Waldthurn
18.11.2019 - 09:00 Uhr

Bund Naturschutz zum Jubiläum in Waldthurn reich beschenkt

Auf drei Jahrzehnte blickt die BN-Ortsgruppe Waldthurn zurück. Ein Künstler beschenkt zum diesem Anlass seine Heimat mit sieben Werken.

Hans Malzer (Mitte) schuf sieben Wortsäulen, die nun auf einer Streuobstwiese einen Skulpturenweg bilden. Bild: fvo
Hans Malzer (Mitte) schuf sieben Wortsäulen, die nun auf einer Streuobstwiese einen Skulpturenweg bilden.

Der erste Teil dieses Jubiläums fand an der vom BN betreuten Streuobstwiese am Wallfahrtweg direkt gegenüber des Heiligen Nepomuk statt. Mit dabei der in Waldthurn aufgewachsene Künstler Hans Malzer, der mit seiner Familie aus Adelsried bei Augsburg in seinen Heimatort angereist war. „Wir feiern heute das 30-jährige Bestehen der BN-Ortsgruppe Waldthurn und haben uns dafür einen Ort ausgesucht, der das Zentrum unserer Arbeit ist“, sagte der Lennesriether BN-Schriftführer Hans Pausch einleitend.

Der Sprecher stellte aber einen weiteren wichtigen Grund in den Fokus, warum man gerade zur Wiese am Fuße des Fahrenberg gekommen sei. Mit Malzer könne man einen ehemaligen Dozenten und renommierten Künstler der Universität Augsburg begrüßen, der seinen Heimatort mit sieben Kunstwerken beschenkt.

Seine in Waldthurn lebende Schwester Maria Ries sei als zweite Vorsitzende auch eine tragende BN-Säule in Malzers Heimatort. Bei den Kunstwerken handle es sich um sieben Säulen, die den Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi vorstellen.

Mit diesem Skulpturenweg wolle er seinem Ort was zurückgeben. Seine Schwester habe die Streuobstwiese als idealen Platz für die sieben Wortsäulen als einen Weg vorgeschlagen. Der Künstler nannte den Heiligen Franz von Assisi als den Heiligen, der für die Natur und Schöpfung steht. „Für mich ist es der beste Heilige, den es gibt“. Die sieben Kunstwerke aus Baumstämmen verschiedener Hölzer bezeichnet Malzer als „Wortsäulen“, da hier der Sonnengesang in Verbindung mit bildnerischer Gestaltung zitiert ist.„Diese sieben Wortsäulen sollen die Straße zum Fahrenberg begleiten“. Zur Bearbeitung des Holzes habe er als Werkzeug eine Kettensäge und auch Schnitzeisen und Holzschlegel kombiniert benutzt. Die Kunstwerke laden zum Lesen und Schauen ein.

Pausch meinte, es sei gut, dass man einen Fachmann wie Architekten Rudi Meißner in seinen BN-Reihen hat, der tags zuvor zusammen mit dem Bauhof sich um die technischen Belange der Aufstellung der „Wortsäulen“ gekümmert habe. „Mit diesen Säulen bekommt diese herrliche Streuobstwiese eine ganz große Aufwertung und ist ein Schmuckstück für die Gemeinde“. Gerade bei den vorbeiführenden Wallfahrtsweg dürfte bei den Pilgern in Zukunft ein bewundernder Blick auf die sieben Säulen fallen. Pfarrer Norbert Götz nahm die kirchliche Segnung vor, BN-Mitglied Elisabeth Meißner sprach den Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi.

Rudi Meißner erklärte den Gästen wie den Vorstandsmitglied der Kreisgruppe Neustadt/WN Weiden und Kreisrätin der ÖDP, Dr. Barbara Kindl, dass der BN Waldthurn die Streuobstwiese zur Pflege von der Gemeinde 2007 übernommen und dabei zehn Bäume mit verschiedenen Obstsorten gepflanzt hat. Tags zuvor habe man, um den Festakt zeitlich zu straffen, bereits einen Jubiläumsbaum gepflanzt. Es handelt sich um einen kleinen kommunalen Birnbaum mit den hübschen Namen „Gräfin von Paris“ - lateinisch pyrus communis. An den Bäumen auf der Streuobstwiese wächst Obst, die die Leute hier völlig legal auch ernten dürfen. „Die Bäume zusammen mit deinen Kunstwerken sind einfach großartig“, meinte Pausch.

Im Gasthaus zum Maler-Michl begrüßte der kommissarische Vorsitzende der derzeit 30 Mitglieder starken BN-Ortgruppe, Konrad Seibert, die Festgäste. Besonders freute er sich, dass mit Helmut Schöner der Gründungsvorsitzende mit seiner Ehefrau Constanze gekommen war. Bürgermeister Josef Beimler gratulierte „dem ökologischen Gewissen“ in der Marktgemeinde zum 30. Geburtstag. Trotz Meinungsverschiedenheiten finde man immer einen Konsens. Beimler schätze es sehr, dass sich jemand um die Lebensgrundlagen in der Gemeinde kümmert. „Man wird manchmal leichtsinnig und es ist gut, wenn man dann jemand hat, der den ökologischen Zeigefinger hebt“.

BN-Kreisvorsitzender Hans Babl dankte den beiden Vorsitzenden Konrad Seibert und Maria Ries. Rudi Meißner und Hans Pausch ließen schließlich multimedial die drei Jahrzehnte BN-Ortsgruppe Waldthurn in Wort und Bild Revue passieren.

Zum Festakt 30 Jahre BN-Ortsgruppe Waldthurn übergibt der gebürtige Waldthurner Hans Malzer Kunstwerke. Bild: fvo
Zum Festakt 30 Jahre BN-Ortsgruppe Waldthurn übergibt der gebürtige Waldthurner Hans Malzer Kunstwerke.
Pfarrer Norbert Götz segnet beim Festakt 30 Jahre BN Ortsgruppe Waldthurn die vom Künstler Hans Malzer gespendeten Wortsäulen. Bild: fvo
Pfarrer Norbert Götz segnet beim Festakt 30 Jahre BN Ortsgruppe Waldthurn die vom Künstler Hans Malzer gespendeten Wortsäulen.
Hans Malzer (Mitte) erklärt seine Kunstwerke. Bild: fvo
Hans Malzer (Mitte) erklärt seine Kunstwerke.
Rudi Meißner, Hans Pausch und Konrad Seibert pflanzen einen Jubiläumsbirnbaum "Grafin von Paris". Bild: fvo
Rudi Meißner, Hans Pausch und Konrad Seibert pflanzen einen Jubiläumsbirnbaum "Grafin von Paris".
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