13.11.2019 - 10:51 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Gemeinde Waldthurn: Fördermittel bis zu 90 Prozent ausschöpfen

In der Bürgerversammlung nannte Bürgermeister Josef Beimler die Förderinitiative „Innen statt Außen“ eine einmalige Chance, die man konsequent umsetze. Liegenschaften werden nach und nach saniert.

von Tanja PflaumProfil

Mithilfe des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) konnte die Gemeinde Waldthurn die Liegenschaften Marktplatz 2, 7 und 13 erwerben. Diese werden nun nach und nach saniert und umgestaltet. Für die Anwesen Marktplatz 2 und 13 stehen Fördermittel in Höhe von 90 Prozent zur Verfügung. Beim Projekt Marktplatz 7 hat man leider das Problem, dass für reine Wohnnutzung nur mehr die Gebäudehülle gefördert werden soll.

„Für den Erhalt des vollen Fördersatzes sind weitere Nutzungen, zum Beispiel kulturelle Zwecke, erforderlich“, erklärte Beimler. Derzeit wird die Ausweitung der Förderinitiative auch für andere Anwesen im Kernbereich geprüft. Voraussetzung dafür sind Nutzungskonzepte, die über eine reine Wohnnutzung hinausgehen. Im Gegenzug zum Erhalt der Fördermittel musste sich die Gemeinde verpflichten, während der 12-jährigen Bindungsfrist keine neuen Baugebiete mehr auszuweisen.

Zum Thema Dorferneuerung (DE) führte Beimler die einzelnen Maßnahmen kurz auf. Unter anderem wurde durch die DE das Umfeld des alten Rathauses zu einem Parkplatz umgestaltet. Durch Zuschussmittel wird auch weiterhin das, bei den Bürgern geschätzte, „Waldthurner Markt- und Dorferneuerungsblatt“ herausgegeben. Weitere Projekte sind die Neugestaltung des Freizeitgeländes am Badeweiher, die Neugestaltung des Dorfplatzes in Ottenrieth mit Sanierung des Dorfkreuzes und des Spielplatzes sowie Maßnahmen zur Niederschlagswasserableitung. Auch die Umgestaltung des Schäfereirangens und die Sanierung der Felsenkeller, Renovierungsmaßnahmen im „Haus der Bäuerin“ und die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Oberbernrieth-Mangelsdorf werden beziehungsweise wurden bereits im Rahmen der DE in Angriff genommen.

Für das Projekt „Generationen-Erlebnisgarten“ in Albersrieth wurde der Zuwendungsbescheid des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt erteilt (24 745 Euro). Der Rathauschef erwähnte auch noch die Umgestaltung des Spielplatzes in der Poststraße, die der Siedlerbund weitestgehend in Eigenregie durchgeführt hat. Vom Markt gab es eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1350 Euro.

Die gemeinsame Sanierung des Lobkowitzschlosses mit der kirchlichen Gemeinde unter Nutzung des EFRE-Förderprogramms für das Schloss und das Gemeindehaus ist ein weiteres Großprojekt der Gemeinde. Nach erfolgreichem Abschluss des Auswahlverfahrens hat die Regierung der Oberpfalz die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt. Mit der kirchlichen Gemeinde und der Diözese wurde vereinbart, dass der Markt die Maßnahmen im Rahmen des EFRE-Programms (energetische Sanierung) durchführt. Die Kirche kümmert sich um die restlichen Maßnahmen der Generalsanierung, die das Schloss betreffen. Nach Abzug aller Zuschüsse soll bei der Gemeinde ein Eigenanteil von rund 505 000 Euro (inklusive der Kosten für das Gemeindehaus), bei der Kirche von 402 000 Euro bleiben. Es muss spätestens zum 31. März 2020 begonnen werden. „EU-Mitte, die nicht bis zum 1. März 2023 abgerufen werden, verfallen“, meinte Beimler.

Derzeit läuft das Baugenehmigungsverfahren für die Maßnahme am Schloss. Die Genehmigung ist Grundvoraussetzung für die Erteilung des offiziellen Förderbescheides. „Genutzt wird das Schloss weiterhin für standesamtliche Trauungen im Foyer und im Lichthof. Auch die weiteren Räume werden für Veranstaltungen der kirchlichen und der weltlichen Gemeinde genutzt.

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