14.02.2020 - 09:54 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Kindertagesstätte in Waldthurn braucht mehr Platz

Bereits im Dezember beschloss der Marktgemeinderat einstimmig, eine zweite Krippengruppe an die Tagesstätte anzubauen. Nun stellt sich die Situation allerdings etwas anders dar.

von Tanja PflaumProfil

In einer Sondersitzung am Donnerstagabend beschäftigte sich das Gremium mit dieser neuen Situation der Kindertagesstätte (Kita). Bürgermeister Josef Beimler berichtete über eine Besprechung mit Pfarrer Norbert Götz, Kirchenpfleger Max Kick, der Kita-Leitung, Vertretern der Caritas und des Jugendamtes und den Planern (Weidner Architekten). Aufgrund der momentanen Belegungszahlen und Anmeldungen ist es notwendig, auch eine dritte Kita-Gruppe einzurichten, so Beimler. Die Markträte erkennen den Bedarf nach drei Kita-Gruppen und zwei Krippen-Gruppen anhand der vorliegenden Zahlen durchaus an, möchten aber am Jahresende nochmals prüfen, ob dieser Bedarf tatsächlich gegeben ist. Auch soll mit dem Jugendamt geklärt werden, ob eine Sondergenehmigung möglich wäre.

Entscheidend für die Gemeinderäte ist auch, ob die Kirchenstiftung - nach den Vorgaben der Diözese - bei der Betriebsträgerschaft bei mehr als vier Gruppen aussteigt. Laut Aussage von der Caritas-Sprecherin Sabine Weber, bestehe die Möglichkeit eine fünfte Gruppe als so genannte „Dehngruppe“ einzurichten. Pfarrer Götz und Kirchenpfleger Kick haben sofort reagiert und einen Gesprächstermin mit der Diözesanverwaltung am 13. März vereinbart, um dies alles abzuklären. Beide haben Bürgermeister Beimler gebeten, an diesem Gespräch teilzunehmen. Götz möchte die Trägerschaft für die Kita auf jeden Fall behalten. Für die Krippe wäre möglicherweise ein zweiter Träger nötig. Die Übernahme dieser Betriebsträgerschaft seitens der Gemeinde wird einstimmig abgelehnt, ebenso die Trägerschaft für die Kita.

Nach Telefonaten mit verschiedenen Trägern, teilt Verwaltungsleiter Karl-Heinz Schmidt mit, dass verschiedene Träger für Kita und Krippe aus mehreren Gründen keinen Sinn machen würden. Eine mögliche Übergangslösung wurde gefunden. Diese könne ohne größere bauliche Veränderungen in Absprache mit dem Jugendamt und dem Bauamt des Landratsamtes durchgeführt werden. Mit wenigen Renovierungsarbeiten sowie kleineren Umbaumaßnahmen der nahe gelegenen Mädchentoilette kann der Musikraum der Grundschule (unter der Turnhalle) übergangsweise für eine Kita-Gruppe genutzt werden. Der Krabbelgruppe, die den Raum einmal pro Woche nutzt, wird für diese Zeit die Turnhalle als Alternative angeboten. Die private Musikschule Karl, die diesen Raum ebenfalls nutzt, sucht nach Rücksprache mit Musiklehrer Stefan Karl ebenfalls eine Alternative.

Die zweite Krippen-Gruppe könnte im Mehrzweckraum der Kita untergebracht werden. Für beide Möglichkeiten stellt die Gemeinde einen Antrag auf Umnutzung beim Landratsamt. Es wurde außerdem beschlossen, für den Moment alle Planungen einzustellen und das Gespräch bei der Diözese abzuwarten, damit auch die Trägersituation geklärt ist. Danach werde zunächst die Übergangslösung in Angriff genommen. Bürgermeister Beimler "fällt ein Stein vom Herzen“, dass man nun nicht mehr auf die Schnelle „etwas her bauen muss“. Michael Steiner bat allerdings darum, das Thema im Auge zu behalten und die Planungen trotzdem weiter zu verfolgen – nicht dass man dann im folgenden Kita-Jahr vor den gleichen Problemen stehe.

Der zweite Punkt der Tagesordnung, die Vergabe des Gewerks „Wurzelstockfräsen“ bezüglich der Neugestaltung des Schäfereirangens, nahm nur wenige Sekunden in Anspruch. Einstimmig geht der Auftrag, der bis spätestens 27. Februar ausgeführt sein muss, an den Maschinenring Weiden (Kosten: 1713,60 Euro).

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