26.10.2018 - 09:43 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Ehre, wem Ehre gebührt

Am Ende der Oktobersitzung des Marktrates Waldthurn meldet sich stellvertretender Bürgermeister Roman Bauer zu Wort: „Ich habe zwar keine Anfrage vorzubringen, aber dennoch etwas Wichtiges zu vermelden.“

Stellvertretender Bürgermeister Roman Bauer (links) gratuliert im Namen aller Fraktionen Bürgermeister Josef Beimler (Mitte) zu der besonderen Ehrung. Kämmer Josef Götz (hinten) hält ein kleines Präsent bereit.
von Tanja PflaumProfil

Bereits vor über einem Jahr hat es begonnen. Im Namen aller Fraktionen hatte Roman Bauer ein Schreiben verfasst, mit dem er Bürgermeister Josef Beimler für die Verleihung der kommunalen Verdienstmedaille vorschlug. Dieser Brief ging zunächst an den Landrat, danach zur Regierung der Oberpfalz nach Regensburg und schlussendlich nach München. Nun bekam Bauer die Bestätigung, dass Innenminister Joachim Herrmann die „Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung in Bronze“ an Bürgermeister Josef Beimler verliehen hat. Überreicht wird sie am 29. November von Regierungspräsident Axel Bartelt im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz.

„Lieber Josef, diese Ehrung hast du mit Sicherheit verdient!“, begann Bauer seine kurze Rede. Die Ehrung bestätige die Leistungen, die Beimler seit Jahrzehnten für die Gemeinde Waldthurn erbringe. „Unermüdlich bist du im Einsatz, immer zum Wohl der Gemeinde“, lobte Bauer. Er wolle jetzt gar nicht aufzählen, was Beimler als Marktgemeinderat, dritter Bürgermeister oder seit 2002 als erster Bürgermeister „auf die Beine gestellt hat“ – das würde den zeitlichen Rahmen sprengen. „Ich gratuliere herzlich im Namen aller Fraktionen und der anwesenden Zuhörer zu dieser Ehrung“, schloss Bauer. Unter großem Beifall überreichte er dem Bürgermeister ein kleines Geschenk. Der Rathauschef bedankte sich für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Als besondere Überraschung waren auch Beimler‘s Ehefrau Hilde, Tochter Anna mit Enkelkind Josefa und Sohn Franz-Josef ins Rathaus gekommen, um bei der Verkündung der Ehrung mit dabei zu sein.

Zuvor hatten die Markträte aber noch einige Punkte zu besprechen und Entscheidungen zu treffen gehabt. So stand erneut die Anlage einer Panoramaterrasse beim Wohngebiet „Hirmersbühl“ auf der Tagesordnung. „Ich hatte gedacht, dass eigentlich alles geklärt ist“, wunderte sich Bürgermeister Beimler. Das Landratsamt fordert nun, eine Flächenbilanzierung anzufertigen, die die Eingriffe in Naturhaushalt und Landschaftsbild darstellt und Minimierungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen festlegt. Zudem muss die Änderung der Böschungen (genaue Exposition und Umfang einer möglichen Böschungsbepflanzung) planerisch dargestellt werden. Einstimmig war hier das Gremium dafür, Landschaftsarchitektin Susanne Augsten, Naila, damit zu beauftragen.

Zur Marktratssitzung lag auch die Entwurfsplanung von Architekt Rudolf Meißner zur energetischen Sanierung und Umbauten im Kellergeschoss für die Heizanlage für das „Gemeindehaus“ (ehemaliges Schwesternheim) vor. Diskussionsbedarf bestehe noch hinsichtlich der der Kostenaufteilung für die gemeinsame Heizungsanlage Pfarrheim – Gemeindehaus. Laut Architekt Meißner könne man über den Modus der Kostenverteilung noch sprechen und entsprechende Änderungen beim nächsten Planungsschritt mit einfließen lassen. Georg Bocka hatte eine Frage zur Außendämmung, da an dem Gebäude ein Mosaik angebracht ist, das erhalten werden sollte und der Dachvorsprung „eventuell auch nicht so viel hergibt“. Beimler merkte dazu an, dass dies in Absprache mit dem Planer und dem Bauausschuss geklärt werden soll, aber er jetzt da kein Problem sehe. Michael Steiner regte an, bezüglich der gemeinsamen Heizanlage in beiden Gebäuden einen Verbrauchsmesser anzubringen, um die Kosten genau zu ermitteln. Die Entwurfsplanung wurde abschließend einstimmig genehmigt, wobei die Heizanlage ausgeklammert wurde, bis alles geklärt ist.

Ein weiterer Punkt betraf die Förderinitiative „Innen statt Außen“. Architekt Rudolf Meißner wurde für die Sanierungsobjekte Marktplatz 2, 7 und 13 mit der Planung beauftragt. Im Rahmen der Entwurfsplanung benötigt der Architekt Kostenaussagen von Fachplanern (Heizung, Sanitär, Elektro, Statik). Das Gremium entschied sich bei der Elektroplanung für das Planungsbüro ETEG Gmeiner (Waldthurn), beim Thema „Statik“ für Ingenieur Doktor Thomas Gollwitzer (München). Heizung/Lüftung/Sanitär soll vom Ingenieurbüro Grünwald & Ach (Weiden) übernommen werden.

Für die Ferienzeitbetreuung 2019 wird wieder ein Kooperationsvertrag mit der Learning Campus gGmbH, Trabitz abgeschlossen. Beimler wies hier auf ein geändertes Anmeldeverfahren hin. Die Eltern melden künftig ihre Kinder direkt beim Anbieter an. „Wir werden auch 2019 eine Woche bezuschussen“, fügte er hinzu.

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