14.11.2021 - 14:04 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Feuerwehr Lennesrieth wünscht sich neues Fahrzeug für 200.000 Euro

Die Freiwillige Feuerwehr Lennesrieth möchte ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Der Marktrat Waldthurn hebt den Daumen. Mehr Diskussionen gab es, als es um Lüftungsgeräte für Schulen und Kitas ging.

Die Freiwillige Feuerwehr Lennesrieth möchte ein neues Fahrzeug. Aus mehreren Gründen hat sie sich für ein Tragkraftspritzenfahrzeug-L (Logistik) entschieden. Kosten: 200.000 Euro.
von Tanja PflaumProfil

Die Lennesriether Feuerwehr möchte ein Tragkraftspritzenfahrzeugs-L (Logistik). Es ei wegen seiner Rollcontainer für die verschiedensten Einsatzlagen nutzbar. Sie möchte kein Iveco-Daily-Grundfahrgestell, sondern ein größeres LKW-Grundfahrgestell verwenden. Das diene der Sicherheit. Diese Vorgaben werden auch von Kreisbrandrat Marco Saller und Kreisbrandinspektor Martin Weig unterstützt. Wichtig ist, dass für das neue Fahrzeug kein Führerschein der Klasse C benötigt wird – dies schränkt auch das zulässige Gesamtgewicht ein. Der Preisunterschied zum kleineren Iveco-Fahrgestell liegt bei rund 20 000 Euro. Die Fahrzeugkosten könnten sich dadurch für das Fahrgestell, den Aufbau und die Beladung – ohne Tragkraftspritze – von ungefähr 180 000 Euro auf 200 000 Euro steigern.

Um eine europaweite Ausschreibung zu vermeiden, schlägt Saller vor, die Tragkraftspritze getrennt und erst im nächsten Jahr auszuschreiben. Das Fahrzeug selbst soll haushaltstechnisch auf 2022 und 2023 verteilt werden, merkt Bürgermeister Josef Beimler an. Für die Ausschreibung soll, wie beim TSF der Feuerwehr Bernrieth, das Fachbüro Dittmann aus Passau eingesetzt werden. Die Kosten des Fachbüros werden zu 50 Prozent auf den Eigenanteil der Feuerwehr Lennesrieth angerechnet. Seitens der Regierung der Oberpfalz wird für das TSF-L ein Förderfestbetrag von 42 000 Euro gewährt (für die Tragkraftspritze gäbe es noch einmal 4 700 Euro). Bei einer interkommunalen Beschaffung wäre eine Aufstockung dieser Zuschussbeiträge um 10 Prozent möglich. Eine detaillierte Aufstellung wird von der Feuerwehr noch vorgelegt. In der nächsten Sitzung werden dann die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Die Waldthurner Markträte sind einverstanden. Weitere Themen er Sitzung:

