04.03.2019 - 09:36 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Finanziell auf gutem Weg

Die Finanzen des Markts Waldthurn entwickeln sich positiv. Das freut nicht die Gemeinderäte. Der geplante "Musiksommer" dagegen wirft Fragen auf.

von Peter GarreissProfil

Zu Beginn der Gemeinderats-Sitzung gab Bürgermeister Josef Beimler bekannt, dass es um die ausgeschriebene Stelle eines Auszubildenden zum Verwaltungsangestellten insgesamt 21 Bewerber gegeben hat. Nach Abschluss der Vorstellungsgespräche unter Beteiligung der Fraktionssprecher sprach man sich für die Einstellung von Marina Daubenmerkl aus Waldthurn aus.

Zufrieden zeigten sich die Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung über die Ausführungen des Kämmerers Josef Götz zum abgelaufenen Jahr 2018. Danach haben sich die Finanzen positiv entwickelt. Gewerbe- und Einkommensteuer erhöhten sich um 50 000 Euro. Der Verwaltungshaushalt warf 531 000 Euro für den Investitionshaushalt ab.

Allerdings musste für die Erschließung des Baugebietes "Hirmersbühl" ein Darlehen in Höhe von einer Million Euro aufgenommen werden. Der Gesamthaushalt lag bei 7 Millionen Euro. Bei der Abwasser- und Wasserversorgungsanlage wurde die Kostendeckung nur durch eine Rücklagenentnahme erreicht. Götz hielt die Einnahmemöglichkeiten für weitgehend ausgeschöpft. Die freiwilligen Leistungen wurden deshalb auf ein Minimum reduziert.

Das Landratsamt Neustadt/WN plant die Einführung eines Anrufbussystems und hat die Möglichkeit von Baxi-Haltestellen in Ottenrieth und Goldbrunn angesprochen. Alois Weig begrüßte das und wies auf den vorhandenen Platz hin. Hubert Stahl dagegen meinte, dass man schon vor zehn Jahren darüber diskutierte. Und es werde wieder einschlafen, weil niemand in Ottenrieth und Goldbrunn daran interessiert sei. Hans-Peter Reil hielt es für keinen großen Aufwand, zwei Haltestellen einzurichten. "Vielleicht kommt diesmal was zustande". Waldthurn wird den Baxi-Bus weiter verfolgen.

Viele Fragen stellen sich den Räten bei der Einführung eines "Musiksommer Waldthurn", künftig als jährlichem Event. Bürgermeister Beimler sprach gar von der Übernahme einer Ausfallbürgschaft durch den Markt in Höhe von 4000 Euro. Reil wollte Nägel mit Köpfen machen und das Ganze nicht mit einer Risikobürgschaft beginnen. Man sollte den "Musiksommer" erstmals mit einer "Ein-Tages-Veranstaltung" beginnen und bei Bedarf in den nächsten Jahren ausbauen. Michael Steiner verwies hinsichtlich der Beteiligung durch den Markt auf eventuelle Bezugsfälle. Schließlich einigten sich die Räte auf einen Tag "Musiksommer" und einen Tag "Workshop", ohne Beteiligung der Gemeinde, wobei Eintritt verlangt werden soll.

Beimler gab bekannt, dass verschiedene Ingenieurbüros Anfragen bezüglich des Baus von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen im Gemeindegebiet eingereicht hatten. Die Ladestation für Elektroautos werde immer besser angenommen. So wurden im November sieben Ladevorgänge verzeichnet.

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