10.06.2019 - 14:18 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Der "Lederer Alfred" feiert äußerst vital seinen 90. Geburtstag

Das Leben im "Vier-Generationen-Haus" hält Alfred Bergler jung. Zum Ehrentag darf er viele Hände schütteln.

Im Kreis seiner Familie fühlt sich Alfred Bergler (Mitte) richtig wohl. Am Donnerstag feiert der rüstige Senior seinen 90. Geburtstag. Dazu trudeln eine Menge Glückwünsche beim "Lederer" ein. Bürgermeister Josef Beimler (Vierter von rechts) und Gerlinde Müller (Zweite von rechts) gehören zu den offiziellen Gratulanten.
von Elisabeth DobmayerProfil

Zeit seines Lebens ist Alfred Bergler, mit Hausnamen „Lederer“, tief mit seinem Heimatort Waldthurn verwurzelt. Auf dem Anwesen in der Georg-Arnold-Straße 9 wurde früher Leder gegerbt. Noch sein Vater Johann ging diesem alten Handwerk nach. Am Donnerstag feierte der rüstige Senior seinen 90. Geburtstag und durfte viele Glückwünsche zu diesem hochbetagten Alter entgegennehmen. Grund für seine Vitalität dürfte nicht zuletzt die Tatsache sein, dass Alfred Bergler in einem „Vier-Generationen-Haus“ seinen Lebensabend verbringen darf. Nicht nur Sohn Bernhard kümmert sich liebevoll um den Vater sondern insbesondere Enkelin Rebekka. Selbst der fünfjährige Leandro ist an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, dass Uropa Alfred Nachschub für seinen Holzvorrat in der Küche braucht, erzählt der Jubilar. Daran hat der Opa und Urgroßvater seine allerhöchste Freude und zeigt dies mit großer Dankbarkeit. Am 6. Juni 1929 in Waldthurn geboren, wuchs Alfred Bergler auf dem elterlichen Anwesen auf. Bei einem Dreifaltigkeitsfest auf dem Fahrenberg traf er auf seine spätere Ehefrau Margaretha Gruber aus Waldau. „Übers Schanzl hinunter bin ich mit dem Fahrrad rund ein Jahr auf Freiersfüßen unterwegs gewesen“, kann sich Alfred Bergler noch genau an diese schöne Burschenzeit erinnern. Am 30. April 1960 durfte er dann seine große Liebe am Ort des Kennenlernens in der Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ auf dem Fahrenberg an den Altar führen. Sein Bruder, Pfarrer Georg Bergler, nahm ihnen das Eheversprechen vor Gott ab. Das Glück war mit den Kindern Bernhard, Gabi, Alfred und Karl perfekt. 11 Enkelkinder und 4 Urenkel erfreuen das Herz des Seniors. Neben der Landwirtschaft verdiente Alfred Bergler als Sägewerk- und später als Straßenarbeiter den Lebensunterhalt für seine Familie. Nach Eintritt in die Rente legte er keineswegs die Hände in den Schoß sondern brachte sich als Hausmeister im Pfarrheim im alten Schloss ein. Daneben war er große Stütze bei der Mithilfe in der Landwirtschaft, die Sohn Bernhard heute viehlos weiterbetreibt. Leider verstarb Berglers Ehefrau am 1. August vor sechs Jahren. Nach wie vor ist der hochbetagte Mann am Tagesgeschehen interessiert und liest täglich die Regionalzeitung „Der neue Tag“ und auch das Garteln macht ihm großen Spaß. Bürgermeister Josef Beimler überbrachte zu diesem gesegneten Alter mit Pfarrgemeinderätin Gerlinde Müller die besten Glückwünsche. Pfarrer Norbert Götz ließ ebenfalls Grüße übermitteln. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Fußwallfahrt nach Altötting.

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