Waldthurn
13.05.2019 - 09:16 Uhr

"Lauft nicht weg vor Gott und der Kirche"

Der Bezirkskonvent-Nord der Marianischen Männer-Congregation tagt in Waldthurn. Zentralpräses Thomas Schmid spricht dabei zu den zahlreichen Obmännern und Sodalen.

Kirchenzug des MMC Bild: fvo
Kirchenzug des MMC

Die Feuerwehr Waldthurn feierte am Samstagabend den Florianstag. Gleichzeitig fand der Bezirkskonvent Nord der Marianische Männer-Congregation (MMC) Bezirke Fahrenberg und Armesberg statt. So passte es perfekt, dass zum Kirchenzug, angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, die Feuerwehrmänner samt Feuerwehrfahne und zwölf Fahnenabordnungen der MMC-Gruppen von der Dreifaltigkeit zur Pfarrkirche St. Sebastian zogen. MMC-Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid meinte, die Seele des Menschen habe eine Schutzfunktion - gerade dann, wenn einen etwas schwer beschäftigt und überrascht. Im Extremfall machen dann Augen und Ohren dicht, denn die Seele sei zart. Der Einzelne sei dann unzugänglich, so sei es auch den Aposteln bei Jesu Tod gegangen.

Sanfte Stimme Jesu

"Sie sind in eine gewisse Schockstarre zum eigenen Schutz gefallen." Trotzdem hörten alle die sanfte Stimme des guten Hirten Jesus Christus. Die Botschaft für die Menschen sei, dass Jesus in jeder schwierigen Situation zugänglich bleibe. Es tue gut, wenn Gott die Hand auf die Schulter lege. "Lauft nicht weg vor Gott und vor der Kirche, denn wir brauchen uns", appellierte der Zentralpräses aus Regensburg. Beim Bezirkskonvent im Pfarrheim hieß der Frankenriether Ernst Weig vom Bezirk Fahrenberg, Zentralpräses Schmid, den Bezirksobmann des Bezirkes Armesberg Max Pravida aus Pressath, Pfarrer Norbert Götz und Präfekt Peter Krikorka aus Regensburg willkommen. Durch den Abend führte Pravida und begrüßte etwa 70 Sodalen und MMC-Obmänner, darunter auch einige Frauen.

Dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil begrüßte die Teilnehmer in der Marktgemeinde. "Was wären wir ohne unseren Herrgott?", sagte der Bürgermeister und erhielt die Zustimmung der Versammelten. Pravida meinte, dass viele Probleme in der Region und in der Welt anstehen würden, durch Gebete könne man einiges erreichen. "Maria führt uns zu Jesus Christus, sie ist die Wahrhaftglaubende", meinte Präfekt Krikorka. Pravida wies auf den Bezirkskreuzweg des MMC am 9. Juli um 14 Uhr in Armesberg hin. Am 7. Juli wolle man sich am Hauptfest Süd in Regensburg beteiligen. Gleichzeitig feiere Schmid sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Am 15. September findet um 9.30 Uhr das Hauptfest Nord in Wiesau statt. Am 29. September sei die Familienwallfahrt nach Tepl (Tschechien).

"Die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten ist eine ganz entscheidende Zeit, in die wir unsere Schwierigkeiten hintragen sollten", sagte Schmid in seinem umfangreichen Referat. Die Kirche von heute, die nicht perfekt sei, müsse wieder viel lernen. Schmid lenkte den Blick auf Judas, der meinte, er müsse alle Macht selbst in die Hand nehmen. Judas sei im Herzen taub für die Stimme des Geistes geworden, er wurde zunehmend zum Knecht der Macht. "Er küsst die Macht und zerbricht daran."

Auf Pfingsten zugehen

Die Taubheit seines Herzens habe ihn auf die falsche Seite gebracht. So sei er in die nicht aufhebbare Einsamkeit gekommen, für die die Kirche ein Wort habe: Hölle. Der Heilige Geist hätte das Herz von Judas heilen können, wenn er diesen gelassen hätte. "Die Menschen können dem Herrgott nicht vorschreiben, was er tun soll, denn wir leben in göttlicher Autorität." Als MMC müsse man sich zusammen aufmachen und bewusst auf Pfingsten zugehen.

"Unser Zentralpräses ist heute wieder gut in Form", meinte Pravida hinsichtlich des lebendigen Vortrags von Schmid. So wurden anschließend ausgiebig Glaubensfragen diskutiert und Schmid wies unter anderem darauf hin, dass jeder in der Kirche seinen gleichwertigen Platz, egal ob als Priester oder Gläubiger habe. Pravida schloss mit der Feststellung, der Rosenkranz sei ideales Werkzeug zur Findung der inneren Ruhe.

Zentralpräses Thomas Schmid aus Regensburg (stehend rechts) im Waldthurner Pfarrheim bei seinen Ausführungen. Bild: fvo
Zentralpräses Thomas Schmid aus Regensburg (stehend rechts) im Waldthurner Pfarrheim bei seinen Ausführungen.
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Stefan Kreuzeck

Ohne Modernisierung, Erneuerung und Anpassen an die heutige Zeit werden die Leute aber wohl laufen und laufen. Man hat es doch selbst in der Hand.

17.05.2019
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