05.02.2020 - 09:38 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Feuerwehren 4.0

Die Digitalisierung des Funknetzes der Feuerwehren war Thema in der Marktratssitzung. Dabei muss auch im Bereich der Funkmeldeempfänger und Sirenensteuergeräte aufgerüstet werden.

Für die Anlage auf dem Waldthurner Gemeindehaus muss ein neues Sirenensteuergerät angeschafft werden.
von Tanja PflaumProfil

Die Kosten pro Sirenensteuergerät belaufen sich auf 4000 Euro pro Stück, die Kommune benötigt vier. Bei einer Förderung verbliebe ein Gemeindeanteil von 2000 Euro pro Sirene. Förderfähig sind nur Steuergeräte, bei denen der Nachweis für den vorhandenen förderfähigen Bestand durch Vorlage der Rechnung der letzten Wartung und Prüfung erbracht wird. Allerdings ist nicht bekannt, ob diese überhaupt durchgeführt wurden. Bis 2013 sind keine Rechnungen vorhanden.

Statt Funkwecker gibt es künftig digitale Pager für die aktiven Feuerwehrleute. Laut Angaben der vier Feuerwehren werden 55 Pager zum Austausch benötigt. Die Kosten pro Gerät betragen 700 Euro, abzüglich einer 80-prozentigen Förderung bleiben für die Gemeinde 9380 Euro zu zahlen.

Zur Anschaffung des Tragkraftspritzenanhängers (TSA) für die Feuerwehr Spielberg werden die Ausschreibungen vorbereitet. Nach Insolvenz des Herstellers des ursprünglich angedachten Anhängers habe man sich noch einen Hänger des Herstellers Walser (Österreich) angeschaut, sagte Bürgermeister Beimler. Laut Recherchen stellt allerdings die eine Firma keinen Unterbau her, die andere keinen eigenen TSA und so weiter. Andreas Troidl (Marktrat und Vorsitzender der Feuerwehr Waldthurn) hat seine Hausaufgaben gemacht und der Gemeinde weitere Firmen genannt, die den Hänger und/oder den Aufbau ausführen könnten. Diese werden nun geprüft und die Ausschreibungen dementsprechend vorbereitet.

Weiter ging es um die Genehmigung der Abschlagszahlungen der kindbezogenen Förderungen. Für die Kindertagesstätte St. Josef erwartet die Einrichtung für den Bewilligungszeitraum 2020 einen Gesamtzuschuss von 315 331 Euro, wobei der Förderanspruch gegenüber dem Freistaat 189 704 Euro betragen würde. Es werden Abschlagszahlungen von 96 Prozent des erwarteten Zuschusses beantragt. 52 Prozent der jeweiligen Raten trägt der Freistaat. Der durchschnittliche Anstellungsschlüssel beträgt 1:9,61. Für die Krippe wird ein Zuschuss von 97 585 Euro erwartet, der Förderanspruch gegenüber dem Freistaat würde 52 533 Euro betragen. Der Anstellungsschlüssel liegt bei 1:7,92. Ein Waldthurner Kind besucht den Waldkindergarten in Weiden. Die Einrichtung erwartet einen Gesamtzuschuss in Höhe von 5574 Euro (Anteil Freistaat: 3 443 Euro). Der dortige Anstellungsschlüssel liegt bei 1:9,25.

Die Bauanträge von Michaela und Markus Vitzthum (Neubau eines Einfamilien-Wohnhauses mit Doppelgarage, Lennesrieth) und der Firma Holzbau Riedl, Waldthurn (Anbau einer Überdachung an eine bestehende Lagerhalle an der Pleysteiner Straße) wurden einstimmig abgesegnet.

Auch der „Ödweg“ in Lennesrieth (Antrag von Alois Weig) wird in Angriff genommen. Wegen der bevorstehenden Vegetationsperiode entweder jetzt gleich oder erst im Herbst 2020/Frühjahr 2021, meinte das Gemeindeoberhaupt. Alois Weig merkt an, dass es nicht auf die Schnelle, sondern lieber ordentlich gemacht werden soll. Der Weg müsste auf ungefähr 5 Kilometern abgefräst werden. Die Kosten dafür liegen bei rund 1000 Euro pro Kilometer.

Wasserversorgung und Baugebiet "Hirmersbühl":

In seinen Mitteilungen informierte Bürgermeister Josef Beimler, dass das Gemeindekonto bei der Postbank aufgelöst wird und die Kämmerei die betroffenen Bürger darüber informieren wird.

Weiter berichtete er darüber, dass die Wasserversorgungsanlage Waldthurn vom Gesundheitsaufseher des Landratsamts besichtigt wird. In diesem Zusammenhang müssen noch verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden, zum Beispiel Abdichtung der Pumpenanlage, Einstieg bei Wasserkammer II verbessern oder den Eingangsbereich mit Holzverkleidung sanieren Außerdem erinnerte der Rathauschef an die ILEK-Auftaktveranstaltung am 7. Februar. „Ab dem Jahr 2020 kostet der Kundendienst der Kirchturmuhr 25 Euro mehr, nämlich 80 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer“, gab Beimler bekannt.

„Das Fachbüro Protect Umwelt hat mittlerweile den Abschlussbericht für das Baugebiet ‚Hirmersbühl‘ vorgelegt“, war Beimler erleichtert. Dieser wurde auch sofort an das Landratsamt weitergeleitet, damit die Bauparzellen aus dem Altlastenkataster herausgenommen werden. Kopfschüttelnd berichtet Beimler weiter, dass das Landratsamt angekündigt hat, für die Freigabe wiederum erst die Stellungnahmen der beteiligten Fachstellen einzuholen.

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