger, den Platz sauber zu halten und erinnerte daran, dass es auch einen zweiten Container-Platz gibt.













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