Waldthurns Bürgermeister Georg Bocka stellte in der jüngsten Marktratssitzung fest, dass die Projektierung der nächste logische Schritt hinsichtlich der ganzjährigen Nutzung des Areals am Fahrenberg ist. Hierzu lag den Markträten ein Angebot bezüglich der Architektur- und Planungsleistungen der RideTime GmbH in Höhe von rund 6100 Euro vor. Bocka merkte dazu an, diese Kosten könnten während der Umsetzungsphase beim Förderantrag geltend gemacht werden.
„Wir drehen uns im Kreis“, stellte Roman Bauer (FWG) fest. Zunächst müsse doch das Gespräch mit den betroffenen Landwirten gesucht werden. „Es wurde bereits viel Geld investiert – ich möchte nicht, dass weiter Geld ausgegeben wird und dann nichts zustande kommt“, betonte er. Bürgermeister Bocka fügte an, dass Gespräche bereits stattgefunden hätten, es aber kein konkretes Ja oder Nein gegeben habe. „Man müsste halt die genauen Flächen wissen“, so Bocka. Forst und private Eigentümer möchten natürlich wissen, was genau wo gemacht wird. Georg Stahl (CSU) merkte an, dass man genau deswegen die genauen Planungen brauche.
Jetzt auch weitermachen
Hans-Peter Reil (SPD) sieht es ähnlich: „ Jetzt haben wir angefangen, dann sollten wir auch weitermachen!“ Auch Michael Steiner (FWG) merkte an, es mache keinen Sinn, jetzt aufzuhören, da man bereits viel Geld investiert habe. Natürlich müsse das Gespräch mit dem Landwirt stattfinden. „Uns muss immer bewusst sein, dass wir den Skilift erhalten möchten!“, betonte Steiner. Bürgermeister Bocka stellte fest, dass konkrete Unterlagen nötig sind, um weitere Gespräche zu führen. Mit einer Gegenstimme wurde abschließend beschlossen, das Angebot der RideTime anzunehmen.
Für den Kindergarten St. Josef wurde das Gewerk „Rohbauarbeiten“ an das Baugeschäft Kreuzer aus Lanz vergeben. Die Kosten liegen bei rund 47.300 Euro (die Kostenschätzung lag bei 31.200 Euro). Den Auftrag für die Holzbauarbeiten erhält die Firma Riedl, Waldthurn. Die Kosten betragen 104.339,41 Euro (Schätzung: 78.600 Euro). Da beide Angebot weit über den Kostenschätzungen liegen, stellte der Rathauschef fest, dass man das Gespräch bezüglich Einsparungen suchen werde. Laut Planer wurden einige „Eventualitäten“ mit ausgeschrieben, die voraussichtlich nicht zur Ausführung kommen werden.
Sanierung von Gemeindestraßen
Für die Sanierung einiger Gemeindestraßen sind im Haushalt bereits 100.000 Euro eingeplant. Die Empfehlungen des Bauausschusses betreffen beispielsweise Flurwege in Bernrieth und Mangelsdorf, die Rosengasse und Schadstellen in der Gemeindeverbindungsstraße Spielberg. „Insgesamt werden es circa 80.000 Euro werden“, merkte der Bürgermeister. Die Arbeiten sollen Mitte/Ende Juli beginnen. Ohne Gegenstimmen ging der Punkt „Anschaffung von Ortseingangsschildern mit Öko-Modellregion“ über die Bühne. Das Gemeindeoberhaupt stellte fest, dass die aktuellen Tafeln bereits sehr ausgeblichen und „unschön“ aussehen. Angebote für drei Tafeln werden bis zur nächsten Sitzung eingeholt, so Bocka.
Zum Weiterbetrieb der Photovoltaik-Anlagen auf dem Bauhof und der Vereinshalle stehen verschiedene Möglichkeiten im Raum. Nachdem der Vertrag zur Einspeisungsvergütung ausläuft, müsse man überlegen, wie es weitergehen soll. Man könne den Strom selber nutzen und andere Liegenschaften mit „anklemmen“ und dadurch so genanntes „Energie-Sharing" betreiben, erklärte Bocka. Er werde sich da einmal genauer informieren.
Zuschuss für Kindergarten St. Josef
Keine Einwände gab es zum Neubau eines Milchviehlaufstalles mit Güllebehälter (Gemarkung Lennesrieth) und zum Neubau einer Lager- und Maschinenhalle (Gemarkung Waldthurn). In seinen Mitteilungen informierte Bürgermeister Bocka über die Erteilung der Baugenehmigung für die Nutzungsänderung bei der Kindertagesstätte St. Josef durch das Landratsamt. Der Förderbescheid hierzu wurde von der Regierung der Oberpfalz erlassen. Es ergibt sich eine voraussichtliche Gesamtzuweisung von höchstens 110.000 Euro.
Weiter werden 11.000 Euro aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes bewilligt. Hans-Peter Reil gab eine Anregung von Hundebesitzern weiter. Es wird um die Anschaffung von mindestens zwei weiteren Hundekotbeutelspendern gebeten. Das sollte kein Problem sein, meinte Bocka. Roman Bauer appelliert diesbezüglich an die Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften ihres Tieres dann auch mitzunehmen und zu Hause zu entsorgen.













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