09.12.2019 - 08:55 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Kolping: "Es mangelt an Religion"

Ganz der Tradition verbunden, begeht die Kolpingsfamilie Waldthurn am Samstag den Gedenktag zu Ehren des Gesellenvaters Adolph Kolping in feierlicher Weise. Ehrungen von Mitgliedern gehören zum Programm.

65 Jahre ist Josef Gallitzendörfer (mit Urkunde) bereits Mitglied bei der Kolpingsfamilie Waldthurn. Zu dieser besonderen Ehrung gratulieren die Vorsitzenden Sophia Bergmann, Andrea Weig (von links) und Nina Bergmann (Dritte von rechts) ebenso wie Diakon Janusz Szubartowicz, Bürgermeister Josef Beimler und Pfarrer Norbert Götz (von rechts).
von Tanja PflaumProfil

Nach dem feierlichen Gottesdienst zu Ehren Adolph Kolpings, den Pfarrer Norbert Götz gemeinsam mit Diakon Janusz Szubartowicz zelebrierte und der vom Gesangsduo Marina Böhm und Magdalena Bäumler musikalisch mitgestaltet wurde, trafen sich die Mitglieder der Kolpingsfamilie zur Feier des Gedenktages am Samstagabend im Gasthaus Bergler.

Im Gasthaus begrüßte Vorsitzende Andrea Weig neben den Mitgliedern auch Pfarrer Götz, Diakon und Präses Janusz Szubartowicz, Bürgermeister Josef Beimler und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Birgit Bergmann. Mit verschiedenen Gedanken zu Weihnachten und zu Adolph Kolping läuteten die Vorsitzenden Nina und Sophia Bergmann den Abend ein.

Weig bat anschließend Pfarrer Götz und Präses Szubartowicz gemeinsam mit den Vorsitzenden die Ehrungen vorzunehmen. Für 40jährige Mitgliedschaft in der Kolpingsfamilie Waldthurn wurden Albert Rupprecht (Albersrieth) und Evi Reil (Waldthurn) geehrt. 60 Jahre hält Ludwig Zielbauer (Waldthurn) dem Verein bereits die Treue. 65 Jahre ist Josef Gallitzendörfer bereits Mitglied. Er stand dem Verein mehrere Jahre vor und organisierte auch jahrelang die Kleidersammlungen der Kolpingsfamilie, berichtete Weig.

Pfarrer Norbert Götz zitierte Kolping: „Das, was unserer Zeit am meisten mangelt, ist die Religion!“ Dieser Satz aus dem 19. Jahrhundert passe auch in die heutige Zeit. Glaube soll unser ganzes Leben prägen – dies weiterzugeben, zu vermitteln ist auch eine Aufgabe der Kolpingsfamilie, so Götz.

Präses Janusz Szubartowizc erzählte von einer Tagung im Kolpinghaus in Lambach. Dort sei ihm das Bild eines brasilianischen Künstlers ins Auge gefallen. „Es zeigt alles was Adolph Kolping, was den Gedanken Kolpings, ausmacht“, merkte er an. Ein Foto des Werkes hatte er für jeden Gast mitgebracht.

Auch Bürgermeister Josef Beimler hatte eine kurze Rede vorbereitet. „Wenn jeder in seinem Geist das Richtige tut, dann wird er die Welt verändern“, zitierte auch er Kolping. Jeder habe es selbst in der Hand, was er macht, so Beimler. Man dürfe nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern muss als Vorbild vorangehen, betonte der Bürgermeister.

Nach dem Kolping-Lied schaute zur Freude der Kinder auch der Heilige Nikolaus (Alexander Pflaum) in der Runde vorbei und berichtete in Versform über verschiedene Begebenheiten bei der Kolpingsfamilie während des vergangenen Jahres. Die Gedenkfeier wurde von Julia Mäckl, Anna-Marie Holfelner (beide Klarinette), Sophia Kleber, Lukas Kleber und Wolfgang Wüst (alle Trompete)mit weihnachtlichen Weisen musikalisch umrahmt.

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