  • Um Audio-Dateien für den Geschichtsweg zu erstellen, wurden sieben Firmen angeschrieben. Der Marktrat Waldthurn beschloss einstimmig, diesen Auftrag an die Firma Kulturaufnahme MV GmbH, Erfurt, zu vergeben. Die Kosten für die zehn Audio-Dateien und die Verlinkung der vorhandenen QR-Codes liegen bei 4074 Euro (Kostenschätzung; 8900 Euro).
  • Weiter berichtete Bürgermeister Josef Beimler von der Sitzung der Lenkungsgruppe „LandKULTUR Waldthurn“. Für das technische Equipment wurden im Keller des ehemaligen Schwesternhauses Regale aufgestellt. Die Verwaltung der Geräte soll ausschließlich von Josef Pflaum senior übernommen werden. Die Hausgarage auf der Rückseite des Rathauses wurde ausgeräumt. Dort können die restlichen Ausrüstungsgegenstände und die Bühne untergebracht werden. Die Ausgabe erfolgt durch die Marktverwaltung oder das Reha-Zentrum. Von den rund 30 000 Euro die nächstes Jahr zur Verfügung stehen, werden für Veranstaltungen rund 25 000 Euro eingeplant. Der Rest steht für weitere Anschaffungen zur Verfügung. Angeregt wurde die Gründung eines Fördervereins.
  • Zur Sanierung des Lobkowitz-Schlosses wurde das Gewerk „Fassadendämmputz“ vergeben. Den Zuschlag bekam die Firma Gallitzendörfer aus Pleystein, die mit einer Angebotssumme in Höhe von 246.397,83 Euro brutto das günstigste Angebot abgegeben hatte. Für die Fensterbeschläge wurden über die Schreinerei Bäumler lediglich zwei Angebote eingeholt. Der Markt Waldthurn benötigt allerdings mindestens drei. Beimler schlug vor, die Beschläge unter Einbeziehung des Landesamtes für Denkmalschutz erneut auszuschreiben. Dem stimmten auch die Räte zu.
  • Die Pumpe des Tiefbrunnens war ausgefallen und musste ausgetauscht werden. Die Anschaffungskosten betrugen knapp 4000 Euro, der Einbau erfolgte durch den Bauhof und die Steinwaldgruppe. Das Gremium genehmigte den Austausch nachträglich.
  • Beimler teilt weiter mit, dass es bis März 2022 für die Anschaffung von Lüftungsgeräten für die Schule und die Kindertagesstätte 100 Prozent Förderung gibt. Die Kosten betragen ungefähr 3400 Euro zuzüglich 200 Euro Wartung und 1000 Euro für die Installation. Nach Rücksprache mit den Einrichtungen werden jeweils drei Geräte benötigt. Die Bestellung muss über den Markt erfolgen. Johannes Weig wollte wissen, welche Kriterien erfüllt werden müssen, und bot an, sich beim Sachverständigen des Landratsamtes zu erkundigen. Das Gremium sprach sich dafür aus, die Lüftungsgeräte erst danach anzuschaffen.
  • Im Gemeindegebiet gibt es noch immer drei Funklöcher – in Albersrieth, in Spielberg und bei der OWV-Skihütte. Beimler schlug vor, sich nicht am Bayerischen Mobilfunk-Förderprogramm zu beteiligen und verwies auf ein Schreiben der Regierung, laut dem die Telekom zusagt, dass sie bereit ist, ohne Förderung die Mobilfunkversorgung sicherzustellen. Die Markträte sprachen sich am Ende gegen eine Teilnahme am Bayerischen Mobilfunk-Förderprogramm aus und befürworteten weiterhin den eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die Telekom.
  • Keine Einwände gab es bei den eingereichten Bauplänen zum Anbau eines Carports an den bestehenden Geräteschuppen (Schulstraße 19), dem Abbruch des vorhandenen Wohnhauses und des Nebengebäudes und dem Neubau einer Garage (Hofzeil12) und der Wiedererrichtung einer Scheune als Garage mit Carport, dem Neubau einer Terrassenüberdachung und eines Gewächshauses sowie der Errichtung einer Stützmauer (Schäferei 30).
  • In seinen Mitteilungen berichtete Bürgermeister Beimler kurz über die Preisverleihung des Wettbewerbs „Gütesiegel Heimatdorf 2021“. „Die Planungen bezüglich der Sanierung des Anwesens Marktplatz 4 werden intensiviert“, so Beimler. Am 15. November treffen sich daher die Weidener Architekten, Vertreter des Reha-Zentrums und die Mitglieder des Bauausschusses. Die geschätzten Baukosten liegen bei rund 1,7 Millionen Euro und werden mit 90 Prozent bezuschusst.
  • Die Firma Kiener wird nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde den Rückschnitt der Bäume in der Fahrenbergstraße beim Kinderspielplatz und beim Schützenhaus wegen der Verkehrssicherungspflicht durchführen.
  • Die Polizeiinspektion Vohenstrauß stellt fest, dass Delikte im Zusammenhang mit falschen Polizeibeamten, dem Enkeltrick oder falschen Gewinnversprechen merklich zunehmen. Informationen dazu werden künftig im Waldthurner Marktblatt veröffentlicht

In der Bürgerversammlung informierte Josef Beimler die Waldthurner

Waldthurn

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.