Kurz vor seinen 90. Geburtstag war der beliebte Waldthurner Johann Mäckl verstorben. Pfarrer Norbert Götz zelebrierte die Trauermesse, der Kirchenchor mit Georg Schmidbauer umrahmte den Gottesdienst. Pfarrer Götz erinnerte an den Verstorbenen: „Wenn man den freundlichen und gesprächigen Mann beim Spaziergang durch die Ortschaften und Siedlungen traf, hatte er immer ein nettes Wort parat. Er hob immer die Hand und fragte ,Alles in Ordnung?`, was keine Floskel, sondern ehrliches Interesse war“.
Seine Arbeitskollegen hatten ihn in früheren Jahren „Gandhi“ gerufen, da er so eine schmale Figur wie eben der indische Friedensstifter Mahatma Gandhi hatte. So blieb ihn dieser Name „Gandhi“ bis zu seinem Tod.
Zur Welt gekommen war Mäckl in Vohenstrauß, zog 1944 mit seiner Familie in die Trad nach Waldthurn und baute 1958 ein Haus. Da er als Hütbub beim Schmidlenzen war, lernte er seine Frau Rosa Wagner kennen, die er 1961 heiratete. Sie bekamen drei Kinder. Mäckl lernte Glasschleifer in Neustadt/WN, arbeitete schließlich bis zu seiner Rente als Baggerführer bei der Firma Scharnagl in Weiden. 1974 erweiterte er zusammen mit der Familie seines Sohnes sein Haus, seine Schwester und Mutter wohnten ebenfalls mit im Haus.
Im Ruhestand betätigte er sich auch als Busfahrer für das ansässige Busunternehmen Bock. Der Verstorbene hat im Kirchenchor mitgesungen, tagtäglich pflegte Mäckl das Abendritual Brotzeit zu machen und eine Maß Bier zu trinken. Mäckl habe stets das Gespräch mit Jesus Christus gesucht. „Wenn er in der Ewigkeit ankommt wird er auch die Hand heben und dort fragen, ob alles in Ordnung ist?
Bürgermeister Josef Beimler sprach für die Vereinsgemeinschaft und meinte, dass der Verstorbene ein Mann war, der humorvoll, lebensfroh und gesellig war. Die Fußballer des FSV Waldthurn trauern um ihr Gründungsmitglied Johann Mäckl, der seit 1953 bei den Fußballern war. Seit 1966 war der Verstorbene auch Gründungsmitglied der Siedlergemeinschaft Waldthurn. Im Schützenverein war er 63 Jahre und am 1. Oktober 1950 trat er in den Gesang- und Orchesterverein ein, wo er eine Stütze des Männerchors war.



















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