27.04.2020 - 10:19 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Im kleinen Kreis

„Noch nie da gewesene Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen“: Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Beimler die Aprilsitzung des Waldthurner Marktrats.

Sehr übersichtlich war die Anzahl der anwesenden Personen bei der Marktratssitzung. nur Bürgermeister Josef Beimler (rechts) und die Fraktionssprecher Martin Troidl (2.v.links), Michael Steiner (links) und Georg Bocka (2.v.re) saßen mit Kämmerin Sabine Grötsch (3.v.re.) am runden Tisch zusammen.
von Tanja PflaumProfil

Nur der Ferienausschuss mit Bürgermeister Josef Beimler sowie den Fraktionssprechern Martin Troidl, Michael Steiner und Georg Bocka traf sich am Donnerstagabend mit den Kämmerern Josef Götz und Sabine Grötsch zur Marktratssitzung. Diese letzte Zusammenkunft der Legislaturperiode 2014 bis 2020 habe man sich allerdings anders vorgestellt. Dadurch, dass nur der Ferienausschuss tage, könne man den Sicherheitsabstand gut einhalten, sagte Beimler. Der Ausschuss sei noch bis 30. April „im Einsatz“. Eigentlich wollte man auch die ausgeschiedenen Marktratsmitglieder gebührend verabschieden. „Dies wird in würdigem Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt mit Sicherheit nachgeholt werden“, kündigte der Rathauschef an.

Der Beschluss zur Einsetzung eines Ferienausschusses zum Erhalt der Handlungsfähigkeit der Gemeinde wurde im Übrigen einstimmig gefasst. Die Markträte hatten ihre Zustimmung auf elektronischem Weg mitgeteilt.

Weiter ging es mit der Vergabe von verschiedenen Gewerken bezüglich der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der Anwesen Marktplatz 2 und 13. Die Elektroinstallationen im Haus Marktplatz 13 werden von der Firma Elektro Hartung (Weiden) ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 94 800 Euro. Weitere Gewerksvergaben betrafen anschließend das Anwesen Marktplatz 2. Die Schreinerarbeiten (Innentüren) wurden für rund 27 800 Euro an die Schreinerei Bäumler, Waldthurn, vergeben, die Bodenbeläge verlegt die Firma Grießl aus Vohenstrauß (Kosten rund 38 800 Euro). Die Malerarbeiten werden von der Firma Rewitzer aus Pleystein (Kosten rund 12 700 Euro) ausgeführt. Die Schlosserarbeiten übernimmt die Firma Gürtler aus Oberviechtach (Kosten rund 8 700 Euro). Die Vergabe des Gewerkes Fliesen- und Plattenarbeiten konnte nicht durchgeführt werden, da kein einziges Angebot einging, merkte Beimler an – hier werde man noch einmal nachfragen müssen.

Zur Renovierung der Arztpraxis im „Haus der Bäuerin“ berichtete Beimler über ein Angebot von Nikolaus Globisch. Dieser würde alle Arbeiten, ausgenommen der Schlosserarbeiten, mit seinem Hausmeister in Eigenregie durchführen – die Gemeinde müsste lediglich die Materialkosten übernehmen. Dieses Angebot nahm das Gremium natürlich gerne an. Die Schlosserarbeiten (Geländer und Handläufe) wurden an die Firma Gürtler aus Oberviechtach (Kosten rund 400 Euro)vergeben. Der Rathauschef ordnete an, dass man das weitere Material von den Firmen beziehen werde, die im Zuge der Ausschreibung bereits ein Angebot abgegeben haben. Er nehme mit ihnen Kontakt auf und erkläre, dass man nur das Material benötigen werde, informierte Beimler. Michael Steiner merkte dazu an, dass man ja kein Extra-Angebot einholen muss, da die Materialkosten bereits in den vorliegenden Angeboten enthalten seien. Beimler erklärte außerdem, dass man durchaus so verfahren könne, da diese Maßnahme nicht gefördert wird und daher keine Auflagen vorliegen.

Weitere Themen:

Keine Einwände gab es gegen die Fortsetzung des Dienstleistungsvertrages für die Pflege des Bocklwegs mit dem Verein denk!statt. „Diese 1 600 Euro ist uns die Pflege unseres Abschnittes Wert“, stellte Bürgermeister Josef Beimler fest.

Zum Jahresbetriebsnachweis für den Körperschaftswald Waldthurn verkündete das Gemeindeoberhaupt ein Minus von 1164 Euro. Für den Bauhof konnte ein gebrauchtes Fahrzeug vom Bayernwerk günstig abgekauft werden. Die Markträte sehen die 5700 Euro für den neun Jahre alten VW-Bus (T5) als sinnvolle Investition.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung betraf Werbemaßnahmen für das Baugebiet „Hirmersbühl“. Anfang beziehungsweise Mitte Mai soll hier eine „Überfliegung“ stattfinden und dabei ein Werbefilm über das Baugebiet entstehen. OTV würde diesen Film sechsmal vor seinen Nachrichtensendungen zeigen, wobei die Gemeinde die Tage festlegen könnte. Die Kosten für den Film belaufen sich auf 1700 Euro. „Die Ausstrahlungen würden ebenfalls ungefähr diese Summe kosten“, sagte Beimler.

Es seien zwar schon einige Bauplätze verkauft, die „Mundpropaganda“ sei jedoch ausgereizt, meinte er. Nun müsse man eine breitere Masse ansprechen. Michael Steiner findet die Maßnahme nicht ganz unsinnig, da im Moment viele zu Hause seien und Nachrichten anschauen würden. Er gab allerdings auch zu bedenken, dass man sich momentan in einer kritischen Zeit befinde. Das Gremium entschied sich letztendlich einstimmig für diese Werbemaßnahme. Man müsse halt die Resonanz abwarten, meinten die Räte dazu.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.