28.06.2020 - 09:58 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Kirchweih in Waldthurn mal anders

Kirchweih in Waldthurn - vor 37 Jahren wurde die Pfarrkirche St. Sebastian geweiht. Obwohl kein großer Kirchenzug stattfand, war der Kirchplatz samt Kirche festlich geschmückt
von Franz VölklProfil

„Pfarrer Andreas Renner müssen wir danken, dass er die Kirche damals so groß hat erbauen lassen; was würden wir in Coronazeiten mit den geforderten Abständen sonst tun?“, stellte Pfarrer Norbert Götz im Pfarrbrief der Pfarrgemeinde St. Sebastian fest. Renner war von 1970 bis 2000 Pfarrer in Waldthurn, unter seiner Federführung wurde das Gotteshaus erbaut und am 26. Juni 1983 durch den damaligen Bischof Manfred Müller eingeweiht.

37 Jahre danach, am vergangenen Sonntag war alles anders. Kein Kirchzug von der Dreifaltigkeitssäule mit Bürgermeister, Marktrat, Kirchenverwaltungen, Vereinsabordnungen, Pfarrgemeinderat zogen nicht in die Pfarrkirche. Pfarrer Götz stellte beim Festgottesdienst, den er mit Diakon Janusz Szubartowicz feierte, fest, dass Kirchweih der Aufruf von Jesus Christus an die Gläubigen sei, mit ihrer Gegenwart die Kirche zu füllen. Obwohl man die traditionelle Feier inklusive Pfarrfest wegen der Corona-Pandemie nicht durchführen könne, sollte man sich über das Kirchweihfest freuen. „Die Kirche ist nicht nur gefühlsmäßig das Herz eines Ortes, das Herz Gottes schlägt in der Kirche und Jesus Christus will in der Kirche unter uns sein“. Er habe im Gotteshaus speziell im Tabernakel Wohnung bezogen, vom Altar aus gehe das Leben hinaus in die Gemeinde. Kirchen seien laut dem Geistlichen Orte, an denen unser Leben verwandelt wird, hier werde jeder zum Kind Gottes. Oft werden Kirchen aufgeben, weil keine Menschen mehr da sind. Kirchweih in Waldthurn sei die Freude darüber, dass das Herz in der Gemeinde schlägt.

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