02.05.2019 - 10:39 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Maibäume in Waldthurn: Papa ist der Stärkste – Schaf am Gipfel

Für die Kinder war das Treiben ein großer Spaß, und die Männer ließen die Muskeln spielen: Nun stehen die Maibäume in Waldthurn und den Ortsteilen.

von Franz VölklProfil

Viele Bürger der Marktgemeinde waren auf den Beinen, um den Frühlingsboten in ihren Ortschaften an den richtigen Platz zu bringen. Am frühen Abend der Walpurgisnacht waren bei herrlichstem Wetter wieder die Klänge der Trachtenkapelle Waldthurn im Markt zu hören. Der OWV hält mit dem Skiclub die Tradition hoch und viele Schaulustige verfolgten das Spektakel. Der Ottenriether Konrad Seibert chauffierte die Pflanze zum Baumaufstellplatz beim Kickn. Die Kinder warteten schon aufgeregt und durften die letzten Meter auf dem Stamm Platz nehmen. Die Mamas und Papas blieben zur Sicherheit in der Nähe. OWV-Chef Roman Bauer hatte das Aufstellkommando, Pfarrer Norbert Götz sprach ein kurzes Gebet. Anders als bei den Kindern, war bei der Mannschaft des OWV-Skiclubs von Aufregung nichts zu spüren. Mit Hilfe von Thomas Riedl stand der Baum in kürzester Zeit. OWV und Feuerwehr hatten auf die Sicherheit geachtet.

In Albersrieth diskutierten sechs junge Burschen: „Mein Papa ist der Stärkste“, als 25 Männer das Symbol des Frühlings aufstellten. Mit langen Holzstangen brachten sie unter der Federführung von Dorfchef Andreas Bodensteiner den Baum in Position.

Karl Greiner kam direkt von der Baustelle aus München nach Spielberg zurück, machte sich kurz frisch und ging mit seinem Kran ans Werk, um den von Reinhold Feiler gestifteten 31-Meter Baum, den die Feuerwehr „schminkte“, in die Senkrechte zu bringen. Auch hier hatten die drei Bürgermeister Josef Beimler, Roman Bauer und Hans-Peter Reil die Aufsicht. Viele Zuschauer starrten in den Himmel und plagten sich hinterher mit einer leichten Genickstarre. Die Bewohner der Waldthurner Schäferei stellten einen kleinen aber feinen Maibaum mit einem Schaf an der Spitze auf. Der letzte alte Christbaum in Woppenrieth spendete Wärme am Lagerfeuer für die Besucher, die Dorfjugend bewachte den Maibaum in der Nacht. Die Oberbernriether stellten am „Tag der Arbeit“ an der Straße zum Oberfahrenberg ihren Frühlingsboten mit viel Kraft unter der Leitung von Albert Wüst auf.

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